Donald Trump: Trump blamiert sich bei Parteitag – er weiß nicht, wo seine eigenen Leute sind
Was für eine Blamage für Donald Trump! Er lobt zwei Militär-Größen vor jubelnden Anhängern – doch weder General Caine noch Pete Hegseth sitzen im Saal. Dann sorgen auch noch leere Ränge für Ärger.
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster - Uhr
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- Donald Trump blamiert sich bei Parteitag in Dallas
- Trump bedankt sich bei Hegseth und Caine,die gar nicht da sind
- Trump spricht vor leeren Rängen und spielt Blamage herunter
Bei seiner Rede auf dem GOP-Midterm-Parteitag in Dallas hat US-Präsident Donald Trump am Mittwoch für einen bemerkenswerten Fauxpas gesorgt. Der 80-Jährige bedankte sich bei Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine für ihre Anwesenheit im American Airlines Center – doch keiner der beiden befand sich tatsächlich in der Arena.
Donald Trump blamiert sich mit peinlicher Verwechslung
"Ich möchte Pete Hegseth danken, und ich möchte General Caine danken. Wo ist General Caine? Sie sind hier irgendwo. Das ist ein großer Raum. Der Laden ist voll", sagte Trump etwa ein Drittel seiner 105-minütigen Ansprache hindurch. Das Pentagon stellte die Behauptung anschließend richtig – beide hochrangigen Militärvertreter waren nachweislich andernorts beschäftigt, wie "The Daily Beast" berichtete.
Präsident dankt Militärchefs, die gar nicht anwesend sind - wo Hegseth und Caine wirklich steckten
Während Trump die beiden vor seinem Publikum lobte, befand sich Generalstabschef Caine rund zehn Kilometer entfernt bei einer Gedenkveranstaltung zum 11. September im George W. Bush Presidential Center. Dort diskutierte der 58-Jährige mit dem ehemaligen stellvertretenden Nationalen Sicherheitsberater J.D. Crouch über die Ereignisse jenes Tages. Caine, der während der Terroranschläge als F-16-Kampfpilot bei der Nationalgarde in Washington diente, erinnerte daran, dass der Tag zwar tragisch gewesen sei, aber "auch voller wunderbarer Beispiele selbstlosen Mutes, immer und immer wieder". Sein Sprecher Joe Holstead bestätigte gegenüber der "Washington Post" die Teilnahme an der Gedenkfeier.
Verteidigungsminister Hegseth wiederum weilte über tausend Meilen entfernt in Washington, wo er laut einer Pentagon-Pressemitteilung an einer Sitzung der Präsidentenkommission zur US Space Force Academy im NASA-Hauptquartier teilnahm.
Weißes Haus schweigt zum Trump-Fauxpas
Die Reaktion aus dem Weißen Haus fiel bezeichnend aus: Sprecherin Anna Kelly ging auf Trumps Verwechslung mit keinem Wort ein. Stattdessen erklärte sie gegenüber der "Washington Post", der Präsident habe "General Caine zu Recht für alles gedankt, was er getan hat, um unser Militär zu stärken und unsere Heimat sicherer zu machen".
Trump selbst hatte den Fehler offenbar nicht bemerkt – oder wollte ihn nicht eingestehen. Unmittelbar nach seiner falschen Behauptung über die Anwesenheit der beiden Pentagon-Vertreter betonte er, die Arena sei "voll". Gleichzeitig ging er bereits präventiv in die Offensive gegen erwartbare Berichterstattung über die tatsächliche Auslastung des American Airlines Center.
Trump spielt leere Zuschauerplätze herunter
Trump versuchte mögliche Kritik an der Zuschauerzahl bereits während seiner Rede abzuwehren. "Die Fake News werden herumgehen und – sehen Sie den Mann da oben? Er geht auf die Toilette. Er ist in zwei Minuten zurück. Sie werden ein Foto von seinem Sitz machen, während er weg ist, und sagen: 'Trump hat die Arena nicht gefüllt'", erklärte der Präsident.
Doch Reporter vor Ort zeichneten ein anderes Bild: Nicht einzelne leere Plätze, sondern ganze leere Sektionen waren zu sehen. NBC News stellte fest, dass nach etwa 90 Minuten Redezeit deutlich viele Zuschauer die Arena bereits verlassen hatten. Auch Reuters beschrieb leere obere Ränge, spärlich besetzte Seitenbereiche und eine Arena, die erkennbar nicht ausgelastet war.
Trumps große Versprechen sorgen für Kopfschütteln
Inhaltlich setzte Trump bei seinem Auftritt in Dallas auf ein großes Versprechen: Sollten die Republikaner bei den Midterm-Wahlen beide Kammern des Kongresses halten, wolle er jedem Amerikaner 5.000 Dollar zukommen lassen. Diese Ankündigung machte der Präsident im Rahmen seiner insgesamt 105 Minuten dauernden Ansprache auf dem GOP-Parteitag.
Allerdings hielt das Publikum nicht annähernd so lange durch wie der Redner selbst. Wie NBC News dokumentierte, hatten nach rund eineinhalb Stunden bereits zahlreiche Besucher das American Airlines Center verlassen. Was als kraftvolle Demonstration republikanischer Geschlossenheit vor den Zwischenwahlen gedacht war, dürfte durch die Geisterbank-Debatte und die Pentagon-Korrektur nicht den gewünschten Effekt erzielt haben.
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