Donald Trump: Prügel-Eklat bei Wahlkampf-Rede - Trump-Auftritt eskaliert vor laufender Kamera
Prügel-Eklat bei Donald Trumps Wahlkampfauftritt in Texas! Ein MAGA-Anhänger reißt einen Demonstranten zu Boden. Gleichzeitig wird der US-Präsident immer wieder von lautstarken Protesten unterbrochen.
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster - Uhr
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- Protest-Chaos überschattet Trump-Rede in Texas
- Trump-Anhänger geht körperlich gegen einen Demonstranten vor
- Texas wackelt - die Republikaner fürchten um ihre einst sichere Hochburg
Bei einer Wahlkampfveranstaltung in San Antonio versank Donald Trumps Auftritt am Mittwochabend im Chaos. Mehr als ein Dutzend Demonstranten störten die Rede des 80-jährigen Präsidenten – einer davon offenbar in unmittelbarer Bühnennähe.
Trump-Auftritt eskaliert: MAGA-Anhänger reißt Demonstranten zu Boden
Besonders brisant: Die C-SPAN-Kameras fingen nicht nur die zahlreichen leeren Ränge in der Veranstaltungshalle ein, sie dokumentierten auch, wie ein älterer Mann mit roter MAGA-Mütze einen Demonstranten von hinten am Hemd packte, ihm an den Haaren zog und ihn zu Boden riss, wie etwa "The Daily Beast" berichtet. Erst andere Trump-Anhänger konnten den Angreifer von seinem Opfer wegziehen.
Trump verhöhnt Demonstranten nach Tumult
Trump selbst unterbrach seine Ansprache kurz, kehrte dann ans Mikrofon zurück und verhöhnte den Demonstranten: "Er geht jetzt nach Hause zu Mama. Aber was er nicht weiß – seine Mama hat Trump gewählt." Die übrigen Störer bezeichnete er als "wirklich schlecht aussehende Leute" und behauptete, sie seien bezahlt worden. Die Menge antwortete mit "USA"-Sprechchören.
Wahlkampf-Alarm für Trump: Texas droht den Republikanern zu entgleiten
Die chaotischen Szenen in San Antonio sind Symptom einer weitaus größeren Krise für die Republikaner. Trumps Zustimmungswerte befinden sich im freien Fall, befeuert durch den anhaltenden Konflikt mit dem Iran und explodierende Spritpreise. Selbst Texas – wo Trump 2024 noch mit fast 14 Prozentpunkten Vorsprung gewann – gilt plötzlich als umkämpftes Terrain.
Dass der Präsident innerhalb eines einzigen Monats bereits zum dritten Mal in den bevölkerungsreichsten republikanischen Bundesstaat reisen musste, spricht Bände. Die GOP hatte Texas in diesem Wahljahr eigentlich nicht auf der Rechnung – nun droht bei den Midterms im November eine demokratische Welle, die Trumps Mehrheiten in Repräsentantenhaus und Senat hinwegspülen könnte. Die Reisen quer durchs Land sind Teil eines verzweifelten Last-Minute-Einsatzes für bedrohte Parteikandidaten.
Trump sitzengelassen von Republikaner-Freund Greg Abbott
Wie angespannt die Lage für die Republikaner in Texas ist, zeigte sich auch daran, wer bei Trumps Auftritt im Freeman Coliseum fehlte: Gouverneur Greg Abbott. Der dreimalige republikanische Amtsinhaber, der 2022 noch mit rund elf Prozentpunkten Vorsprung wiedergewählt wurde, ließ sich rund 530 Kilometer entfernt bei der Einweihung eines Krankenhauses blicken.
Die Demokraten ließen sich diese Steilvorlage nicht entgehen. Parteisprecher Jacob Long stichelte laut "The Mirror": "Jahrelang hat Greg Abbott nie gezögert, Donald Trump zu umarmen und ihn einen 'großartigen Freund' zu nennen. Aber jetzt, wo texanische Familien unter Rekordpreisen durch Trumps Zölle und den Iran-Krieg erdrückt werden, hat Greg Abbott plötzlich woanders zu tun."
Abbott steckt selbst in einem unerwartet harten Rennen gegen die demokratische Abgeordnete Gina Hinojosa.
Texas plötzlich im Visier der Demokraten
Den Großteil seiner Rede widmete Trump dem texanischen Senatsrennen. Seinen Schützling Ken Paxton pries er als "vielleicht den großartigsten Generalstaatsanwalt der Vereinigten Staaten" und betonte dessen Loyalität. Deutlich mehr Redezeit verwendete der Präsident allerdings darauf, Paxtons demokratischen Herausforderer James Talarico zu attackieren – den er wiederholt als "Tala-freako" titulierte und mit dem MAD-Magazin-Maskottchen Alfred E. Neuman verglich.
Texas hat seit 1988 keinen Demokraten mehr in den Senat entsandt, doch Talaricos starke Spendeneinnahmen, Trumps schwache Beliebtheitswerte und anhaltende Zweifel an Paxtons Charakter haben das Rennen völlig offen gemacht. Ein kürzlich geleaktes Tonband, auf dem Paxton selbst den Iran-Krieg und die steigenden Spritpreise beklagte, erwähnte Trump mit keinem Wort.
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