Donald Trump: US-Präsident plant laut Insider ein Weißes Haus in Mar-a-Lago

Trump-Biograf Michael Wolff will wissen, was der US-Präsident wirklich plant, wenn in zwei Jahren die Lichter im Weißen Haus für ihn ausgehen. Demnach soll sich Donald Trump ein Beispiel an Wladimir Putin nehmen.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Donald Trump plant angeblich ein "alternatives Weißes Haus" in Mar-a-Lago. (Foto) Suche
Donald Trump plant angeblich ein "alternatives Weißes Haus" in Mar-a-Lago. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Donald Trump plant "alternatives Weißes Haus" laut Biograf
  • Donald Trump nimmt Wladimir Putin als Vorbild
  • Donald Trump könnte ohne Rücksicht vorgehen

Der Trump-Biograf Michael Wolff, ein erklärter Kritiker des US-Präsidenten, erhebt brisante Vorwürfe. Donald Trumps jüngster Deal zum Kauf russischen Diesels sei keineswegs ein gewöhnliches Handelsgeschäft, sondern der Auftakt eines weitreichenden Plans. Es ist längst nicht die einzige Kontroverse um Donald Trump im Moment. Auf seiner Wahlkampftour irritierte der US-Präsident unter anderem mit einer zweideutigen Bemerkung über einen Basketball-Star und konnte beim Gesäß eines Vertrauten nicht wegsehen.

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Donald Trump plant "alternatives Weißes Haus" laut Biograf

Die kühne Behauptung: Donald Trump wolle seine Beziehung zu Wladimir Putin gezielt nutzen, um nach dem Ende seiner Amtszeit ein von Oligarchen finanziertes Machtzentrum in Mar-a-Lago zu errichten. Sogar von einem "alternativen Weißen Haus" ist die Rede. In der aktuellen Folge des Podcasts "Inside Trump's Head", den Wolff gemeinsam mit Joanna Coles moderiert, bezeichnete der Autor den Diesel-Deal als "erste Stufe" dieser Strategie. Eine enge Verbindung zum Kreml-Chef sei Trumps Ziel "seit Beginn seiner politischen Karriere" gewesen, so Wolff. Nun rücke die Umsetzung in greifbare Nähe.

Donald Trump nimmt Wladimir Putin als Vorbild

Wolff zufolge sieht Trump im russischen Präsidenten weit mehr als einen geopolitischen Partner - nämlich ein Vorbild für die Verschmelzung von Macht und persönlichem Reichtum. Putin verkörpere eine Form des Autoritarismus, die Trump instinktiv begreife: "Wenn ich es will, sollte ich es bekommen. Wenn ich es sage, sollte es wahr sein", fasste der Biograf Trumps Denkweise zusammen.

Doch es gehe nicht nur um politische Kontrolle. Das russische Oligarchen-System liefere Trump zusätzlich die Vorlage für finanzielle Selbstbedienung. "Man wird Präsident der Vereinigten Staaten, man sollte dafür fürstlich bezahlt werden - was er auch wurde, aber noch fürstlicher", erklärte Wolff. Die Präsidentschaft sei in Trumps Vorstellung kein Amt im Dienst der Öffentlichkeit, sondern eine Investition mit maximaler Rendite.

Donald Trump könnte ohne Rücksicht vorgehen

Dass Donald Trump diese Strategie gerade jetzt vorantreibt, ist laut Wolff kein Zufall. In seiner ersten Amtszeit hätten die Russland-Ermittlungen seine Ambitionen ausgebremst, in der zweiten der erfolgreiche Widerstand der Ukraine. Doch mit den herannahenden Zwischenwahlen schwinden diese Hindernisse zusehends.

Besonders die politischen Fesseln innerhalb der eigenen Partei lösen sich nach Wolffs Einschätzung. "Er muss nicht einmal mehr darauf achten, die Republikaner im Repräsentantenhaus oder im Senat bei Laune zu halten, weil sie keine Macht mehr haben werden", so der Biograf. Was bleibe, seien zwei ungehinderte Jahre, um die Beziehung zu Putin zu vertiefen und "nach Hause zu bringen".

Insider glaubt an Trumps Schatten-Regierung in Florida

Der Biograf zeichnet ein konkretes Bild der Post-Präsidentschaft: Trump werde das Weiße Haus verlassen, nach Mar-a-Lago zurückkehren und dort eine Art Parallelregierung installieren. "Die Oligarchie wird für ihn sehr wichtig werden", prognostizierte Wolff. "Sie wird dieses alternative Weiße Haus finanzieren, das er meiner Überzeugung nach in Mar-a-Lago aufbauen wird."

Und die juristischen Risiken, die Trump nach dem Ausscheiden aus dem Amt drohen könnten? Co-Moderatorin Coles wollte wissen, ob der Präsident auch deshalb Ressourcen anhäufe, um sich gegen künftige Ermittlungen zu wappnen. Wolff winkte ab: Das beschäftige Trump kaum. Der Präsident verfüge bereits über "Milliarden mehr, wo das herkommt" - Geldsorgen seien das Letzte, was ihn umtreibe.

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