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Schock für Prinz Charles: Korruptionsskandal im Palast! Schwere Vorwürfe gegen engen Mitarbeiter

Keine Woche ohne Skandal am britischen Königshaus: Nun sorgt ausgerechnet ein enger Mitarbeiter von Prinz Charles für Schlagzeilen. Michael Fawcett soll angeblich in einen Korruptionsskandal verwickelt sein. Darum geht's.

Ein Mitarbeiter von Prinz Charles ist offenbar in einem Korruptionsskandal verwickelt. Bild: dpa

Weil er dabei geholfen haben soll, einem saudischen Großspender einen Ehrentitel zu organisieren, lässt ein enger Mitarbeiter von Prinz Charles sein Amt als Chef einer Wohltätigkeitsorganisation ruhen. Der Geschäftsmann Mahfus Marai Mubarak hatte mindestens 1,5 Millionen Pfund (1,75 Millionen Euro) für Projekte der Prince's Foundation gespendet und war im November 2016 in einer privaten Zeremonie vom Thronfolger als CBE (Commander of the Most Excellent Order of the British Empire) ehrenhalber ausgezeichnet worden.

Schock für Prinz Charles: Mitarbeiter in Korruptionsskandal verwickelt

Die Zeitungen "Sunday Times" und die "Mail on Sunday" berichteten nun, Michael Fawcett habe Beratern von Mahfus zugesichert, dass er und andere Mitarbeiter von Charles dabei helfen würden, eine Ehrung zu sichern. Der "Mail" zufolge soll Fawcett anschließend auch Unterstützung dabei versprochen haben, dass Mahfus einen noch höheren Orden, den mit einem Ritterschlag verbundenen Titel KBE (Knight Commander), sowie die britische Staatsangehörigkeit erhält. Auf einem Schloss in Schottland, einer Residenz von Charles, die früher der Mutter von Queen Elizabeth II. gehörte, ist auch ein Waldstück nach Mahfus benannt.

Keine Gegenleistung für Millionen-Spende erwartet? GeschäftsmannMahfus Marai Mubarak überprüf Vorwürfe

 

Ein Sprecher von Mahfus sagte den Zeitungen, der Großspender habe keinen Einfluss auf die Entscheidung genommen und keine Gegenleistung erwartet. Die Prince's Foundation leitete eine Untersuchung ein und betonte, sie nehme die Vorwürfe sehr ernst. Fawcett, der die Organisation seit 2018 leitet, habe seine Unterstützung zugesichert.

Fawcett war seit 1981 in Diensten des Palasts und arbeitete sich bis zum Kammerdiener des ältesten Queen-Sohns hoch. 2003 wurde er von Vorwürfen freigesprochen, dass er beim Verkauf royaler Geschenke einen Anteil in die eigene Tasche gesteckt haben soll. Er trat dennoch zurück, auch weil der Untersuchungsbericht sein Verhalten im Palast kritisierte. Allerdings blieb er ein enger Vertrauter von Charles und arbeitete weiter als dessen Eventmanager.

Für die Wohltätigkeitsorganisation ist es bereits der zweite schwere Vorwurf innerhalb kurzer Zeit. So räumte ein wichtiger Spendensammler jüngst ein, 5 Prozent Kommission erhalten zu haben. Zugleich betonte er, es handle sich um einen normalen Vorgang.

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bua/news.de/dpa