Donald Trump: Wutanfall im Oval Office – jetzt fliegt Trump alles um die Ohren

Donald Trump platzt der Kragen! Nach miesen Umfragen, steigenden Benzinpreisen und dem Kennedy-Center-Zoff wächst der Druck auf den US-Präsidenten. Im Oval Office soll er seinem Frust freien Lauf gelassen haben.

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Donald Trump außer sich: Politische Rückschläge setzen den US-Präsidenten unter Druck. (Foto) Suche
Donald Trump außer sich: Politische Rückschläge setzen den US-Präsidenten unter Druck. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin
  • Trump platzt im Oval Office der Kragen
  • Präsident verliert wegen politischer Rückschläge die Nerven
  • Trump soll sich im Oval Office über mangelnde Unterstützung seiner Verbündeten beschwert haben
  • Beim Streit um das Kennedy Center wächst der öffentliche Widerstand gegen den Präsidenten
  • Steigende Benzinpreise und Umfragen setzen Trump mit Blick auf die Midterms zusätzlich unter Druck

Hinter den verschlossenen Türen des Weißen Hauses brodelt es gewaltig. Wie das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Berater, Regierungsbeamte und Personen aus Trumps Umfeld berichtet, ist der 80-jährige Präsident in einem privaten Treffen im Oval Office regelrecht explodiert. Der Auslöser: eine ganze Reihe politischer Rückschläge, die seine Stimmung auf einen Tiefpunkt getrieben haben.

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Wutanfall im Oval Office: Trump fordert mehr Rückendeckung nach politischen Rückschlägen

Besonders erzürnt zeigte sich Trump demnach darüber, dass wichtige Mitglieder seiner Regierung es versäumt hätten, ihn öffentlich ausreichend zu loben. Sinkende Beliebtheitswerte, steigende Lebenshaltungskosten durch den Irak-Konflikt und Massenproteste gegen seine Pläne für das Kennedy Center bilden den explosiven Hintergrund – und das alles weniger als 50 Tage vor den entscheidenden Midterm-Wahlen.

Kennedy Center wird für Trump zum politischen Pulverfass

Der Präsident hat sich regelrecht auf das 1971 eröffnete Kulturzentrum eingeschossen, das einst als Denkmal für den ermordeten Präsidenten John F. Kennedy errichtet wurde. Trump besetzte den Vorstand mit handverlesenen Verbündeten und ließ im vergangenen Dezember sogar seinen eigenen Namen an der Fassade anbringen – bis ein Gericht im Juni dessen Entfernung anordnete.

Im August drohte seine Regierung dann mit dem kompletten Abriss des Gebäudes und dessen Ersatz durch ein Freiluft-Amphitheater, sofern es nicht für zweijährige Renovierungsarbeiten geschlossen werde. Das Gebäude sei "strukturell marode" und eine "Peinlichkeit für die Hauptstadt". Vergangene Woche wurde Trump zudem an Bord der Air Force One mit einem Poster fotografiert, auf dem offenbar "Kennedy Center" und "ABGERISSEN" zu lesen war.

Die Antwort der Öffentlichkeit ließ nicht lange auf sich warten: Am Wochenende bildeten Tausende Demonstranten eine Menschenkette rund um das ikonische Kulturhaus. Auf ihren Schildern stand unter anderem: "Du bist kein Jack Kennedy" und "Hände weg von der Kunst."

Wähler wollen Trump an die Leine legen

Die Umfragewerte des Präsidenten senden ein unmissverständliches Warnsignal. Eine kürzlich veröffentlichte Erhebung der "New York Times" ergab, dass 49 Prozent der wahrscheinlichen Wähler Kandidaten bevorzugen, die Trump in Schach halten würden. Lediglich 26 Prozent wünschen sich Abgeordnete, die den Präsidenten unterstützen – 21 Prozent gaben an, ihnen sei das Thema gleichgültig.

Noch bitterer für das Weiße Haus: Bei nahezu sämtlichen Sachthemen genießen die Demokraten knapp sieben Wochen vor dem Wahltag mehr Vertrauen als die Republikaner. Das gilt selbst für die klassischen MAGA-Kernbereiche Einwanderung und Wirtschaft – Felder, auf denen Trumps Partei traditionell punkten konnte. Für die anstehenden Midterms verheißt das nichts Gutes.

Benzinpreise explodieren – und Trumps Basis wird unruhig

Der militärische Konflikt mit dem Irak schlägt sich mittlerweile direkt an den Zapfsäulen nieder. Laut dem Automobilclub AAA liegt der durchschnittliche Benzinpreis in den USA aktuell bei 4,48 Dollar pro Gallone. In Hawaii, Kalifornien und Washington müssen Autofahrer sogar mehr als fünf Dollar berappen.

Für Trump wird das zunehmend zum politischen Problem: Seine eigenen Berater haben ihn dem "Wall Street Journal" zufolge davor gewarnt, dass der andauernde Krieg ihn von seiner konservativen Stammwählerschaft entfremde – ausgerechnet im Vorfeld der kritischen Midterm-Wahlen. Die steigenden Lebenshaltungskosten treffen genau jene Bevölkerungsschichten, die einst zu Trumps treuesten Unterstützern zählten.

Trumps Krieg gegen die Medien – und die eigenen Leute

Parallel zu seinen politischen Baustellen hat der Präsident am vergangenen Freitag gleich drei Medienorganisationen den Zugang entzogen – per Wutausbruch auf Truth Social. Trumps genereller Ärger über die Berichterstattung scheint dabei keine Grenzen zu kennen.

Doch nicht nur die Presse bekommt seinen Unmut zu spüren. Hinter den Kulissen habe Trump seinen Mitarbeitern unmissverständlich klargemacht, dass ihm politische Verbündete fehlten, die ihn im Fernsehen verteidigten und die Erfolge seiner zweiten Amtszeit herausstellten, so das "Wall Street Journal". Der Präsident verlange schlicht mehr öffentliche Rückendeckung – während ihm gleichzeitig die Argumente dafür zunehmend ausgehen.

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