Donald Trump: Trump-Auftritt wird zur Pannen-Show - plötzlich findet er den Ausgang nicht
Donald Trump sorgt bei einem Wahlkampfauftritt in Nebraska mit mehreren Versprechern für Aufsehen. Der US-Präsident verwechselt politische Gegner und Verbündete, ringt um den richtigen Begriff und läuft nach seiner Rede zunächst am vorgesehenen Ausgang vorbei.
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster - Uhr
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- Trump verwechselt Nebraskas Gouverneur Jim Pillen mit Tim Walz
- Mehrfach verhaspelt sich der US-Präsident bei seiner rund 90-minütigen Rede
- Nach dem Auftritt läuft Trump am vorgesehenen Bühnenausgang vorbei
Bei einer Wahlkampfveranstaltung im Pinnacle Bank Expo Center im nebraskanischen Grand Island hat US-Präsident Donald Trump am Montag eine fast 90-minütige Rede gehalten – und dabei mit einer ganzen Serie peinlicher Aussetzer für Aufsehen gesorgt. Wie das US-Portal"Daily Beast" berichtet, verhaspelte sich der 80-Jährige mehrfach, verwechselte Namen und fand am Ende nicht einmal den vorbereiteten Bühnenausgang.
Donald Trump völlig verwirrt: US-Präsident blamiert sich mit Peinlich-Aussetzer
Eigentlich sollte der Auftritt republikanische Kandidaten vor den entscheidenden Midterm-Wahlen am 3. November stärken. Stattdessen lieferte Trump Bilder, die seine Kritiker bestätigen dürften. Laut CNN-Analyst Harry Enten ist der Präsident mittlerweile "der unbeliebteste republikanische Präsident seit Herbert Hoover" – ein historischer Tiefpunkt, der die Nervosität in der Partei vor den Kongresswahlen weiter steigern dürfte.
Trump macht aus Jim Pillen plötzlich "Jim Walz"
Besonders auffällig wurde es, als Trump vom Teleprompter abwich. Eigentlich wollte er für Nebraskas Gouverneur Jim Pillen und Senator Pete Ricketts werben und gegen Pillens Herausforderin Lynne Walz austeilen. Dabei bezeichnete er diese als "verrückte Verwandte des in Ungnade gefallenen Minnesota-Gouverneurs" – und nannte dann den "wohl schlechtesten Gouverneur der Geschichte, Jim Walz".
Offenbar hatte Trump den Namen seines eigenen Verbündeten Pillen mit dem des demokratischen Minnesota-Gouverneurs Tim Walz verschmolzen. Sein hastiger Korrekturversuch fiel dürftig aus: "Tim Walz ist der Schlimmste", schob er hinterher. Lynne Walz ist über ihren Ehemann Chris Walz weitläufig mit dem ehemaligen Vizepräsidentschaftskandidaten verwandt – als angeheiratete Cousine dritten Grades. "Sie ist eine Katastrophe, genau wie ihr Onkel oder was auch immer er ist", urteilte Trump. "Die kommen aus einer schlechten Blutlinie."
Namensverwechslung war nicht Trumps einziger Aussetzer
Doch die Namensverwechslung war bei Weitem nicht der einzige Aussetzer des Abends. Als Trump die großen Videobildschirme vor der Veranstaltungshalle beschreiben wollte, scheiterte er am passenden Begriff: "Wir haben gerade die großen, äh, die großen, äh, Tele... Telerons aufgestellt, oder wie auch immer die heißen." Jemand aus seinem Umfeld musste ihm zuflüstern, dass die Bildschirme "Teletron" heißen.
Nicht weniger skurril geriet Trumps Exkurs zur Raketenabwehr im Zusammenhang mit dem Konflikt mit dem Iran. Er beschrieb abgefangene Geschosse in der Straße von Hormus mit einem lautmalerischen "Bing, das war's mit der Rakete". Anschließend erklärte er, dass man für die Bedienung solcher Systeme "ein bisschen schlau sein" müsse – "das ist nichts für Bodybuilder" – und imitierte dabei Gewichtheber-Bewegungen auf der Bühne.
Trump läuft am Bühnenausgang vorbei
Der wohl sinnbildlichste Moment des Abends ereignete sich ganz am Ende. Als Trump seine Rede beendet hatte, war an einer Stelle der Bühne ein Vorhang zur Seite gezogen worden – dahinter warteten bereits Sicherheitskräfte des Secret Service. Doch der Präsident lief einfach daran vorbei, klatschte in die Hände und zeigte sein typisches Daumen-hoch-Zeichen, während er zu den Klängen von "Y.M.C.A." der Village People ziellos die gesamte Bühnenlänge abschritt.
Weitere Secret-Service-Agenten folgten ihm, bis er schließlich einen alternativen Ausgang fand. Die Moderatorin des konservativen "Right Side Broadcast Network", Toria Brooke, kommentierte den Abgang mit einem enthusiastischen "Wow, was für eine Kundgebung" – verstummte dann allerdings kurz, bevor sie den Satz wortgleich wiederholte.
Midterms unter schlechtem Stern
Trumps Auftritt in Grand Island sollte eigentlich Rückenwind für die republikanischen Kandidaten Jim Pillen und Pete Ricketts erzeugen. Doch statt die MAGA-Basis zu mobilisieren, dürfte die Rede vor allem die anhaltende Diskussion über die geistige Verfassung des 80-jährigen Präsidenten neu entfachen. Knapp vier Wochen vor den Kongresswahlen am 3. November kommt das zur denkbar ungünstigsten Zeit.
Die Beliebtheitswerte des Präsidenten befinden sich jüngsten Umfragen zufolge auf dem Tiefpunkt. Ob die zahlreichen Aussetzer von Nebraska die ohnehin angespannte Stimmung in der Partei weiter verschärfen, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Das Weiße Haus hat sich bislang nicht zu Trumps geistigen Aussetzern geäußert.
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sba/news.de/stg
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