Donald Trump: Chaos bei Trump-Rede – US-Präsident von Demonstranten ausgebremst

Bei Donald Trumps Wahlkampfauftritt in Kansas ist es wiederholt laut geworden: Mindestens fünfmal unterbrachen Demonstranten die Rede des US-Präsidenten. Trump reagierte mit Spott – und behauptete, die Protestierenden würden bezahlt.

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Donald Trump bei Wahlkampfauftritt in Kansas ausgebremst – dann greift er zu einer ungewöhnlichen Reaktion. (Foto) Suche
Donald Trump bei Wahlkampfauftritt in Kansas ausgebremst – dann greift er zu einer ungewöhnlichen Reaktion. Bild: picture alliance/dpa/AP | Charlie Riedel
  • Demonstranten stören Trumps Rede bei Wahlkampfauftritt in Kansas
  • Der Präsident bezeichnete die Protestierenden als angeblich bezahlte Demonstranten und machte sich über sie lustig
  • Trump warb in Kansas für den republikanischen Senator Roger Marshall

Donald Trump will seine Anhänger auf die bevorstehenden Zwischenwahlen einschwören – doch bei seiner Wahlkampfveranstaltung in Kansas kommt er immer wieder aus dem Redefluss. Mindestens fünfmal unterbrachen Demonstranten am Montagabend (19. Oktober) seine Ansprache in der Nähe von Wichita. Der US-Präsident ließ sich davon wenig anmerken und nutzte die Zwischenfälle für spöttische Kommentare, wie etwa "Raw Story" berichtet.

Donald Trump bei Wahlkampfauftritt erneut von Demonstranten unterbrochen

"Das sind bezahlte Demonstranten, wisst ihr!", rief Trump seinen Anhängern zu. "Und es ist tatsächlich sehr gefährlich."

Belege für seine Behauptung legte der Präsident nicht vor. Dennoch behauptete er, die jungen Protestierenden würden 250 Dollar für ihre Aktionen erhalten – nur um anschließend verhaftet zu werden und sich damit ihre Zukunft zu verbauen. Im Publikum reagierten zahlreiche Zuschauer mit Buhrufen. Einige Anhänger zeigten den abgeführten Störern den Mittelfinger.

Trump kommt in Kansas nicht zum Reden – dann spottet er über die Störer

Auch bei den folgenden Unterbrechungen ließ Trump die Gelegenheit für bissige Bemerkungen nicht aus. Als ein weiterer Demonstrant aus dem Saal begleitet wurde, kommentierte er trocken: "Da geht noch einer."

Zugleich rief er seine Anhänger dazu auf, wählen zu gehen, "damit wir solche Idioten loswerden können!"

Besonders spöttisch reagierte Trump auf die mögliche Berichterstattung über die Zwischenfälle. "Zweieinhalb Leute haben das gemacht, und morgen wird die Schlagzeile lauten: 'Trump musste sich durch massiven Protest kämpfen", sagte er.

Als Trump bei der fünften Unterbrechung gerade über Joe Biden und Barack Obama sprach, stoppte der US-Präsident seine Ausführungen und pumpte stattdessen mit der Faust.Anschließend lobte er die Sicherheitskräfte, die den Demonstranten aus dem Saal begleiteten.Es ist nicht das erste Mal, dass Trump bei einem Wahlkampfauftritt gegen Störer austeilt. Bei einer Rede in Ohio beschimpfte er einen Zwischenrufer und bezeichnete ihn kurzerhand als "Abschaum".

Wahlkampf in Kansas: Trump unterstützt Senator Roger Marshall

Mit seinem Auftritt wollte Trump den republikanischen Senator Roger Marshall im Rennen gegen den demokratischen Herausforderer Adam Hamilton unterstützen. Der Wahlkampf gilt als ungewöhnlich umkämpft: Kansas hat seit 1932 keinen demokratischen Senator mehr gewählt. Bei der Präsidentschaftswahl 2024 gewann Trump den Bundesstaat mit rund 16 Prozentpunkten Vorsprung.

Die bevorstehenden Zwischenwahlen am 3. November erhöhen den Druck auf die Republikaner. Marshall und Hamilton werben um Stimmen und finanzielle Unterstützung. Trump versuchte deshalb, die Wahl zu einer Entscheidung über seine politische Agenda zu machen.

Trump droht Europa mit US-Rückzug

Neben dem Wahlkampf griff Trump auch die jüngsten Unruhen in Frankreich auf. Er machte Migration für die Gewalt verantwortlich und drohte Europa mit einem möglichen Rückzug der USA.

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