Donald Trump: Weil er sich 5 Wörter merken kann - US-Präsident bezeichnet sich als Genie

Fünf simple Wörter in der richtigen Reihenfolge wiederholen - für Donald Trump reicht das offenbar als Beweis überragender Intelligenz. Bei einem Wahlkampfauftritt erklärte sich der US-Präsident zu einem "verdammten Genie".

Von news.de-Redakteur - Uhr

Donald Trump hat sich in den höchsten Tönen selbst gelobt. (Foto) Suche
Donald Trump hat sich in den höchsten Tönen selbst gelobt. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Donald Trump erklärt sich zum Genie, weil er sich fünf Worte merken kann
  • Donald Trump geht auf Demokraten-Gouverneurin los
  • Donald Trump erklärt seinen "Genie"-Test
  • Donald Trump löste als einziger sämtliche Aufgaben korrekt

Donald Trump hat sich bei einer Wahlkampfveranstaltung in Bullhead City (Arizona) selbst zum "verdammten Genie" erklärt - und zwar aus einem bemerkenswerten Grund. Aktuell sorgt Donald Trump mit seiner Wahlkampftour vor den US-Zwischenwahlen täglich für Schlagzeilen - unter anderem mit einem zweideutigen Kommentar über eine US-Basketballerin und einemintensiven Blick auf den Körper eines Senators.

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Donald Trump erklärt sich zum Genie, weil er sich fünf Worte merken kann

Donald Trump erklärte voller Stolz, er habe sich fünf Wörter in der korrekten Reihenfolge wiederholen können. Der US-Präsident widmete diesem Thema einen weitschweifigen Monolog von knapp acht Minuten Länge, in dem er immer wieder seine eigene Intelligenz pries. Videos beim Netzwerk X dokumentieren die Trump-Prahlerei. Der Auftritt fand im Rahmen seiner Bemühungen statt, vor den anstehenden US-Zwischenwahlen Unterstützung für republikanische Kandidaten zu mobilisieren.

Donald Trump geht auf Demokraten-Gouverneurin los

Seinen ausufernden Monolog eröffnete Donald Trump mit einer Breitseite gegen die demokratische Gouverneurin von Arizona, Katie Hobbs. Sie sei "eine Person mit niedrigem IQ, meiner Meinung nach", erklärte der US-Präsident vor seinen Anhängern. Später tönte er: "Katie Hobbs würde beim kognitiven Test nicht gut abschneiden", und setzte schließlich noch einen drauf: "Katie Hobbs würde sehr schlecht abschneiden, und sie ist eine sehr schreckliche Gouverneurin."

Der Angriff kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Hobbs politisch komfortabel dasteht: In einer Umfrage des Instituts HighGround (6. bis 8. Oktober) liegt sie mit 17 Punkten Vorsprung vor dem republikanischen Herausforderer Andy Biggs. Für Trump dürfte das ein unangenehmer Befund sein. Bemerkenswert war auch, dass Trump seine eigenen Unterstützer kurzzeitig ins Visier nahm, als er andeutete, nur wenige Personen im Publikum könnten den von ihm beschriebenen Test bestehen.

Donald Trump erklärt seinen "Genie"-Test

Anschließend schilderte Trump den Ablauf des kognitiven Tests in allen Einzelheiten. Zunächst gehe es um einfache Aufgaben: Man bekomme Bilder von einem Löwen, einem Bären, einer Giraffe und einer Schlange gezeigt und müsse den Löwen identifizieren. Joe Biden sei an genau dieser Frage gescheitert, behauptete der US-Präsident ohne einen Beweis.

Dann werde es anspruchsvoller: Fünf Wörter - "Hut, Haare, Logo, Weiß und Schwarz" - müsse man sich merken und "vorzugsweise in der richtigen Reihenfolge" wiedergeben, um "Extrapunkte" zu erhalten. Der eigentliche Clou komme jedoch erst eine halbe Stunde und 25 bis 30 weitere Fragen später, wenn dieselben fünf Begriffe erneut abgefragt würden.

  • "Das schafft niemand", habe man ihm daraufhin gesagt, so Trump. Kaum jemand könne die Wörter überhaupt wiederholen - und erst recht nicht in der korrekten Reihenfolge.

Donald Trump löste als einziger sämtliche Aufgaben korrekt

Trumps Selbstbeweihräucherung nahm kein Ende, wie bei X zu sehen ist. "Ich mag die Idee, Tests zu machen", verkündete er und betonte erneut, dass die Eingangsfragen leicht seien. Ab Frage 15 werde es jedoch extrem schwierig - so schwierig, dass ein Arzt ihm angeblich versichert habe, noch nie einen Patienten erlebt zu haben, der sämtliche Aufgaben korrekt löste. Trump will das gleich dreimal geschafft haben.

"Ich habe ihn einmal gemacht, mit Bestnote bestanden. Noch einmal gemacht, mit Bestnote bestanden. Und erst kürzlich bei meiner letzten Untersuchung - mit Bestnote bestanden", so der US-Präsident. Diese letzte körperliche Untersuchung fand im Mai im Walter Reed National Military Medical Center statt. Die Medienberichterstattung über seine drei bestandenen Tests habe ihn schließlich dazu bewogen, seinem Arzt mitzuteilen, er werde den Test nie wieder ablegen.

  • Zur Einordnung:Der Montreal Cognitive Assessment (MoCA), auf den sich Trumps Schilderungen beziehen, dient dem Screening auf kognitive Beeinträchtigungen und misst nicht den Intelligenzquotienten. Eine volle Punktzahl belegt daher keine überragende Intelligenz.

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