Barack Obama: Obama rechnet mit Trump ab – seine Warnung hat es in sich

Donald Trump kassiert bei den Midterms eine herbe Schlappe. Barack Obama nutzt den Wahlerfolg der Demokraten für eine deutliche Spitze gegen seinen Nachfolger. Zugleich warnt der Ex-Präsident vor weiteren Schäden durch dessen Regierung.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Barack Obama rechnet nach den Midterms mit Donald Trump ab. (Foto) Suche
Barack Obama rechnet nach den Midterms mit Donald Trump ab. Bild: picture alliance/dpa/AP | Sue Ogrocki
  • Barack Obama sieht in den Wahlergebnissen eine klare Absage an Trumps spaltende Politik
  • Der Ex-Präsident fordert die Demokraten auf, weitere Schäden durch die Regierung zu verhindern
  • Trotz des Wahlerfolgs warnt Obama vor Selbstzufriedenheit und mahnt zur Geschlossenheit

Donald Trump kassiert eine Wahlschlappe – und Barack Obama legt nach! Nach dem Wahldebakel bei den US-Midterms nutzt der Ex-Präsident die Gunst der Stunde für eine scharfe Botschaft an seinen Nachfolger. Seine Ansage hat es in sich: Die Trump-Politik müsse gestoppt werden, bevor noch größerer Schaden entsteht.

Nach Wahl-Klatsche für Trump: Obama schickt giftige Botschaft

In einer Stellungnahme zu den Wahlergebnissen vom 3. November erklärte Obama, die Amerikanerinnen und Amerikaner hätten "eine klare Botschaft gesendet: Sie wollen eine Politik, die Menschen zusammenbringt, statt sie zu spalten, und Führungspersönlichkeiten, die konkrete Lösungen für ihre Herausforderungen anbieten."

Auch wenn Obama Trump nicht namentlich erwähnt, lässt seine Kritik an der politischen Spaltung und der bisherigen Regierungsarbeit aufhorchen. Besonders deutlich wird der frühere Präsident mit seinem Blick auf die kommenden zwei Jahre.

Obama kritisiert Trumps Politik der Spaltung

Die Wahlergebnisse seien auch ein Verdienst der demokratischen Kandidatinnen und Kandidaten, betonte Obama. Diese seien "in jeder Region des Landes angetreten, auch in Gebieten, die einst als aussichtslos galten."

Trotz unterschiedlicher Herkunft und politischer Standpunkte hätten sie etwas Entscheidendes gemeinsam gehabt: "Gemeinsame Werte, den Glauben an den öffentlichen Dienst und das Engagement, die Menschen in ihren Bezirken und Bundesstaaten an erste Stelle zu setzen."

Damit stellte Obama den Zusammenhalt in den Mittelpunkt – und setzte einen deutlichen Kontrast zur politischen Linie des amtierenden Präsidenten.

Obama dankt Wahlhelfern beider Parteien

Neben den Kandidaten würdigte der Ex-Präsident auch die Tausenden Wahlbeamten und freiwilligen Helfer beider Parteien. Ihnen schulde das Land großen Dank. Sie hätten "eine der wichtigsten Aufgaben unserer Demokratie" erfüllt und einen reibungslosen Ablauf der Abstimmung ermöglicht.

"Weiteren Schaden verhindern": Obama mit deutlicher Trump-Warnung

Besonders brisant ist Obamas Blick auf die verbleibende Amtszeit Trumps. Zwei Jahre habe die aktuelle Regierung noch vor sich. Für die Demokraten sei deshalb keine Zeit zum Feiern, sondern zum Handeln.

"Unsere Aufgabe ist es jetzt, die Ärmel hochzukrempeln, Veränderungen überall dort umzusetzen, wo wir die Macht dazu haben, weiteren Schaden zu verhindern und den Grundstein für die Zukunft zu legen", erklärte Obama.

Die Formulierung "weiteren Schaden zu verhindern" ist dabei eine unüberhörbare Spitze gegen die Trump-Regierung. Obama macht deutlich: Der Wahlerfolg ist erst der Anfang. Die Demokraten müssten ihre neuen politischen Möglichkeiten nutzen, um Trumps Kurs entgegenzuwirken.

Demokraten droht politischer Machtkampf mit Trump

Doch ob die Demokraten ihre politischen Vorhaben tatsächlich durchsetzen können, ist fraglich. Denn Trump hat bereits angekündigt, als "Mr. Veto" aufzutreten und Gesetzesinitiativen der Opposition zu blockieren. Noch in der Wahlnacht veröffentlichte er auf Truth Social das Bild einer roten Kappe mit der Aufschrift "Veto". Damit droht ein politischer Machtkampf zwischen dem Präsidenten und dem künftig demokratisch kontrollierten Kongress.

Auch diese Trump-News sind einen Blick wert:

/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.