Donald Trump: Heiße Aussichten – bei ihm fehlen Trump glatt die Worte

Kurz vor den Midterms hat Donald Trump andere Prioritäten: Statt über Politik spricht der US-Präsident lieber über das Aussehen seiner Minister. Während Pete Hegseth und Marco Rubio Komplimente kassieren, wird Vize JD Vance mit einem dürren Satz abgespeist. Im Netz hagelt es Spott.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Trump kürt seinen Kabinetts-Liebling – Vance bekommt einen Korb. (Foto) Suche
Trump kürt seinen Kabinetts-Liebling – Vance bekommt einen Korb. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin
  • Donald Trump bewertet im Podcast "Pod Force One" das Aussehen seiner Kabinettsmitglieder
  • Trump schwärmt von Hegseth und Rubio, Vance wird abserviert
  • Im Netz sorgt der bizarre Auftritt des US-Präsidenten für Spott und Entsetzen

Während die Zwischenwahlen in den USA unmittelbar bevorstehen, beschäftigt sich der 80-jährige Präsident Donald Trump mit einer ganz anderen Frage: Welches Mitglied seines Kabinetts sieht am besten aus? In einem Interview mit Miranda Devine auf dem Podcast "Pod Force One" der "New York Post" wurde Trump genau das gefragt – und er ließ sich nicht lange bitten.

Donald Trump kürt das attraktivste Mitglied seines Kabinetts

Zur Auswahl standen Vizepräsident JD Vance, Außenminister Marco Rubio, Finanzminister Scott Bessent und Verteidigungsminister Pete Hegseth. Statt die Frage abzuwiegeln, stürzte sich Trump bereitwillig in die Bewertung seiner engsten Mitarbeiter. "Du wirst mir großen Ärger einhandeln, wenn du mir solche Fragen stellst", warnte er zwar – antwortete dann aber trotzdem ausführlich.

Hegseth hui, Rubio heiß – Trump lässt Vance beim Kabinetts-Ranking abblitzen

Trumps erste Wahl fiel auf Verteidigungsminister Pete Hegseth. "Pete ist ein gutaussehender Typ", befand der Präsident. Danach wandte er sich Außenminister Marco Rubio zu, den er als "wirklich großartigen, heißen Politiker" bezeichnete – zumindest in dem Sinne, dass der 55-Jährige hervorragende Arbeit leiste.

Für seinen Vizepräsidenten JD Vance blieb lediglich ein Nachsatz übrig: "JD, dasselbe", sagte Trump knapp. "Die machen alle einen tollen Job." Eine eigenständige Würdigung sah anders aus.

Besonderes Lob erhielt hingegen Finanzminister Scott Bessent, den Trump als Idealbesetzung aus dem "Central Casting" beschrieb. "Wenn ich einen Film über das Finanzministerium drehen würde, würde ich ihn für die Hauptrolle nehmen", so der Präsident.

Trumps Obsession mit dem Aussehen kennt keine Grenzen

Trumps Kommentare über das Aussehen seiner Kabinettsmitglieder sind dabei kein Einzelfall. In den letzten Wochen vor den Midterms fielen Trumps Kommentare über das Äußere seiner Verbündeten immer wieder auf. Bei einer Kundgebung am 12. Oktober in Youngstown schwärmte er etwa über Senator Jon Husted, einen ehemaligen Football-Trainer. Nachdem er erfahren hatte, dass Husted einst ein All-American Defensive Back an der University of Dayton war, habe er ihn genauer gemustert. "Ich habe ihn von oben bis unten angeschaut. Ich habe mir seinen Hintern angeschaut und das Ganze – und dann seine Hände", erzählte Trump seinen Anhängern. Die Bemerkung ging viral.

Auch mit sich selbst geht der Präsident in Sachen Optik nicht gerade bescheiden um: Erst kürzlich teilte er auf Truth Social erneut eine Bildmontage, die sein Gesicht neben das von Elvis Presley stellte – ein Vergleich, den er seit Jahren pflegt.

"Wann endet dieser Albtraum?" – Trump erntet Spott im Netz

Im Netz sorgte der Interviewausschnitt für heftige Reaktionen. Der Trump-kritische Account "Republicans against Trump" teilte den Clip auf Instagram – und die Kommentare fielen vernichtend aus. "Er lebt in der bizarren Welt", schrieb ein Nutzer. Andere zeigten sich fassungslos: "Was zum Teufel ist mit den Leuten los. Wie sind wir hier bloß gelandet", hieß es in einem weiteren Kommentar.

Mehrere Nutzer bezeichneten die gesamte Szene als beschämend – sowohl die Frage als auch die bereitwillige Antwort des Präsidenten. "Wow, was für eine unglaublich peinliche Frage", kommentierte jemand. Der Grundtenor vieler Reaktionen ließ sich in einem Satz zusammenfassen: "Ich will einen normalen Präsidenten. Das ist ein Albtraum."

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