Donald Trump: "Er ist ein instabiles Individuum" - Mediziner fordert Trump-Ärzte zum Handeln auf

Ein Nobelpreis-Psychiater schlägt Alarm! Nach Trumps bizarren KI-Bildern mit Atompilzen fordert er jetzt seine Ärzte auf, die Wahrheit über den Gesundheitszustand des US-Präsidenten öffentlich zu machen.

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Donald Trump sorgt mit KI-Atomfantasien für Alarm – jetzt sollen seine Ärzte auspacken. (Foto) Suche
Donald Trump sorgt mit KI-Atomfantasien für Alarm – jetzt sollen seine Ärzte auspacken. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Nobelpreis-Psychiater Henry David Abraham fordert Trumps Ärzte zum Handeln auf
  • Auslöser sind unter anderem KI-Bilder des US-Präsidenten mit Atomwaffen-Szenario
  • Das Weiße Haus weist die Vorwürfe scharf zurück

Ein mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneter Psychiater schlägt Alarm: Dr. Henry David Abraham fordert die behandelnden Ärzte von US-Präsident Donald Trump auf, Details über dessen Gesundheitszustand öffentlich zu machen. Der Anlass ist brisant – und bizarr zugleich.

Donald Trumps verstörende KI‑Atomfantasien besorgen Mediziner

Trump hatte im Mai auf Truth Social eine Serie von KI-generierten Bildern veröffentlicht, die ihn in einem Kommandozentrum im Weltraum zeigten. Auf einem der Bilder drückt er einen großen roten Knopf, während um ihn herum Explosionen und Atompilze aufsteigen. Für Abraham, der den Nobelpreis für seine Arbeit mit der Organisation "International Physicians for the Prevention of Nuclear War" erhielt, sind diese Posts weit mehr als geschmacklose Spielerei – sie seien ein Warnsignal, das sofortiges Handeln der medizinischen Fachwelt erfordere, wie er dem "The Daily Beast" zufolge gegenüber der britischen Zeitung "The i Paper" erklärte.

"Er ist ein instabiles Individuum" - Dr. Henry David Abraham warnt vor Trump

Abrahams Urteil über den 80-jährigen Staatschef fällt vernichtend aus. "Er ist ein instabiles Individuum mit absoluter Kontrolle über das amerikanische Atomwaffenarsenal", sagte der Psychiater. Trump sei zudem von unkontrollierbaren "Wutanfällen" geplagt, die er nicht unterdrücken könne.

Abraham gehörte im Mai zu Dutzenden führenden Psychiatern, die Trump in einer gemeinsamen Erklärung als "geistig ungeeignet" für das Präsidentenamt bezeichneten. Nun geht er einen Schritt weiter und beruft sich auf die sogenannte "Duty to warn"-Regel – eine psychiatrische Handlungspflicht, die greift, wenn ein Patient als Gefahr für andere eingestuft wird.

Konkret richtet sich sein Appell an die 22 Fachärzte, die an Trumps jüngstem Gesundheitscheck beteiligt waren: "Diese 22 Ärzte müssen es herausfinden, und sie müssen an die Öffentlichkeit treten."

Mediziner blickt skeptisch auf Trumps Kognitionstest

Abraham äußert sich auch skeptisch zu Trumps wiederholten kognitiven Untersuchungen. Der Präsident hatte im Januar auf Truth Social mit seiner "perfekten Gesundheit" geprahlt und verkündet, er habe den kognitiven Test zum dritten Mal in Folge mit voller Punktzahl bestanden – etwas, wozu kein anderer Präsident oder Vizepräsident bereit gewesen sei.

Doch genau diese Wiederholung macht den Psychiater stutzig. Beim sogenannten Montreal Cognitive Assessment (MoCA) handele es sich um ein schnelles Screening-Instrument, erklärte Abraham. "Wenn man zwei, drei, vier davon durchführt, macht man kein schnelles Screening mehr. Dann sucht man nach einem Trend." Mit anderen Worten: Die mehrfache Durchführung desselben Tests könnte darauf hindeuten, dass die Ärzte eine kognitive Verschlechterung im Zeitverlauf beobachten wollen.

Das Weiße Haus schießt zurück – mit schwerem Geschütz

Die Reaktion aus Washington ließ nicht lange auf sich warten. Sprecher Davis Ingle konterte mit einer Attacke, die an Schärfe kaum zu überbieten war: "Präsident Trump ist der scharfsinnigste, zugänglichste und energischste Präsident der amerikanischen Geschichte. Henry David Abraham ist ein Trump-verwirrter Verlierer, der Ferndiagnosen für politische Zwecke betreibt. Er ist eine Schande für den Ärztestand."

Ingle selbst ist 32 Jahre alt und Absolvent eines Kommunikationsstudiengangs an der Southeastern University in Florida, deren Präsident sein Vater Kent Ingle ist. Die Hochschule wirbt damit, dass mehr als zwei Drittel ihrer Studierenden online oder über Außenstellen studieren, die nicht zwingend akkreditiert sein müssen – ein Detail, das die Frage nach Qualifikationen in dieser Debatte um eine zusätzliche Facette bereichert.

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