Donald Trump: "Dreckige Hunde!" - Trump tobt wegen brisanter Geheimnis-Leaks

Mitten in der Nacht brennen bei Donald Trump die Sicherungen durch. Auf Truth Social schießt der US-Präsident gegen Insider, die immer neue Geheimnisse über seinen Iran-Krieg nach außen tragen. Seine Ansage ist brutal deutlich: Wer plaudert, soll dafür einen "hohen Preis" zahlen.

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Donald Trump verliert die Nerven wegen brisanter Iran-Leaks. (Foto) Suche
Donald Trump verliert die Nerven wegen brisanter Iran-Leaks. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin
  • Trump beschimpft seine Leak-Informanten als "dreckige Hunde"
  • Immer neue Enthüllungen bringen den Präsidenten unter Druck
  • Gleichzeitig sorgen die Folgen des Iran-Krieges für steigende Energiepreise

Trump tobt im Netz gegen seine eigenen Leute

Donald Trump hat offenbar genug. Seit Wochen sickern aus dem Weißen Haus und dem Pentagon immer neue Details über seinen Iran-Krieg durch. Nun lässt der US-Präsident seinem Frust freien Lauf – und greift die mutmaßlichen Informanten persönlich an.

"Leckt nur weiter, ihr dreckigen Hunde! Wenn wir euch finden, werdet ihr einen hohen Preis zahlen!!!",polterte Trump in seinem Post.

Ein bemerkenswert aggressiver Angriff. Denn mit seinen nächtlichen Wut-Zeilen macht Trump selbst öffentlich, wie sehr ihn die undichten Stellen in seinem Regierungsapparat beschäftigen.

Immer neue Geheimnisse über den Iran-Krieg geraten an die Öffentlichkeit

Für Trump sind die Leaks besonders brisant. Immer wieder gelangen Informationen über interne Beratungen vor Beginn des Krieges an die Öffentlichkeit.

Dabei geht es unter anderem um Warnungen aus dem Oval Office. Laut Berichten des "Wall Street Journal" soll die damalige Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard Trump vor möglichen Folgen eines Angriffs gewarnt haben.

Auch Vizepräsident JD Vance soll sich für einen vorsichtigeren Kurs ausgesprochen haben. Zudem waren zuletzt Aufnahmen publik geworden, die die bittere Wahrheit über Trumps Iran-Krieg zeigen sollen. Die Enthüllungen nähren damit eine Frage, die für Trump politisch unangenehm ist: Wurde der Präsident vor genau den Folgen gewarnt, die nun eingetreten sind?

Spritpreise werden zum nächsten Problem

Während Trump gegen die Leaker schießt, wachsen die wirtschaftlichen Sorgen. Der Krieg und die Einschränkungen rund um die Straße von Hormus setzen den Energiemarkt unter Druck.

Für Millionen Amerikaner wird das vor allem an der Zapfsäule sichtbar. Steigende Benzinpreise treffen die Verbraucher unmittelbar – und kommen für die Republikaner ausgerechnet vor den Zwischenwahlen im November zur Unzeit.

Trump will die Kontrolle zurück

Trumps Wutausbruch zeigt vor allem eines: Die Leaks sind für sein Weiße Haus zu einem eigenen Problem geworden. Mit jeder neuen Enthüllung verliert Trump ein Stück Kontrolle über die Erzählung rund um seinen Krieg.

Gleichzeitig versucht sein Lager, die Entscheidung für den Militäreinsatz zu verteidigen. Der konservative Kolumnist Marc A. Thiessen bezeichnete ihn als "mutigste außenpolitische Entscheidung, die ein Präsident zu meinen Lebzeiten getroffen hat". Kein Wunder also, dass Trump Thiessens Meinungsbeitrag in seinem wütenden Truth-Social-Post teilte.

Doch Trump scheint die Kritik und Enthüllungen nicht länger hinnehmen zu wollen.

Seine Botschaft an die Informanten ist unmissverständlich: Wer weiter plaudert, soll es büßen.

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