J.D. Vance: Rassismus-Eklat mitten auf der Bühne - Trump-Vize entsetzt mit Urteil
Eklat am Rednerpult. Bei einer Wahlkampfveranstaltung erklärt J.D. Vance einen Protestierenden kurzerhand zum illegalen Einwanderer. Es ist nicht das erste Mal, dass der Trump-Vize Menschen anhand ihres Aussehens in Schubladen steckt.
Von news.de-Redakteurin Sarah Baumann-Rüster - Uhr
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- J.D. Vance entsetzt mit Rassismus-Eklat bei Wahlkampfrede
- Trump-Vize spottet über Protest bei Wahlkampfrede
- J.D. Vance fällt mit Rassismus-Kommentaren auf
- Trump und Vance wollten die Epstein-Akten veröffentlichen
Bei einer Wahlkampfveranstaltung in North Carolina hat US-Vizepräsident J.D. Vance, der zuletzt bereits mit einem fragwürdigen Auftritt für Schlagzeilen gesorgt hatte, einen Protestierenden mit einer rassistischen Anspielung als illegalen Einwanderer verunglimpft. Der Mann hatte während Vances Rede lautstark die Freigabe der Epstein-Akten gefordert und "Gott schütze unsere Kinder" gerufen. Videos beim Netzwerk X dokumentieren den Vorfall - auch bei Instagram verbreitet sich die Szene.
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J.D. Vance entsetzt mit Rassismus-Eklat bei Wahlkampfrede
Vance war bei dem Event aufgetreten, um den republikanischen Senatskandidaten Michael Whatley für North Carolina zu unterstützen. Der Vorfall ereignete sich, als J.D. Vance gerade die Biden-Regierung attackierte und ihr vorwarf, das Land "jahrelang dem Woke-Wahnsinn ausgesetzt" zu haben. Ein Mann, der hinter dem Vizepräsidenten im Publikum stand, erhob sich und forderte lautstark die Herausgabe der Epstein-Dokumente. Statt auf den Inhalt des Protests einzugehen, machte J.D. Vance einen vermeintlichen Witz über illegale Grenzübertritte - offenbar weil der Demonstrant "nicht weiß" war, wie "The Daily Beast" schreibt.
Trump-Vize spottet über Protest bei Wahlkampfrede
Während Sicherheitskräfte den Demonstranten aus der Menge führten, skandierten Vances Anhänger "U-S-A"-Sprechchöre. Der US-Vizepräsident drehte sich um, beobachtete die Szene - und setzte dann zu seinem Kommentar an:
- "Meine Damen und Herren, ich muss etwas korrigieren, das ich vorhin gesagt habe: Ich sagte, wir hätten null illegale Grenzübertritte in den Vereinigten Staaten gehabt. Aber einer ist doch nicht schlimm, oder?"
Das Publikum quittierte die Bemerkung mit Gelächter. Anschließend stellte Vance den Protestierenden in eine Reihe mit "Betrügern, Kriminellen und illegalen Einwanderern" und kontrastierte diese mit den "amerikanischen Bürgern", denen die Regierung eigentlich dienen solle.
J.D. Vance fällt mit Rassismus-Kommentaren auf
Es ist nicht das erste Mal, dass Vance mit rassistisch aufgeladenen Äußerungen auffällt. Bereits während des Präsidentschaftswahlkampfs 2024 - damals noch als Senator aus Ohio - verbreitete er die absurde Behauptung, haitianische Einwanderer in Springfield, Ohio, würden Haustiere der Anwohner stehlen und verspeisen. Die Geschichte erwies sich als unbegründet - und Vance gab das sogar selbst zu.
In einem Live-TV-Interview räumte er später ein, die Geschichten schlicht konstruiert zu haben, um mediale Aufmerksamkeit zu erzeugen. Er sei bereit gewesen, "Geschichten zu erfinden", um in die Schlagzeilen zu kommen, so Vance damals wörtlich. Dass der Vizepräsident nun erneut einen Menschen offenbar aufgrund seiner Hautfarbe reflexartig als illegalen Einwanderer abstempelt, fügt sich nahtlos in dieses Muster ein.
Trump und Vance wollten die Epstein-Akten veröffentlichen
Besonders brisant an dem Vorfall ist der Hintergrund der Forderung des Protestierenden. Denn sowohl Trump als auch Vance hatten im Wahlkampf vollmundig angekündigt, sämtliche Dokumente rund um Jeffrey Epstein vollständig zu veröffentlichen. Die tatsächliche Umsetzung geriet jedoch zum Fiasko. In einem Gespräch mit Podcaster Joe Rogan gestand Vance im Juli ein, dass die Regierung bei der Kommunikation "komplett versagt" habe. Die Schuld dafür schob er auf die damalige Justizministerin Pam Bondi, die "übertrieben dargestellt" habe, welche Unterlagen tatsächlich vorlagen und welche nicht.
Gleichzeitig wies Vance den Verdacht zurück, hinter dem Kommunikationsdesaster stecke eine gezielte Vertuschung. "Glaube ich, dass wir bei der Kommunikation versagt haben, weil wir etwas verbergen wollten? Nein", erklärte er gegenüber Rogan. Dass ein Bürger nun genau diese Freigabe einfordert und dafür als illegaler Einwanderer diffamiert wird, dürfte die Glaubwürdigkeit des Vizepräsidenten in dieser Frage kaum stärken.
Protestwelle bei Trump-Veranstaltungen nimmt zu
Der Zwischenfall in North Carolina reiht sich in eine wachsende Serie von Störaktionen bei Auftritten der Trump-Regierung ein. Erst Anfang Oktober unterbrachen mehr als ein Dutzend Demonstranten eine Rede des US-Präsidenten bei seinem Auftritt in San Antonio, Texas. Dort kam es auch zu einem gewaltsamen Übergriff: Ein Trump-Anhänger attackierte einen Protestierenden körperlich, zerrte ihn an den Haaren und riss ihn zu Boden, bevor andere Unterstützer die beiden trennten.
Trumps erste Worte nach der Attacke ließen jede Distanzierung vermissen. Stattdessen fragte er sein Publikum: "Lasst mich euch etwas fragen: Gibt es irgendetwas, das mit einem Trump-Rally vergleichbar ist? Ich glaube nicht." Eine Verurteilung der Gewalt gegen den Demonstranten blieb aus.
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sba/news.de/stg
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