Barack Obama: Alarm nach Wahlkampfauftritt - Demokraten gehen auf Ex-Präsident los

Barack Obama hat sich am Wochenende für den linken Senatskandidaten Abdul El-Sayed in den Wahlkampf gestürzt und damit einen handfesten Krach in der eigenen Partei ausgelöst. Mit seinem Auftritt entfachte der Ex-Präsident einen Richtungsstreit, der die demokratische Partei bis ins Mark erschüttert.

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Barack Obama hat die demokratische Partei mit seinem Auftritt gespalten. (Foto) Suche
Barack Obama hat die demokratische Partei mit seinem Auftritt gespalten. Bild: picture alliance/dpa/AP | Sue Ogrocki
  • Barack Obama sorgt für Panik vor den Zwischenwahlen
  • Ex-Präsident unterstützt umstrittenen Senatskandidaten Abdul El-Sayed im Wahlkampf
  • Obamas Wahlkampfauftritt sorgt für parteiinternen Zoff bei den Demokraten
  • Demokraten gehen auf Barack Obama los

Barack Obama hat sich am vergangenen Wochenende in Detroit für den linken Senatskandidaten Abdul El-Sayed in den Wahlkampf geworfen. Der 65-jährige Ex-Präsident stellte sich demonstrativ hinter den Mediziner, der im hart umkämpften Bundesstaat Michigan gegen den Republikaner Mike Rogers antritt. Doch mit seinem Auftritt hat Obama einen handfesten Krach in der eigenen Partei ausgelöst.

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Alarm nach Obama-Auftritt - Demokraten gehen auf Ex-Präsident los

Denn wie die "Bild" aktuell berichtet, kritisieren zahlreiche Parteivertreter, dass Barack Obama mit seinem Auftritt einen Kandidaten aufgewertet habe, dessen politische Haltungen innerparteilich hochumstritten sind. Im Zentrum der Kritik stehen El-Sayeds außenpolitische Positionen. Denn er bezeichnet Israels Militäreinsatz in Gaza als "Völkermord" und macht die amerikanische Unterstützung für den jüdischen Staat mitverantwortlich für die finanzielle Belastung der US-Bürger. Besonders brisant: Als er gefragt wurde, ob der Iran oder Israel die größere Bedrohung für die Vereinigten Staaten darstelle, wollte er sich nicht festlegen.

Barack Obama unterstützt umstrittenen Senatskandidaten Abdul El-Sayed im Wahlkampf

Darüber hinaus werfen Kritiker ihm zweifelhafte Verbindungen zu radikalislamischen Gruppierungen wie der Muslimbruderschaft vor. Wobei ein tatsächlicher Nachweis dafür bislang fehlt. Auch wirtschaftspolitisch positioniert sich El-Sayed am linken Rand: Er steht dem sozialistischen Flügel der Demokraten nahe. Für viele moderate Parteimitglieder ist genau diese Mischung aus nahostpolitischer Provokation und ökonomischem Linksruck der eigentliche Grund für ihren Unmut über Barack Obamas Schützenhilfe.

Demokraten vor einem Richtungsstreit mit Blick auf US-Wahl 2028

Doch die Nervosität der Demokraten reicht weit über Michigan hinaus. Mit Blick auf die Präsidentschaftswahl 2028 wächst in der Partei die Sorge, dass Abdul El-Sayed als Senator erheblichen Einfluss auf den Richtungsstreit zwischen Progressiven, Sozialisten und der moderaten Mitte gewinnen könnte. Ein anonym in der "Daily Mail" zitierter Demokrat äußerte die Befürchtung, der Kandidat könnte sich zum Machtfaktor in genau diesem Flügelkampf entwickeln. Und Ex-Präsident Obama habe mit seinem Wahlkampfauftritt faktisch Partei in dieser Auseinandersetzung ergriffen.

Barack Obama verhöhnt Donald Trump bei Wahlkampfauftritt

Damit hat Barack Obama mit seinem Auftritt eher das Gegenteil von dem erreicht, was er eigentlich bewirken wollte. Statt die Demokraten im Kampf gegen Donald Trump zu einen, hat sein demonstrativer Schulterschluss mit dem umstrittenen Kandidaten einen innerparteilichen Machtkampf entfacht, der die Partei vor den Midterms zusätzlich spaltet. Dieses Dilemma konnte nicht einmal seine Spott-Rede gegen Donald Trump abwenden. Der Ex-Präsident hatte gegen den Republikaner ausgeteilt und gespottet, dessen vergoldetes Weißes Haus sehe aus, als hätte "Saddam Hussein eine Filiale der Cheesecake Factory eröffnet".

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