Donald Trump: "Kompletter Wahnsinn" - Trump-Wut explodiert bei Wahlkampfrede
Gleich zwei Länder sollen nach dem Willen von Donald Trump zum "51. Bundesstaat" werden. Bei einer Wahlkampfrede vergisst sich der US-Präsident und schürt Übernahme-Fantasien gegenüber Kanada und Grönland.
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
Suche
- Donald Trump irritiert mit Kanada- und Grönland-Annexion
- Donald Trump schürt Wut bei Wahlkampfrede
- "Kompletter Wahnsinn" - Donald Trump für Kanada-Kracher verspottet
Auf einer Wahlkampfveranstaltung in Bullhead City (Arizona) vor den anstehenden US-Zwischenwahlen hat Donald Trump erneut seine irritierende Forderung bekräftigt, Kanada und Grönland zu annektieren. Aktuell sorgt der US-Präsident mit seiner Wahlkampftour vor den US-Zwischenwahlen täglich für Schlagzeilen - unter anderem mit einem zweideutigen Kommentar über eine US-Basketballerin und einem intensiven Blick auf den Körper eines Senators.
Weitere Artikel über Donald Trump finden Sie unter diesem Text.
Donald Trump irritiert mit Kanada- und Grönland-Annexion
Videos beim Netzwerk X zeigen, wie Donald Trump seinem Publikum zurief:
- "Kanada wird der 51. Bundesstaat." Direkt hinterher schob er: "Genau wie Grönland."
Damit griff Trump gleich zwei seiner außenpolitischen Lieblingsthemen auf, die international für Kopfschütteln sorgen. Als Begründung führte der US-Präsident das Handelsdefizit zwischen beiden Ländern an und warf dem nördlichen Nachbarn einmal mehr vor, die Vereinigten Staaten systematisch auszunutzen.
Die USA verlören jährlich 100 Milliarden Dollar an Kanada - eine Situation, die aus seiner Sicht nur durch eine Übernahme des Landes zu lösen sei. Die Äußerungen drohen den ohnehin angespannten Konflikt mit Kanadas Premierminister Mark Carney weiter anzuheizen.
Donald Trump schürt Wut bei Wahlkampfrede
Bei seiner Rally wurde Trump in Bezug auf den nördlichen Nachbarn ungewohnt konkret. "Kanada behandelt uns miserabel, das war schon immer so", erklärte er. Doch seit er an der Macht sei, hätten sich die Spielregeln grundlegend geändert. Die Kanadier hätten die USA mit Zöllen abgezockt und nie darüber reden wollen.
Besonders die Automobilindustrie nahm Trump ins Visier: Kanadische Autohersteller würden bereits in die Vereinigten Staaten abwandern - andernfalls drohten ihnen massive Strafzölle. Seinen Annexionsvorschlag präsentierte er als rein wirtschaftliche Notwendigkeit: "Sie werden der 51. Bundesstaat, weil es anders nicht funktioniert. Wir brauchen sie nicht, aber sie brauchen uns."
"Kompletter Wahnsinn" - Donald Trump für Kanada-Kracher verspottet
Die Reaktionen im Netz ließen nicht lange auf sich warten.
- Das liberale Mediennetzwerk Meidas Touch kommentierte knapp: "Er ist völlig krank. Nichts davon ist normal."
- Die Autorin "Polly Sigh" fasste ihre Einschätzung in zwei Worten zusammen: "Kompletter Wahnsinn. Wie üblich."
- Politkommentator "Tea Pain" wies mit spitzer Ironie auf einen logischen Fehler hin: "Wow! Gleich zwei 51. Bundesstaaten!"
- Der liberale Kommentator Vince Wilson schlug ernstere Töne an und ordnete Trumps Äußerungen politisch ein: "Kanada wehrt sich mit aller Kraft. Es wird niemals der 51. Bundesstaat. So sieht Autoritarismus aus."
Donald Trump geht auf Konfrontationskurs mit Kanada
Donald Trumps jüngster Vorstoß fällt in eine Phase, in der die Beziehungen zwischen Washington und Ottawa bereits schwer beschädigt sind. Ein eskalierender Handelskrieg mit der Drohung massiver Zölle auf kanadische Waren hat das bilaterale Verhältnis auf einen Tiefpunkt gebracht. Zusätzlich sorgte Trump für Empörung, als er den Lake Ontario - der die Grenze beider Länder bildet - eigenmächtig in "Lake America" umbenannte.
Lesen Sie außerdem noch diese Artikel:
- Weil er sich 5 Wörter merken kann - US-Präsident bezeichnet sich als Genie
- US-Präsident will Vertrauten opfern - und jammert vor seinen Anhängern
- US-Präsident plant laut Insider ein Weißes Haus in Mar-a-Lago
- US-Präsident trifft blonde Assistentin fast im Gesicht - die grinst stur weiter
- US-Präsident entsetzt mit Video von tödlichem Tiger-Angriff
rut/news.de/stg
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.