Neuer Ärger für JD Vance: Rubio führt Vance vor – Trump-Vize plötzlich mitverantwortlich für Iran-Desaster

US-Außenminister Marco Rubio zerlegt JD Vance öffentlich! Donald Trumps Vize kassiert einen brutalen Seitenhieb – und wird ausgerechnet beim umstrittenen Iran-Krieg vorgeführt.

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Rubio lässt Vance auflaufen! Trumps Vize kassiert einen heftigen Seitenhieb – ausgerechnet beim umstrittenen Iran-Krieg. (Foto) Suche
Rubio lässt Vance auflaufen! Trumps Vize kassiert einen heftigen Seitenhieb – ausgerechnet beim umstrittenen Iran-Krieg. Bild: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld
  • JD Vance von Marco Rubio vorgeführt
  • Rubio macht Trump-Vize für Iran-Krieg mitverantwortlich
  • Vance soll intern gegen den Militäreinsatz gewesen sein, verteidigte Trumps Kurs öffentlich aber weiter
  • Vance kämpft nach Iran-Desaster um seine politische Zukunft

Marco Rubio hat seinem parteiinternen Rivalen JD Vance einen gezielten Seitenhieb verpasst – und das ausgerechnet über Fox News. Der US-Außenminister stellte unmissverständlich klar, dass der Vizepräsident den zunehmend unpopulären Iran-Krieg nicht einfach von sich weisen könne.

Trump-Vize unter Druck: Rubio macht Vance für Iran-Krieg mitverantwortlich

"Machen Sie sich nichts vor. Die Person, die all diese Dinge verantwortet, ist der Präsident", erklärte Rubio zunächst. Doch dann erweiterte er den Kreis der Verantwortlichen: "Jeder hat eine Rolle gespielt. Der Vizepräsident hat eine Rolle gespielt."

Die Spitze ist brisant, denn nach übereinstimmenden Medienberichten hat Vance den Militäreinsatz gegen den Iran hinter verschlossenen Türen von Anfang an abgelehnt – sich öffentlich aber stets hinter Trumps Entscheidung gestellt. Rubios Vorstoß wirkt wie ein kalkulierter Angriff im schwelenden Kampf um die republikanische Präsidentschaftskandidatur 2028.

JD Vance soll intern gegen den Iran-Einsatz gewesen sein

Dass Vance kein Befürworter des Militärschlags war, ist mittlerweile gut dokumentiert. Laut "New York Times" sprach sich der ehemalige Marine-Veteran bereits vor Beginn der Kampfhandlungen in internen Beratungen mit Trump gegen die Operation aus und warnte vor den Folgen. Auch "The Atlantic" berichtete, dass Vance in den Tagen vor den Luftangriffen im Februar Einwände erhob.

Besonders aufschlussreich ist die Einordnung der "New York Times"-Korrespondentin Maggie Haberman. "Vance war der Einzige, der bei Trump wirklich lautstark Widerspruch einlegte. Und das hat Trump verärgert, es hat Vance bei Trump geschadet", sagte Haberman gegenüber NBC.

Trotz dieser internen Differenzen hat sich der 41-Jährige öffentlich nie von Trumps Kriegsentscheidung distanziert – eine Gratwanderung, die ihm nun zum Verhängnis werden könnte.

Trumps Verhandlungen mit dem Iran stecken fest

Trump hat Vance damit beauftragt, eine vorläufige Friedensregelung mit dem Iran auszuhandeln. Doch die Gespräche stecken fest – Washington und Teheran können sich nicht über die Bedingungen zur Wiedereröffnung der strategisch entscheidenden Straße von Hormus einigen.

Gleichzeitig sprechen die Zahlen eine vernichtende Sprache: Laut einer CNN/SSRS-Umfrage sind sieben von zehn Amerikanern der Meinung, der Konflikt habe den Interessen der USA geschadet. 76 Prozent halten den Krieg gemessen an den verlorenen Menschenleben und den finanziellen Kosten für nicht gerechtfertigt.

Während Trump den Iran-Konflikt weiter als "Kleinigkeit" verkauft, zeigen geleakte Aufnahmen zerbombte US-Stützpunkte, zerstörte Militärtechnik und Milliardenverluste.Mindestens 18 US-Soldaten sind bislang gefallen. Der Iran War Energy Cost Tracker der Brown University beziffert die kriegsbedingten Mehrkosten für Benzin und Diesel auf über 100 Milliarden Dollar – umgerechnet mehr als 750 Dollar pro Haushalt.

Vom Favoriten zum Wackelkandidaten - Iran-Krieg belastet Trumps Vize politisch

Die politischen Kosten des Iran-Kriegs lassen sich für Vance auch in konkreten Umfragedaten ablesen. Erhebungen der University of New Hampshire zeigen einen dramatischen Einbruch: Im Februar lag der Vizepräsident bei republikanischen Vorwählern noch 46 Punkte vor Rubio – bis Juli schrumpfte dieser Abstand auf magere zehn Punkte zusammen.

Damit ist das Rennen um die GOP-Nominierung 2028 innerhalb weniger Monate von einer scheinbar klaren Angelegenheit zu einem offenen Wettbewerb geworden. Für Vance bedeutet das: Seine Strategie, den Krieg nach außen mitzutragen und intern dagegen zu arbeiten, zahlt sich bei der republikanischen Basis offenbar nicht aus. Rubio hingegen scheint von der wachsenden Kriegsmüdigkeit zu profitieren.

Vance vs. Rubio: Beste Freunde, die um denselben Thron kämpfen

Öffentlich geben sich beide Kontrahenten betont harmonisch. Vance bezeichnete Rubio gegenüber der "New York Post" als seinen "besten Freund in der Regierung" und wies jede Rivalität von sich: "Nein, es wird keinerlei Spannungen geben." Rubio wiederum erklärte, er werde auf eine Kandidatur verzichten, sollte Vance ins Rennen gehen.

Doch Rubios gezielte Attacke bei Fox News passt kaum zu diesen Freundschaftsbekundungen. Weder der 55-jährige Außenminister noch der 41-jährige Vizepräsident haben bislang offiziell eine Bewerbung angekündigt – beide positionieren sich jedoch seit Monaten als mögliche Trump-Nachfolger.

Der Präsident selbst hält sich derweil bedeckt und lässt offen, wen von beiden – wenn überhaupt – er zu unterstützen gedenkt.

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