Donald Trump: Trump stürmt wütend davon – diese Presse-Frage passte ihm gar nicht

Donald Trump wird nach Belegen für seine Wahlbetrugs-Vorwürfe gefragt – und reagiert mit einem Wutausbruch. Statt Antworten hagelt es "Fake News!"-Beschimpfungen, dann bricht er den Pressetermin ab.

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Trump verliert die Fassung bei Frage nach Wahlbetrug - und flüchtet vor der Presse. (Foto) Suche
Trump verliert die Fassung bei Frage nach Wahlbetrug - und flüchtet vor der Presse. Bild: picture alliance/dpa/FR159526 AP | Jose Luis Magana
  • Trump behauptet erneut massenhaften Betrug bei der Briefwahl
  • Journalisten verlangen konkrete Beweise – Trump nennt Kalifornien
  • Statt eines Nachweises folgen der Vorwurf "Fake News!" und der Abgang

Vor dem Weißen Haus kam es am Montag zu einem hitzigen Schlagabtausch zwischen US-Präsident Donald Trump und Journalisten – mit abruptem Ende. Als Reporter wiederholt Nachweise für seine Behauptungen über massenhaften Betrug bei der Briefwahl einforderten, drehte sich Trump um und ging,ohne einen konkreten Beleg zu nennen.

Donald Trump stürmt wütend davon: US-Präsident bricht Pressetermin ab

Der Vorfall ereignete sich, als Trump auf dem Weg zu Marine One war, um zu einem Wahlkampf-Termin aufzubrechen. Zuvor stellte er sich noch den Fragen der Journalisten – doch als diese bei seinen Briefwahl-Vorwürfen genauer nachhakten, reagierte der US-Präsident gereizt, beschimpfte die Reporter und brach die Befragung schließlich ab, wie "Raw Story" berichtet.

Die Szene spielt sich weniger als einen Monat vor den Midterm-Wahlen am 3. November ab – in einer Phase, in der Millionen Amerikaner bereits ihre Briefwahlunterlagen erhalten.

Zoff um angeblichen Briefwahlbetrug: Trump liefert sich hitzigen Schlagabtausch mit Journalisten

Der Schlagabtausch eskalierte schrittweise. Auf die Frage, wo genau der angebliche Betrug stattfinde, antwortete Trump zunächst vage: "Überall wird massiv betrogen." Als die Journalisten konkreter nachbohrten und Belege verlangten, verwies der Präsident auf Kalifornien: "Fangen Sie doch mal damit an, sich Kalifornien anzuschauen!"

Doch auch damit gab sich die Presse nicht zufrieden. "Es gibt keine Beweise in Kalifornien!", hielt ein Reporter dagegen. Trump wiederholte ungläubig: "Keine Beweise?" – und fragte rhetorisch, wie das bei "Millionen und Abermillionen von Stimmzetteln" möglich sei.

Einen tatsächlichen Nachweis für seine Betrugsvorwürfe lieferte der Präsident zu keinem Zeitpunkt. Stattdessen fiel sein abschließendes Urteil über die anwesenden Journalisten: "Ihr seid Fake News!" Dann wandte er sich ab und ließ keine weiteren Fragen mehr zu.

Trump hat keine Beweise für angeblichen Wahlbetrug

Trumps Attacken gegen die Briefwahl im bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat sind kein neues Phänomen. Bereits nach den kalifornischen Vorwahlen im Juni hatte der Präsident auf Truth Social behauptet, die "Dumokraten" würden in Kalifornien "GROSS betrügen".

Als die "New York Times" daraufhin beim Weißen Haus konkrete Belege anforderte, fiel die Antwort bemerkenswert ausweichend aus. Sprecherin Abigail Jackson erklärte lediglich, der Präsident setze sich dafür ein, "dass die Amerikaner volles Vertrauen in die Durchführung unserer Wahlen haben". Konkrete Beweise für die Betrugsvorwürfe lieferte das Weiße Haus auch damals nicht.

Das Muster wiederholt sich nun – mit dem Unterschied, dass die eigentlichen Wahlen unmittelbar bevorstehen.

Trump wirbt plötzlich für Briefwahl

Besonders brisant: Trump ruft seine Anhänger inzwischen selbst dazu auf, per Briefwahl abzustimmen. Auf die Frage, warum er dies tue, obwohl er Briefwahl zugleich mit Betrug in Verbindung bringt, antwortet er: "Nein, sie sollen per Briefwahl oder persönlich abstimmen. Mir wäre es lieber, wenn sie persönlich abstimmen, aber sie können per Briefwahl wählen, wenn sie wollen, denn offenbar haben wir keine andere Wahl, weil viele Menschen per Briefwahl abstimmen wollen."

Der Sinneswandel kommt wenige Wochen vor den Midterms am 3. November 2026. Reuters berichtete ebenfalls über Trumps neue Aufforderung an seine Anhänger, früh, per Brief oder persönlich zu wählen.

Damit prallen zwei Botschaften aufeinander: Trump warnt vor Betrug durch Briefwahl – fordert seine Unterstützer zugleich aber auf, genau diese Möglichkeit zu nutzen.

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/bua/news.de/stg

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