Donald Trump: Trump gehen die Leute aus - nächste Vertraute schmeißt hin

Personelle Massenflucht im Weißen Haus: Kurz vor den Midterms verliert Donald Trump einen Vertrauten nach dem anderen. Jetzt wirft die nächste Mitarbeiterin hin – und die Abgangswelle nimmt kein Ende.

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Donald Trump in der Personal-Krise: Nächste Sprecherin verlässt das Weiße Haus. (Foto) Suche
Donald Trump in der Personal-Krise: Nächste Sprecherin verlässt das Weiße Haus. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin
  • Donald Trump in der Personal-Krise
  • Nächste Pressesprecherin schmeißt hin
  • 56 Prozent der Top-Mitarbeiter in Trumps Team sind bereits ausgeschieden
  • Kurz vor den Midterms wächst der interne Frust über Krieg und hohe Preise

Das Weiße Haus blutet personell aus – und zwar in einem Tempo, das selbst für die notorisch turbulente Trump-Ära beispiellos ist. Am Freitag wurde bekannt, dass Pressesprecherin Ellie Acra, gerade einmal 25 Jahre alt, ihren Posten räumt. Die junge Kommunikationsfrau will Washington komplett den Rücken kehren und plant laut "Daily Beast" lieber ihre bevorstehende Hochzeit.

Donald Trump verliert nächste Pressesprecherin

Acra ist dabei nur der jüngste Name auf einer stetig wachsenden Abgangsliste. Die Personalfluktuation unter den Spitzenbeamten im Weißen Haus hat bis Ende September atemberaubende 56 Prozent erreicht – 16 Prozentpunkte mehr als unter Joe Biden im gleichen Zeitraum und der höchste Wert seit der Präsidentschaft Ronald Reagans vor fast vier Jahrzehnten. Einen Monat vor den Midterm-Wahlen am 3. November ein verheerendes Signal für den 80-jährigen Präsidenten.

Das Weiße Haus blutet aus - Mitarbeiter flüchten reihenweise vor Trump

Acras Abgang reiht sich in eine regelrechte Fluchtbewegung ein, die das Kommunikationsteam des Präsidenten besonders hart trifft. Seit Anfang August hat ein Viertel der Führungsriege im Pressestab das Weiße Haus verlassen. Vor Acra hatte bereits Pressesprecherin Karoline Leavitt ihren Posten geräumt – sie wechselte zu MAGA Inc., Trumps einflussreichem Super PAC.

Dorthin zog es auch den stellvertretenden Stabschef James Blair. Doch die Abwanderung beschränkt sich längst nicht auf die Kommunikationsabteilung: Geheimdienstdirektorin Tulsi Gabbard und Chefrechtsberater David Warrington gehören ebenfalls zu den prominenten Abgängen der vergangenen Wochen. Acra selbst war zuletzt in die Schlagzeilen geraten, als sie bei einer Irland-Reise des Präsidenten versuchte, Reporter von Trump fernzuhalten – ein Vorfall, der ihr den wenig schmeichelhaften Spitznamen "blonde Trump-Gehilfin" einbrachte.

Trumps MAGA-Basis zerfällt von innen

Die Gründe für den Massenexodus liegen auf der Hand. Trumps Zustimmungswerte sind auf 34 Prozent abgestürzt – ein Tiefpunkt, den er in keiner seiner beiden Amtszeiten je erreicht hatte. Die Demokraten liegen in den Umfragen zur Kontrolle von Repräsentantenhaus und Senat mit neun Punkten vorn.

Ein ehemaliges Mitglied der Regierung brachte die Lage gegenüber der "Daily Mail" auf den Punkt: "Die ursprüngliche Koalition ist zerbrochen; es gibt Risse in der 'Make America Healthy Again'-Bewegung und der kriegskritischen MAGA-Basis." Viele seien unzufrieden mit dem Kurs der Regierung "zwischen dem Iran-Krieg und steigenden Preisen".

Tatsächlich hatte Trump im Wahlkampf 2024 versprochen, militärische Auslandseinsätze zu beenden und die Wirtschaft anzukurbeln. Stattdessen trieb der von ihm begonnene Iran-Konflikt die Spritpreise auf Rekordniveau und verschärfte die ohnehin grassierende Inflation.

"Sobald der 3. November kommt, ist Armageddon" - Trump droht bittere Wahl-Klatsche

Die Stimmung hinter den Mauern des Weißen Hauses ist entsprechend düster. Wählerinnen und Wähler nennen in Umfragen den Iran-Konflikt und die explodierenden Lebenshaltungskosten als ihre drängendsten Sorgen vor dem Urnengang im November.

"Es gibt eine sehr reale Befürchtung, dass die Midterms für die Republikaner nicht gut ausgehen werden", sagte ein ehemaliger Regierungsbeamter der "Daily Mail" über die vorherrschende Gemütslage. Ein anderer Ex-Mitarbeiter formulierte es noch drastischer: "Sobald der 3. November kommt, ist Armageddon, und dann sind alle weg."

Für Trump, der einst mit dem Versprechen antrat, Amerika aus kostspieligen Kriegen herauszuhalten und die Wirtschaft zu stärken, könnte die Rechnung kaum bitterer ausfallen.

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