Donald Trump: Betrunken im Weißen Haus - US-Präsident rechnet nach Dinner mit TV-Komiker ab
Erst lud Donald Trump den TV-Komiker Bill Maher gleich zweimal zum Dinner ins Weiße Haus ein – dann rechnete er in einem Wutausbruch auf Truth Social mit ihm ab, nannte ihn betrunken, verlogen und einen "kompletten Verlierer".
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
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- Donald Trump lädt Bill Maher gleich zweimal ins Weiße Haus ein
- Donald Trump verspottet nach gemeinsamem Dinner
- Donald Trump wütet - US-Präsident vergisst sich im Netz
- Donald Trump beschimpft Moderator als Verlierer
Der Streit zwischen Donald Trump und Bill Maher hat eine neue Eskalationsstufe erreicht. Der US-Präsident hat sich in einen über 1300 Wörter langen Wutausbruch auf Truth Social ergossen, in dem er den "Real Time"-Moderator als "kompletten und totalen Verlierer" sowie als "Feigling" bezeichnete. Besonders brisant: Die Attacke folgt auf zwei gemeinsame Abendessen im Weißen Haus. Es ist nicht der einzige Ausbruch, mit dem Donald Trump für Schlagzeilen sorgt. Bei einer Wahlkampfrede entsetzte er mit einem Rassismus-Eklat gegen einen Demokraten-Politiker.
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Donald Trump lädt Bill Maher gleich zweimal ins Weiße Haus ein
Die Vorgeschichte der Eskalation reicht bis ins Frühjahr 2025 zurück. Damals trafen sich Donald Trump und Bill Maher erstmals zum Abendessen im Weißen Haus - laut Trump auf Drängen von Musiker Kid Rock, der ihn "unaufhörlich" wegen eines Treffens kontaktiert habe. Maher sei bei dieser ersten Begegnung "sehr nervös" und "sehr unsicher" gewesen, so der US-Präsident.
Das zweite Dinner fand am 15. Oktober statt, diesmal in Gesellschaft von Kid Rock und Sportkommentator Stephen A. Smith. Maher brüstete sich anschließend in seiner Sendung mit dem Besuch: "Ja, ich hab's wieder getan, Leute!" Er schwärmte von einer vierstündigen Visite inklusive Besichtigung von Trumps geplantem Ballsaal. Zunächst klang auch Trump versöhnlich. Gegenüber Reportern bezeichnete er das Abendessen als "großartig" und erklärte, wie Videos in den sozialen Netzwerken zeigen, Maher möge ihn "viel mehr, als die Leute denken". Doch diese Harmonie sollte nicht lange halten.
Donald Trump verspottet nach gemeinsamem Dinner
Doch statt Dankbarkeit zeigte der Moderator in seiner Sendung wenig Zurückhaltung. Maher nahm Donald Trumps desaströse Umfragewerte aufs Korn: "Trump hat die niedrigsten Zustimmungswerte aller Midterm-Kandidaten überhaupt. Nur ein Prozent der Republikaner erwähnen ihn in ihren Wahlwerbespots." Besonders pikant wurde es, als Maher sich über Trumps wiederkehrende Schwärmerei für die Körper männlicher Politiker lustig machte - etwa dessen Begeisterung für Senator Jon Husteds Kiefer und Physis. "Ich war vier Stunden lang zum Dinner da, und kein Pieps. Nichts", scherzte Maher mit gespielter Kränkung.
Donald Trump wütet - US-Präsident vergisst sich im Netz
Diese Kombination aus politischer Kritik und persönlichem Spott brachte das Fass offenbar zum Überlaufen. In seinem Truth-Social-Beitrag ging Donald Trump detailliert auf das zweite Dinner ein. Maher habe "wie die Hölle ausgesehen" und sei mit Alkohol in der Hand durchs Weiße Haus gelaufen, behauptete der US-Präsident. Auch bei der Dauer des Treffens widersprach er dem Comedian: Es habe nicht vier, sondern höchstens zwei Stunden gedauert - man verfüge über die Zeitstempel.
Beide Seiten liefern zudem völlig unterschiedliche Versionen davon, wer das zweite Treffen angestoßen hat. Maher hatte in seinem Podcast "Club Random" erzählt, Trump habe ihm spontan per SMS vorgeschlagen, erneut zusammen zu essen. Der US-Präsident hingegen behauptete, Mahers Team habe zehnmal angerufen, um ein weiteres Dinner zu arrangieren. Trumps Fazit fiel vernichtend aus: "Ich habe nichts gelernt, und es war Zeitverschwendung." Direkt an Maher gerichtet schrieb er: "Bill: Ruf nicht mehr an. Es ist zwecklos."
Donald Trump beschimpft Moderator als Verlierer
Doch Trump beließ es nicht bei Vorwürfen und vermeintlichen Richtigstellungen. In seinem Beitrag drohte er Maher auch mit konkreten Konsequenzen: Er werde dafür sorgen, dass Republikaner Maher künftig nicht mehr als "transformativ" bezeichnen. Parteivertreter hätten den Moderator zuletzt als jemanden dargestellt, der sich politisch bewege - damit solle nun Schluss sein.
"Du bist ein Verlierer!", donnerte Trump und nannte Maher einen "hoffnungslosen Typen" und "Feigling". Sein Vorwurf: Der Comedian habe jeden Moment der gemeinsamen Abende genossen, nur um anschließend in seiner Sendung umso heftiger auszuteilen.
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rut/news.de/stg
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