Donald Trump: Trump vorgeführt - Irlands Präsidentin rechnet mit "The Don" ab

Donald Trump gerät in Irland unter Druck: Präsidentin Catherine Connolly konfrontiert ihn mit einer harten Botschaft über "Krieg und Völkermord". Dann setzt sie mit einem brisanten Geschenk noch einen drauf.

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Catherine Connolly findet klare Worte für Donald Trump und seine Außenpolitik. (Foto) Suche
Catherine Connolly findet klare Worte für Donald Trump und seine Außenpolitik. Bild: picture alliance/dpa/PA Wire | James Manning
  • Irlands Präsidentin rechnet mit Trump ab
  • Catherine Connolly kritisiert die "Normalisierung von Krieg und Völkermord"
  • Trump bekommt unter anderem Michael Longleys Gedicht "Ceasefire" geschenkt
  • Ein Foto des ernsten US-Präsidenten sorgt anschließend in sozialen Netzwerken für Wirbel

Irlands Präsidentin Catherine Connolly hat US-Präsident Donald Trump bei einem Treffen am Samstag in Dublin unmissverständlich die Haltung ihres Landes zur aktuellen US-Außenpolitik dargelegt. In ihrer offiziellen Residenz empfing sie den amerikanischen Staatschef – und fand dabei bemerkenswert deutliche Worte.

Donald Trump in Irland vorgeführt: Irlands Präsidentin mit knallharter Botschaft

"Ich habe die feste Überzeugung des irischen Volkes übermittelt, dass die Normalisierung von Krieg und Völkermord niemals akzeptiert werden kann", erklärte Connolly im Anschluss an das Gespräch. Damit machte die Präsidentin klar, dass die außenpolitische Linie der Trump-Regierung aus irischer Sicht nicht tragbar sei, wie der "Irish Examiner" berichtete.

Catherine Connollyrechnet mit Trumps Außenpolitik ab

Connolly untermauerte ihre Botschaft mit einem Verweis auf die eigene Vergangenheit der Insel. Als Nation, die Hungersnot, koloniale Unterdrückung und die Gewalt des Nordirlandkonflikts durchlitten habe, verfüge Irland über eine besondere Perspektive auf bewaffnete Auseinandersetzungen, so die Präsidentin.

"Ich habe betont, welch einzigartige Einsicht das irische Volk in die Lösung von Konflikten einbringen kann", sagte Connolly. Dabei hob sie ausdrücklich den langen und schwierigen Weg zum Frieden hervor, den ihr Land selbst beschritten habe. Die Botschaft war kaum zu überhören: Wer Krieg und Leid am eigenen Leib erfahren hat, akzeptiert deren Verharmlosung nicht.

Diplomatischer Seitenhieb gegen Trump - dieses Geschenk sagt alles

Doch Connolly beließ es nicht bei Worten allein. Mit einer feinsinnigen Geste setzte sie noch einen drauf: Als Gastgeschenk überreichte sie Trump einen Lyrikband, in dem unter anderem das Werk "Ceasefire" – zu Deutsch: Waffenstillstand – des renommierten irischen Poeten Michael Longley enthalten war.

Die Wahl dieses Gedichts dürfte kaum zufällig gewesen sein. Angesichts der zuvor geäußerten Kritik an der Normalisierung von Krieg wirkte das literarische Präsent wie eine diplomatisch verpackte Aufforderung – mit einem Titel, der an Eindeutigkeit wenig zu wünschen übrig lässt.

Trumps Gesichtsausdruck wird zum viralen Hit

Die klaren Worte der irischen Präsidentin sorgten am Sonntag in den sozialen Medien für Jubel unter Trump-Kritikern. Besonders ein Foto, das den US-Präsidenten mit betont ernster Miene vor Connolly zeigt, verbreitete sich rasant. "Sie hat ihm die Leviten gelesen!", kommentierte die amerikanische Historikerin und Autorin Max Dashu auf X und verglich Trumps Gesichtsausdruck mit jenem nach seinem umstrittenen Geheimtreffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin in Helsinki.

Der australische Journalist Peter Fitz Simons reagierte schlicht mit "Bravo", während die schottische Unabhängigkeitsaktivistin Sara Salyers trocken anmerkte: "Wenn ein Bild mehr sagt als tausend Worte!"

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