Donald Trump: Trump blamiert mit Billig-Anzug – dieser Auftritt ging nach hinten los

"America First" – doch Donald Trumps Anzug kommt ausgerechnet aus dem Ausland. Ein verräterisches Etikett sorgt für Spott und bringt den US-Präsidenten im Wahlkampf in Erklärungsnot.

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Trump hat Anzug-Ärger: Etikett verrät peinlichen Widerspruch. (Foto) Suche
Trump hat Anzug-Ärger: Etikett verrät peinlichen Widerspruch. Bild: picture alliance/dpa/AP | Charlie Riedel
  • Trump trägt bei Wahlkampfauftritt einen im Ausland gefertigten Anzug
  • Modeexperte Derek Guy entdeckt das verräterische Jos.-A.-Bank-Etikett
  • Der Fund steht im krassen Gegensatz zu Trumps "America First"-Rhetorik

Donald Trump wirbt lautstark für "America First" – doch ausgerechnet sein Anzug erzählt eine andere Geschichte. Bei einem Wahlkampfauftritt in Nebraska wurde sichtbar, was im Inneren seines Jacketts steckt: ein Etikett der US-Marke Jos. A. Bank. Das pikante Detail:Viele Anzüge der Marke werden im Ausland gefertig. Für Trump, der bei derselben Veranstaltung die Rückkehr amerikanischer Produktion beschwor, ist das ein denkbar ungünstiger Auftritt. Nebenbei blamierte sich der US-Präsident bei der Veranstaltung auch mit mehreren Versprechern und einer peinlichen Verwechslung.

Trump mit Import-Anzug erwischt bei Wahlkampf-Rede in Nebraska

Bei der Rally in Grand Island, Nebraska, ließ Trump nach seiner rund 90-minütigen Rede zu den Klängen von "Y.M.C.A." der Village People sein Jackett kurz aufgehen. Dabei wurde das Etikett sichtbar. Modejournalist Derek Guy erkannte auf einem Foto des Fotografen Win McNamee die Marke Jos. A. Bank.

Guy machte den Widerspruch anschließend in einem Post bei X öffentlich."Ich frage mich, warum Trump den billigen Import dem in den USA hergestellten Anzug vorgezogen hat", kommentierte er. Denn die Marke produziert ihre Anzüge laut Guy im Ausland, unter anderem in China und Bangladesch.

"America First" – aber nicht beim Anzug

Besonders pikant: Jos. A. Bank gehört zu Tailored Brands. Zum selben Konzern gehört auch Joseph Abboud – eine Marke, deren Anzüge in den USA gefertigt werden. Trump hätte demnach innerhalb desselben Unternehmensverbunds durchaus zu einem amerikanisch produzierten Modell greifen können.

Das Weiße Haus hat sich bislang nicht zu den Berichten über Trumps Anzug geäußert.

Trump und die widersprüchliche US-Produktion

Der Anzug reiht sich in weitere Beispiele ein. Bereits zuvor wurde berichtet, dass Produkte aus dem Trump Store Etiketten mit "Made in China" oder "Made in Vietnam" trugen. Auch beim sogenannten Trump Mobile gab es Fragen zum Versprechen einer US-Produktion.

Der Anzug-Fauxpas kommt für Trump denkbar ungelegen.In Nebraska wollte er eigentlich für Senator Pete Ricketts und Gouverneur Jim Pillen werben und die Republikaner mit Blick auf die Midterms am 3. November mobilisieren.

Während Trump also amerikanische Arbeitsplätze beschwor, sorgte ausgerechnet das Etikett an seinem eigenen Jackett für Spott. Der kleine Blick ins Innenleben seines Anzugs wird damit zum Sinnbild für ein großes Glaubwürdigkeitsproblem.

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/news.de/stg

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