Donald Trump: Trump redet sich in Rage - Moderator muss ihn abwürgen

Eigentlich sollte es ein entspanntes Gespräch beim Haussender Fox News werden. Doch Donald Trump wollte am Telefon einfach nicht aufhören zu reden. Moderator Larry Kudlow blieb schließlich nur ein drastischer Schritt: Er unterbrach den US-Präsidenten mitten im Satz.

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Donald Trump redet ohne Ende: Larry Kudlow unterbricht US-Präsident bei Fox News. (Foto) Suche
Donald Trump redet ohne Ende: Larry Kudlow unterbricht US-Präsident bei Fox News. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Donald Trump redet bei Fox-News-Interview ohne Ende
  • Moderator Larry Kudlow muss Telefoninterview schließlich abbrechen
  • Doch US-Präsident Trump denkt nicht ans Aufhören

Es war ein Auftritt, den sich Donald Trump vermutlich anders vorgestellt hatte: Bei seinem Haussender Fox News geriet ein Telefoninterview am Sonntagmorgen völlig außer Kontrolle – allerdings nicht wegen kritischer Fragen, sondern weil der 80-jährige Präsident schlicht nicht aufhören wollte zu reden.

Trump hört einfach nicht auf zu reden: Fox-News-Moderator greift zur Notbremse

Moderator Larry Kudlow, der die Sendung "Sunday Morning Futures" vertretungsweise präsentierte, versuchte mehrfach vergeblich, das Gespräch zu einem Ende zu bringen. Trump ignorierte sämtliche Signale und sprang stattdessen minutenlang von Thema zu Thema, wie "The Daily Beast" berichtete. Am Ende blieb dem sichtlich gequälten Kudlow nur eine Option: Er fiel dem Präsidenten mitten im Satz ins Wort und beendete die Sendung kurzerhand selbst.

Larry Kudlow versucht verzweifelt, das Trump-Interview zu beenden

Der erste Versuch, das Gespräch zu beenden, scheiterte bereits nach einer Lobeshymne Trumps auf seinen Gastgeber. Er nannte den 79-jährigen Kudlow "einen meiner besten Schüler aller Zeiten" und erklärte, er sei "stolz" auf ihn. Kudlow bedankte sich artig und bat den Präsidenten, mit einer optimistischen Botschaft abzuschließen.

Statt den Hinweis aufzugreifen, startete Trump einen fast zweiminütigen Monolog. Er sprach über seinen Einsatz im Midterm-Wahlkampf, prahlte mit Wirtschaftswachstum, niedrigen Kriminalitätsraten und dem Wiederaufbau des Militärs. Kudlow reagierte auf jede neue Behauptung nur noch mit einem knappen "Ja" – während er sichtlich nervös auf seinem Stuhl hin und her rutschte und offenbar die Sendezeit im Blick behielt.

"Ich kriege Ärger" – Kudlowmuss Trump-Telefonat abrupt beenden

Während Trump gerade über Waffenverkäufe an Europa und die Ukraine-Politik seines Vorgängers Joe Biden dozierte, griff Kudlow schließlich durch. Mitten im Satz unterbrach er den Präsidenten mit den Worten: "Ich muss Sie jetzt gehen lassen. Ich werde Ärger bekommen. Viel Glück!"

Donald Trump beendet Fox-News-Interview mit Komplimenten

Trump zeigte sich davon wenig beeindruckt und konterte schlagfertig: "Larry, wir sind das heißeste Land auf der ganzen Welt, und du hast gerade gute Einschaltquoten bekommen – also werden sie dich nicht belangen." Anstatt sich zu verabschieden, setzte der Präsident noch einen drauf und überschüttete seinen Gastgeber erneut mit Komplimenten: "Ich bin stolz auf dich, Larry! Ich bin stolz auf dich." Kurz darauf wurde die Leitung abrupt gekappt.

Kudlow rettet die Situation mit Humor

Nachdem Trumps Leitung abrupt verstummt war, herrschte für einen kurzen Moment Stille im Studio. Kudlow rang sich ein Lachen ab, bevor er sich wieder fasste und die Situation mit entwaffnender Gelassenheit kommentierte: "Ich unterhalte mich gern mit ihm. Alte Freunde." Der ehemalige Vorsitzende des Nationalen Wirtschaftsrats unter Trump wählte damit den diplomatischsten aller möglichen Ausgänge.

Was als reguläres Sonntagsinterview geplant war, dürfte als einer der kuriosesten Momente der jüngeren Fox-News-Geschichte in Erinnerung bleiben: Ein Moderator, der seinen eigenen Präsidenten nicht bremsen konnte, ein Staatsoberhaupt, das jeden Hinweis auf die ablaufende Sendezeit konsequent überhörte – und ein Abschied, der mehr nach Notlandung als nach geordnetem Sendeschluss klang.

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/news.de/stg

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