Donald Trump: Panik vor den Midterms - Insider warnt vor gefährlichem Trump-Plan

Trump droht bei den Midterms ein Wahldebakel. Doch eine Niederlage könnte brandgefährliche Folgen haben: Ein Insider warnt vor einem drastischen Iran-Plan des US-Präsidenten. Droht dem Nahen Osten eine neue Eskalation?

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Angst vor Wahldebakel: Plant Trump nach den Midterms den großen Iran-Knall? (Foto) Suche
Angst vor Wahldebakel: Plant Trump nach den Midterms den großen Iran-Knall? Bild: picture alliance/dpa/AP | J. Scott Applewhite
  • Trump droht Wahlschlappe bei den Midterms
  • Insider befürchtet gefährlichen Iran-Angriff bei Wahlniederlage
  • Experten warnen vor möglichem Iran-Knall nach den Midterms

Donald Trump könnte die Nerven verlieren – und das ausgerechnet dann, wenn es für ihn innenpolitisch richtig ungemütlich wird. Kurz vor den entscheidenden US-Zwischenwahlen sorgt eine brisante Warnung aus Regierungskreisen für Aufsehen: Sollte der Republikaner eine empfindliche Wahlniederlage kassieren, könnte er mit einem massiven Militärschlag gegen den Iran reagieren. Ein riskantes Machtspiel, das den gesamten Nahen Osten in eine neue Eskalation stürzen könnte, wie unter anderem das US-Portal "Raw Story" berichtet.

 

Trump vor den Midterms: Insider warnt vor gefährlichem Iran-Plan

Wie der Journalist Barak Ravid vom US-Nachrichtenportal "Axios" berichtet, soll ein namentlich nicht genannter US-Regierungsbeamter vor den möglichen Folgen einer Wahlschlappe gewarnt haben. Demnach könnte Trump besonders drastisch reagieren, sollte er sich nach dem Wahlergebnis "gedemütigt oder entmachtet" fühlen.

Der Insider befürchtet offenbar, dass der Präsident in diesem Fall "etwas Kühnes tun" werde. Die Warnung richtet sich dem Bericht zufolge auch unmittelbar an Teheran. Die Botschaft an die iranische Führung: "Ihre beste Chance auf einen Deal ist jetzt."

Die Republikaner müssen bei den Zwischenwahlen am Dienstag, dem 3. November, um ihre Mehrheiten bangen. Ein politischer Rückschlag könnte Trump zusätzlich unter Druck setzen. Dabei hatte der Präsident bereits angekündigt, dass die USA vor dem Wahltag keine neuen Angriffe auf den Iran starten würden. Weitere Angriffe nach den Wahlen schloss er damit allerdings nicht aus.

 

Friedensplan aus Katar: Iran stellt sich quer

Während die Warnungen vor einer militärischen Eskalation lauter werden, laufen die diplomatischen Bemühungen weiter. Katarische Vermittler übermittelten Teheran einen neuen Entwurf für eine Friedensvereinbarung. Ein hochrangiger iranischer Vertreter bezeichnete die Vorschläge jedoch als inakzeptabel.

Von einem endgültigen Abbruch der Gespräche kann allerdings keine Rede sein: Noch am Sonntag, dem 1. November, setzten iranische Vertreter und katarische Vermittler ihre Gespräche in Doha fort. Eine Einigung gibt es bislang nicht. Vor allem die unterschiedlichen Vorstellungen über das iranische Atomprogramm und die amerikanische Blockade sorgen für Streit.

"Verrückter König" – Experten streiten über Trumps Motive

Die Warnung löste unter Analysten und Kommentatoren eine hitzige Debatte aus. Howard Forman, Professor an der Yale University, verwies auf die sogenannte "Mad King"-Theorie – die Vorstellung, dass ein als unberechenbar wahrgenommener Anführer dadurch an Abschreckungskraft gewinnt. "Die Theorie des verrückten Königs könnte die richtige sein. Aber so traurig für unser Land", schrieb Forman.

Josh Marshall, Chefredakteur von "Talking Points Memo", deutete Trumps Verhalten als eine Art Selbstberuhigung der Exekutive: Ein Machtverlust im Inland treibe den Präsidenten dazu, sich auf Bereiche zu konzentrieren, in denen seine Autorität nahezu unbegrenzt sei.

Der ehemalige Obama-Berater Tommy Vietor hingegen wies die Warnung als gezielte Propaganda zurück. Die Aussagen seien nichts weiter als ein Druckmittel, um Teheran zur Annahme der amerikanischen Bedingungen zu bewegen.

 

Droht nach den Midterms der große Iran-Knall?

Die entscheidende Frage lautet nun, wie Trump auf das Wahlergebnis reagiert. Sollte die Republikanische Partei deutliche Verluste erleiden, könnte der Präsident versucht sein, außenpolitisch Stärke zu demonstrieren. Ob daraus tatsächlich ein neuer großangelegter Militäreinsatz gegen den Iran folgt, ist allerdings offen.

Die Warnung des anonymen Regierungsbeamten zeichnet ein beunruhigendes Szenario. Gleichzeitig zeigen die laufenden Gespräche in Katar, dass eine diplomatische Lösung noch nicht vom Tisch ist. Zwischen Friedenshoffnung und militärischer Drohkulisse steht damit eine gefährliche Woche bevor.

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