Barack Obama : Obama verspottet Trumps Gold-Wahn – jetzt schlägt der US-Präsident zurück

Barack Obama macht sich über Donald Trumps goldene Pracht im Weißen Haus lustig – und trifft damit einen Nerv. Der US-Präsident holt zum Gegenschlag aus, während seine Parteifreunde plötzlich eine Restaurantkette verteidigen.

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Donald Trump und Barack Obama werden in diesem Leben wohl keine Freunde mehr. (Foto) Suche
Donald Trump und Barack Obama werden in diesem Leben wohl keine Freunde mehr. Bild: picture alliance / dpa | Michael Reynolds
  • Obama verspottet Trumps goldene Umbauten im Weißen Haus mit einem Cheesecake-Factory-Vergleich
  • Trump verteidigt die Renovierungsarbeiten und verweist auf seine handwerklichen Fähigkeiten
  • Republikaner rücken die Restaurantkette in den Mittelpunkt – Jen Psaki sieht darin ein Ablenkungsmanöver

Ein Seitenhieb, der sitzt – zumindest sorgt er für reichlich Gesprächsstoff: Barack Obama hat Donald Trump wegen der luxuriösen Umbauten im Weißen Haus verspottet. Mit einem bissigen Vergleich zog der frühere US-Präsident über den Gold-Prunk seines Nachfolgers her. Trump ließ den Spott nicht unbeantwortet. Doch statt über Obamas Kritik an den Renovierungen wird nun auch über eine Restaurantkette gestritten, wie unter anderem das US-Portal "Raw Story" berichtet.

Barack Obama verspottet Trumps Gold-Prunk im Weißen Haus

Bei einem Wahlkampfauftritt in Cleveland im US-Bundesstaat Ohio nahm Obama die Veränderungen am Amtssitz des Präsidenten aufs Korn. Dabei steht der Ex-Präsident auch wegen seiner Unterstützung für den umstrittenen Senatskandidaten Abdul El-Sayed in der eigenen Partei unter Beschuss."Was soll das ganze Gold?", fragte er sein Publikum. Das Weiße Haus sehe inzwischen aus, "als hätte Saddam Hussein eine Cheesecake Factory eröffnet – überall nur Gold."

Auch Trumps Interesse an der Inneneinrichtung bekam sein Fett weg. "Er sollte bei HGTV auftreten", spottete Obama. Der frühere Präsident spielte damit unter anderem auf den neuen Ballsaal, Veränderungen am Rosengarten und einen Hubschrauberlandeplatz auf dem Südrasen an. Seine Kritik zielte auf den aus seiner Sicht übertriebenen Prunk der Umbauten.

Trump verteidigt seine Umbauten – und schießt gegen Obama

Trump ließ den Seitenhieb nicht auf sich sitzen. Bei einem Wahlkampfauftritt in Corinth im Bundesstaat Mississippi widmete er den Renovierungen mehrere Minuten. Er habe das Weiße Haus mit erfahrenen Handwerkern instand setzen lassen und betonte: "Ich repariere Dinge sehr gut und sehr schön." Weiter polterte er: "Sag Obama Folgendes – das Weiße Haus ist ein Symbol für Amerika! Es war schmutzig, dreckig und kaputt! Die Fenster waren gesprungen."

Auch bei einem Pressegespräch verteidigte der Präsident seine Arbeit. Das Weiße Haus müsse sauber und in gutem Zustand sein. 

Republikaner verteidigen Cheesecake Factory

Bemerkenswert war, was Trumps Verbündete an Obamas Spott am meisten störte – und was nicht. Den Vergleich mit dem irakischen Diktator Saddam Hussein ließen sie weitgehend unkommentiert. Stattdessen deuteten sie den Witz kurzerhand zur Beleidigung einer beliebten Restaurantkette und ihrer Kundschaft um.

Das Ergebnis: Finanzminister Scott Bessent, Hedgefonds-Multimillionär, ließ sich demonstrativ vor einer Washingtoner Cheesecake-Factory-Filiale filmen und nutzte so die Gelegenheit, um gegen Obama auszuteilen.

Jen Psaki sieht Ablenkungsmanöver hinter der Empörung

Die frühere Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, sieht in der Debatte eine Ablenkung von Obamas eigentlicher Kritik. In ihrer MSNBC-Sendung erklärte sie, der Witz habe "nichts mit der Qualität der Speisekarte zu tun" gehabt, sondern mit "dem ganzen Gold, der ganzen Geldmacherei, der ganzen Korruption."

Obama hatte nicht nur Trumps Einrichtungsstil verspottet, sondern auch dessen politische Prioritäten infrage gestellt: Während der Präsident Millionen und Zeit in Umbauten investiere, seien die Lebenshaltungskosten für viele Amerikaner ein zentrales Problem. Diese Kritik steht im Mittelpunkt des Schlagabtauschs vor den US-Midterms am 3. November 2026.

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