Donald Trump: Was ist bloß mit Trump los? CNN-Star führt den US-Präsidenten vor

Sieben Tage vor den Midterms blamiert sich Donald Trump mit bizarren Aussagen. Statt über Krieg und Spritpreise zu sprechen, verliert sich der 80-Jährige in kuriosen Anekdoten. CNN-Star Anderson Cooper rechnet gnadenlos mit ihm ab.

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Hintern-Talk statt Krisenpolitik: CNN-Star zerlegt Trumps Wahlkampf-Auftritt. (Foto) Suche
Hintern-Talk statt Krisenpolitik: CNN-Star zerlegt Trumps Wahlkampf-Auftritt. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin
  • Donald Trump blamiert sich mit bizarren Aussagen bei Wahlkampf-Auftritt
  • CNN-Moderator Anderson Cooper rechnet mit Trump ab
  • Trump verliert kurz vor den Midterms den Fokus

Sieben Tage vor den wichtigen Zwischenwahlen in den USA sollte Donald Trump eigentlich um das Vertrauen der Wähler kämpfen. Doch in der CNN-Sendung "Anderson Cooper 360°" zeichnet Moderator Anderson Cooper ein anderes Bild vom Wahlkampffinale des 80-jährigen Präsidenten: Statt drängende Probleme anzusprechen, verliere sich Trump in bizarren Themen und persönlichen Fehden.

CNN-Moderator Anderson Cooper rechnet mit Trump ab

"Am Wochenende hat der Präsident viel über Dinge gesagt, die den meisten Wählern ziemlich egal sein dürften", fasste Cooper dem "Daily Beast" zufolge zusammen.

Die Liste der Herausforderungen ist lang: hohe Benzinpreise, ein schwächelndes Verbrauchervertrauen, der anhaltende Krieg und niedrige Zustimmungswerte. Trotzdem sorgten ausgerechnet Trumps Ausführungen über Körperteile und seine Auseinandersetzung mit einem TV-Moderator für Schlagzeilen.

Trump prahlt mit Milliardengewinnen

Besonders brisant ist Trumps Umgang mit den Benzinpreisen. Bei einer Kundgebung im US-Bundesstaat Georgia prahlte er mit den Milliardeneinnahmen durch die hohen Ölpreise.Seine Berater hätten ihn gebeten, das Thema nicht anzusprechen, weil die Menschen unter den hohen Kosten an der Tankstelle litten.

"Aber ich sagte, das ist mir egal. Wir machen ein verdammtes Vermögen", so Trump.

Cooper machte deutlich, dass nicht die Verbraucher von den Gewinnen profitierten, sondern vor allem die Ölkonzerne. Eine Studie der Brown University bezifferte die zusätzlichen Ausgaben für Benzin und Diesel seit Kriegsbeginn auf 145 Milliarden Dollar.

Hintern-Talk statt Krisenpolitik: Trump verliert die wichtigen Themen aus den Augen

Auch Trumps wiederholte Kommentare über den Körperbau des republikanischen Senators Jon Husted aus Ohio griff Cooper auf."Ich habe mir seinen Hintern angeschaut, und das habe ich bei einem Mann noch nie gemacht. Wirklich wahr", sagte Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung.

Bei einer Kundgebung in Michigan richtete der Präsident seine Aufmerksamkeit anschließend auf das Hinterteil der Rapperin Nicki Minaj. Cooper zeigte entsprechende Ausschnitte und kritisierte damit Trumps thematische Prioritäten. Während viele Amerikaner mit wirtschaftlichen Sorgen und den Folgen des Krieges beschäftigt seien, rede der Präsident über derartige Nebensächlichkeiten.

Trump verliert sich Wut-Tirade

Auch für einen persönlichen Angriff fand Trump Zeit: Auf seiner Plattform Truth Social veröffentlichte er einen mehr als 1.300 Wörter langen Beitrag gegen den 70-jährigen Moderator Bill Maher.

"Lasst uns über diesen KOMPLETTEN UND TOTALEN VERLIERER Bill Maher reden", begann Trump seine Tirade. Am Ende schrieb er: "Bill: Ruf nicht mehr an."

Für Cooper ist auch dieser Beitrag ein Beispiel dafür, womit sich der Präsident kurz vor den Midterms beschäftigt – statt die Sorgen der Wähler in den Mittelpunkt zu stellen.

Umfrage belastet Trump zusätzlich

Eine am Sonntag veröffentlichte CBS-News-Umfrage liefert weiteren politischen Zündstoff: Viele Befragte waren der Ansicht, Trump stelle die finanziellen Interessen seiner Familie über die Belange des Landes. Selbst unter republikanischen Wählern vertraten demnach 17 Prozent diese Auffassung.

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/bua/news.de/stg

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