Donald Trump: Experte schlägt Iran-Alarm - US-Präsident droht in Falle zu tappen
Robert Pape von der University of Chicago schlägt Alarm. Laut des Geopolitik-Experten steuert Donald Trump im Iran-Konflikt auf eine Falle zu. Denn nach den Zwischenwahlen öffne sich ein für die Trump-Regierung höchst gefährliches Zeitfenster, das dem US-Präsidenten zum Verhängnis werden könnte.
Erstellt von Franziska Kais - Uhr
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- Donald Trump gewarnt von Geopolitik-Experte Robert Pape
- Trump droht im Iran-Krieg in gefährliche Falle zu tappen
- Gefährliches Zeitfenster nach den Zwischenwahlen könnte Trump zum Verhängnis werden
Geopolitik-Experte Robert Pape von der University of Chicago ist alarmiert, denn US-Präsident Donald Trump, der unlängst mit einem Grönland-Statement einen Sturm der Entrüstung entfesselt hat, steuert laut Pape auf eine hochgefährliche Eskalationsfalle zu. In einem am Sonntag (25. Oktober) veröffentlichten Essay auf Substack schlug der Politikwissenschaftler Alarm und bezeichnete die zwei Monate nach den Midterm-Wahlen im November als die "gefährlichste" Phase des Iran-Krieges. Warum das?
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Donald Trump droht in Falle zu tappen - Geopolitik-Experte schlägt Alarm
Robert Pape prognostiziert in seinem Substack-Artikel, dass Donald Trump und seine Administration nach den Zwischenwahlen nur mit einer begrenzten Bodenoperation im Iran reagieren könnten. Dies berge das Risiko einer sich wiederholenden Eskalationsspirale, die die USA immer tiefer in den Konflikt hineinziehen könnte. "Das ist die Eskalationsfalle in ihrer reinsten Form", warnte der Geopolitik-Experte.
Donald Trump unter Druck - US-Präsident steht vor Dilemma ohne gute Optionen
Laut Papes Analyse verfolgt der Iran eine klare Strategie, um den Krieg gegen die USA zu gewinnen: Teheran setze auf massiven ökonomischen Druck gegen die Trump-Regierung. Dabei spiele die Straße von Hormus und das Öl aus der Golfregion eine zentrale Rolle. Der US-Präsident stehe dadurch vor einem Dilemma ohne gute Optionen. "Druck auf Hormus und das Golf-Öl lässt Washington zwei Möglichkeiten: die weitreichenden Zugeständnisse zu machen, die ein zunehmend ambitionierter Iran fordert – was innenpolitisch einen hohen Preis hat – oder die nächste Eskalationsstufe zu erklimmen", schrieb der Politikwissenschaftler. Genau diese Zwickmühle mache eine begrenzte Militäroperation nach den Midterms wahrscheinlich.
Gefährliches Zeitfenster nach den Zwischenwahlen könnte Trump zum Verhängnis werden
Besonders brisant ist nach Papes Einschätzung das innenpolitische Machtvakuum, das nach den Novemberwahlen entsteht. Der dann amtierende Kongress in der sogenannten Lame-Duck-Phase habe kaum noch Motivation, Donald Trump in seinem Handeln einzuschränken. Das gelte erst recht, sollten die Demokraten die Republikaner deutlich schlagen, was laut aktueller Umfragen durchaus wahrscheinlich ist. Zudem verfüge Trump nach den Midterms über die geringsten innenpolitischen Beschränkungen seiner gesamten zweiten Amtszeit. Genau diese Kombination aus fehlender parlamentarischer Kontrolle und wachsendem wirtschaftlichem Druck durch den Iran mache die Phase so explosiv, argumentiert der Chicagoer Politikwissenschaftler.
Netanjahu als unberechenbarer Faktor im Iran-Konflikt
Die Brisanz der Lage wird zusätzlich durch die anstehenden Wahlen in Israel verstärkt. Pape warnte, dass Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nach dem Urnengang möglicherweise nur noch als geschäftsführender Regierungschef im Amt bleiben könnte. In einer solchen Übergangsrolle bestehe die Gefahr, dass auch er zu unberechenbarem Handeln neige. Damit drohe eine Situation, in der gleich zwei Schlüsselakteure des Konflikts – Trump und Netanjahu – parallel unter maximalem Druck und mit minimaler politischer Kontrolle agieren. Dadurch drohe laut Pape eine zusätzliche Verschärfung der ohnehin angespannten Gesamtlage.
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fka/ife/news.de/stg
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