Donald Trump: Peinliche Ton-Panne bei Trump - plötzlich schreit "The Don" ins Leere

Trump wollte unliebsame Medien aussperren – doch ausgerechnet sein neuer Ersatz-Sender sorgt für Spott. Bei seinem Auftritt versagt das Mikrofon, im Netz wird der US-Präsident gnadenlos aufs Korn genommen.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Ausgerechnet Trumps neue Medien-Truppe liefert ihm eine saftige Blamage. (Foto) Suche
Ausgerechnet Trumps neue Medien-Truppe liefert ihm eine saftige Blamage. Bild: picture alliance/dpa/AP | Manuel Balce Ceneta
  • Trumps neuer Medien-Pool blamiert sich mit einer massiven Ton-Panne
  • Im Netz wird der US-Präsident dafür mit Spott überzogen
  • Ein Richter ordnete inzwischen die Wiederherstellung des Zugangs für CNN, MS NOW und Politico an

Trump wollte die Medien aussperren – und steht plötzlich selbst ohne Ton da! Nach dem Empfang des chinesischen Präsidenten Xi Jinping kehrte Donald Trump am Mittwoch zur Joint Base Andrews zurück und sprach dort vor dem Pressepool. Doch ausgerechnet der Sender, der die etablierte Berichterstattung ersetzen sollte, bekam die Technik nicht in den Griff: Bei Real America's Voice fiel der Ton mehrfach aus. Ganze Passagen von Trumps Ansprache waren nicht zu verstehen.

Donald Trump schreit ins Leere – Spott über Mikrofon-Panne

Im Netz blieb die peinliche Panne natürlich nicht unbemerkt. Der politische Kommentator Aaron Rupar veröffentlichte einen Ausschnitt des missglückten Trump-Auftritts auf X und spottete: "Der Pool im Weißen Haus boykottiert Trump, aber Real America's Voice versucht, die Lücke zu füllen. Leider haben sie noch nicht herausgefunden, wie Mikrofone funktionieren, sodass Trump immer noch ins Leere schreit."

Der Spott trifft einen empfindlichen Punkt: Nachdem CNN, Politico und MS NOW aus dem Weißen Haus ausgeschlossen worden waren, hatten die verbliebenen Fernsehsender ihre Pool-Berichterstattung aus Solidarität ausgesetzt. Dadurch fehlte plötzlich die gewohnte technische Infrastruktur für die Übertragung von Trumps öffentlichen Auftritten.

Trumps rechte Ersatz-Medien mit peinlichem Auftritt

Real America's Voice positionierte sich daraufhin als Alternative und kündigte an, seine Aufnahmen auch anderen Medien zur Verfügung zu stellen. Der Sender ging "yahoo.com"zufolge 2018 an den Start und ist für konservative beziehungsweise rechte Kommentarsendungen und Trump-Berichterstattung bekannt. Zu den bekannten Gesichtern zählen unter anderem Steve Bannon, Eric Bolling und Ted Nugent.

Auch Lindell TV, das Medienprojekt von Trump-Unterstützer Mike Lindell, gehört zu den Akteuren, die in die neue Pool-Struktur eingebunden wurden. Real America's Voice erklärte am Mittwoch, man sei "extrem stolz und geehrt", die Berichterstattung direkt zum amerikanischen Volk zu bringen.

Trump schwärmt von Helikopter-Landeplatz

Trotz der Tonprobleme waren Teile von Trumps Auftritt verständlich. Der US-Präsident sprach unter anderem begeistert über den neuen Hubschrauberlandeplatz am Weißen Haus. "Die Piloten sagten, es ist wirklich schön, nicht im Gras zu landen, und es ist auch schön, wenn man nicht durch Schlamm laufen muss", erklärte Trump.

Auch sein neuer Ballsaal war Thema. Die Fertigstellung habe allerdings nicht rechtzeitig zum Besuch Xi Jinpings geklappt.

Trump kassiert juristischen Rückschlag

Parallel bekam Trump im Streit um den Ausschluss mehrerer Medien einen weiteren Dämpfer. Bundesrichter Timothy Kelly hatte bereits am Mittwoch erhebliche Zweifel daran geäußert, dass CNN, MS NOW und Politico ordnungsgemäß angehört worden waren.

Inzwischen ordnete Kelly an, den drei Medienunternehmen den Zugang zum Weißen Haus wieder zu ermöglichen. Er sah beim Entzug der Presseausweise keinen verfassungsrechtlich ausreichenden Rechtsschutz.

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