Donald Trump: Trump tobt nach Niederlage – diese Wut-Explosion lässt aufhorchen

Donald Trump schäumt vor Wut: Nach einer juristischen Niederlage wegen eines Golfplatzes in Washington greift der US-Präsident eine Bundesrichterin öffentlich an. In einem nächtlichen Wut-Post macht er Ana Reyes sogar für mögliche Verletzte und Tote verantwortlich. 

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Golfplatz-Streit eskaliert: Donald Trump attackiert Bundesrichterin. (Foto) Suche
Golfplatz-Streit eskaliert: Donald Trump attackiert Bundesrichterin. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Trump droht Richterin Ana Reyes nach einem Gerichtsbeschluss zum Golfplatz East Potomac Golf Links
  • Die Trump-Regierung ließ rund 500 Bäume fällen, obwohl die Richterin Rodungen untersagt hatte
  • Trotz gerichtlicher Einwände treibt die Regierung ihre Pläne für die Anlage weiter voran

Donald Trump lässt seiner Wut freien Lauf – und nimmt dabei abermals eine Bundesrichterin ins Visier. In einem mehr als 300 Wörter langen Beitrag auf Truth Social attackierte der US-Präsident am späten Mittwochabend Ana C. Reyes. Dabei machte er sie für mögliche Verletzungen und Todesfälle auf einem Golfplatz in Washington verantwortlich.

Trump droht Richterin in nächtlichem Wut-Ausbruch

Trump erklärte, er werde "die Richterin Ana C. Reyes voll verantwortlich machen für jeden, der auf diesem sehr gefährlichen, heruntergekommenen und unansehnlichen Golfplatz verletzt oder getötet wird."

Im Zentrum des Zorns steht der öffentliche Golfplatz East Potomac Golf Links. Trump bezeichnete die Anlage als "nationale Schande" und behauptete, Golfbälle flögen durch beschädigte Schutznetze. Ein Mitarbeiter des Weißen Hauses sei dadurch "heftig in die Brust getroffen" worden. Zusätzlich veröffentlichte Trump Fotos, die angeblich zerfallene Betonwege, beschädigte Ufermauern und Exkremente in einem Treppenhaus zeigen.

Bereits zuvor hatte sich Trump nach einem Gerichtsurteil wegen seiner Golfplatz-Pläne mit Richterin Reyes angelegt.

Trump will öffentlichen Golfplatz zur Elite-Anlage machen

Hinter dem Streit stehen Trumps Pläne, den öffentlich zugänglichen Golfplatz in einen erstklassigen Austragungsort für prestigeträchtige Turniere wie die U.S. Open oder den Ryder Cup zu verwandeln. Zugleich verspricht der Präsident, die Anlage werde weiterhin "für Einheimische bezahlbar" bleiben.

Die von Ex-Präsident Joe Biden ernannte Richterin Reyes beaufsichtigt eine Klage gegen die Umgestaltung. Sie untersagte der Trump-Regierung, ohne vorherige Genehmigung weitere Arbeiten auf dem Gelände durchzuführen. Geplante Veränderungen müssen mindestens zehn Tage im Voraus angekündigt werden.

500 Bäume gefällt – Trump-Regierung ignoriert Gerichtsbeschlüsse

Doch die Trump-Administration hat sich wiederholt über die richterlichen Anordnungen hinweggesetzt. Die Regierung hatte bereits rund 500 Bäume auf dem Gelände fällen lassen, obwohl Reyes dies untersagt hatte. In einer 70 Seiten umfassenden Entscheidung ordnete sie am Montag an, sämtliche Rodungen sofort einzustellen.

Die Trump-Regierung wehrt sich gegen die Entscheidung und hat Berufung eingelegt. Der Rechtsstreit um die Umgestaltung des öffentlichen Golfplatzes geht damit in die nächste Runde.

Zudem kritisierte die Richterin die Anwälte des Justizministeriums, weil diese Renovierungspläne bestritten hätten, obwohl Trump öffentlich darüber gesprochen hatte. "Selten, wenn überhaupt jemals, hat das Justizministerium ein Bundesgericht aufgefordert, dem amtierenden Präsidenten nicht zu glauben", stellte Reyes fest.

Trump-Regierung treibt Baupläne trotz Gerichtsstreit voran

Der Konflikt ist damit längst nicht beendet. In Gerichtsdokumenten vom Mittwoch kündigte das Justizministerium an, Teile des East Potomac Parks einschließlich des Golfplatzes für Bauarbeiten zu schließen. Dies geschehe "im Einklang mit der Anweisung des Präsidenten".

Die Regierung begründet den Schritt mit einer angeblich einsturzgefährdeten Ufermauer. Eine Schließung des Golfplatzes am 15. November hatte sie bereits zuvor angekündigt. Die Konfrontation zwischen Trump-Regierung und Justiz verschärft sich damit weiter, wie "The Daily Beast" berichtet.

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