Donald Trump: Trump sorgt mit neuer Verschwörungstheorie für Entsetzen

Donald Trump schockt mit einer bizarren Verschwörungstheorie zum Attentat von Butler. Der US-Präsident behauptet, die Demokraten hätten den Schützen auf ihn angesetzt – Belege liefert er dafür jedoch nicht.

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Donald Trump heizt die Debatte um das Attentat auf ihn erneut an. (Foto) Suche
Donald Trump heizt die Debatte um das Attentat auf ihn erneut an. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Donald Trump schockt mit bizarrer Verschwörungstheorie zum Butler-Attentat
  • US-Präsident macht die Demokraten für Angriff verantwortlich
  • Trumps eigene FBI‑Ermittler widersprechen seiner Theorie

Donald Trump hat eine neue Verschwörungstheorie in die Welt gesetzt: Das Attentat auf ihn im Juli 2024 in Butler, Pennsylvania, sei ein "demokratisches Komplott" gewesen, um ihn aus dem Wahlkampf zu eliminieren. Belege für diese Behauptung lieferte der 80-jährige Präsident nicht.

Donald Trump macht die Demokraten für Butler-Attentat verantwortlich

Am Dienstag veröffentlichte Trump auf Truth Social entsprechende Beiträge, in denen er die Demokraten beschuldigte, den Schützen Thomas Matthew Crooks auf ihn angesetzt zu haben. Crooks hatte am 13. Juli 2024 bei einer Wahlkampfveranstaltung acht Schüsse abgefeuert, wobei eine Kugel Trumps Ohr streifte und ein Zuschauer getötet wurde. Der 20-jährige Angreifer wurde unmittelbar danach von einem Scharfschützen des Secret Service erschossen.

Besonders brisant: Trumps eigene, handverlesene FBI-Spitzenbeamte kamen zu einem völlig anderen Ergebnis – und teilten ihm das auch persönlich mit.

FBI soll Beweise vernichtet haben – Trump spricht von "neuen Informationen"

In seinem Truth-Social-Beitrag vom Dienstag erhob Trump schwere Vorwürfe gegen das FBI unter der Leitung seines Vorgänger-Direktors Christopher Wray. Die Behörde habe ihre Pflichten im Zusammenhang mit dem Attentat grob vernachlässigt. Als er im Januar 2025 sein Amt angetreten habe, seien die meisten relevanten Informationen "verschwunden, verändert, beschädigt oder gelöscht" gewesen.

Zudem behauptete der Präsident, es seien kürzlich neue Hinweise aufgetaucht, ohne zu erläutern, worum es sich dabei handelt. "Warum wurden sie nicht schon längst entdeckt?", fragte er rhetorisch. Wray müsse "einen Preis zahlen" für seinen Umgang mit dem Attentatsfall – sowohl für sein Handeln als auch für seine öffentlichen Äußerungen dazu.

FBI-Ermittler widersprachen Trumps Verschwörungstheorie

Doch genau diese Darstellung steht in direktem Widerspruch zu dem, was Trumps selbsternannte Top-Ermittler herausfanden. FBI-Direktor Kash Patel und der damalige Vizedirektor Dan Bongino – beide von Trump persönlich eingesetzte Vertraute – erklärten im November 2025 gegenüber Fox News unmissverständlich, dass Crooks als Einzeltäter handelte.

Mehr noch: Beide informierten den Präsidenten persönlich im Weißen Haus über sämtliche Ermittlungsergebnisse. "Wir haben den Präsidenten als Opfer dieses Falls umfassend gebrieft und ihm alle Details unserer Ermittlungen vorgelegt", erklärte Patel damals. Trump sei "mit den Ergebnissen zufrieden" gewesen.

Bongino, selbst nicht gerade als Skeptiker gegenüber Verschwörungstheorien bekannt, betonte, er habe den "Fall immer und immer wieder durchgearbeitet, jeden Hinweis geprüft" – und dennoch "keine Vertuschung" feststellen können.

Warum sollten Trumps engste Vertraute ausgerechnet ihm etwas verheimlichen?

Bongino selbst stellte im November 2025 die entscheidende Frage, die Trumps aktuelle Verschwörungserzählung ad absurdum führt: "Welche Motivation sollten Kash Patel und Dan Bongino haben, ihrem persönlichen Freund – nicht nur ihrem Chef, dem Präsidenten – Informationen über ein Verbrechen vorzuenthalten, bei dem er selbst das Opfer war?", fragte er damals bei Fox News. "Ich verstehe nicht, was die Motivation dafür sein sollte."

Es ist eine Frage, die auch heute noch im Raum steht. Denn wer an ein demokratisches Komplott glauben will, muss gleichzeitig annehmen, dass Trumps loyalste Gefolgsleute – von ihm persönlich auf ihre Posten berufen – entweder inkompetent ermittelten oder ihren eigenen Förderer bewusst belogen, wie "The Daily Beast" berichtet.

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