Donald Trump: Trump tappt in Obama-Falle - Ex-Vertrauter prophezeit politisches Desaster
Donald Trump tappt in die Obama-Falle – und sabotiert sich gleich selbst. Statt den Spott zu ignorieren, liefert er seinem Gegner immer neue Angriffsflächen. Ex-Stabschef Miles Taylor spricht von politischer Selbstzerstörung - ausgerechnet kurz vor den Midterms.
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster - Uhr
Suche
- Obama-Scherz bringt Donald Trump aus der Fassung
- Ex-Stabschef Miles Taylorwarnt vor politischem Midterm-Desaster
- Trump tappte nach Obama-Witz in die Falle
Ein einziger Witz genügte, um den mächtigsten Mann der Welt aus der Fassung zu bringen – und das ausgerechnet zehn Tage vor den entscheidenden Midterm-Wahlen. Bei einer Kundgebung in Cleveland am vergangenen Samstag spottete Ex-Präsident Barack Obama, das Weiße Haus sehe mittlerweile aus, "als hätte Saddam Hussein eine Cheesecake Factory eröffnet".
Obama-Scherz bringt Trump politisch ins Wanken
Was als pointierte Bemerkung über Trumps opulente Neugestaltung der Regierungszentrale begann, entwickelte sich in den darauffolgenden Tagen zu einer politischen Kettenreaktion. Statt den Stich zu ignorieren und den Fokus auf die Wahlkampfbotschaft seiner Partei zu lenken, verstrickte sich Präsident Trump in eine tagelange öffentliche Verteidigung seiner Inneneinrichtung.
Obama stichelt, Trump legt nach – Analyst sieht fatales Eigentor vor den Midterms
Miles Taylor, einst Stabschef im Heimatschutzministerium unter Trump, sieht in der Episode ein politisches Desaster mit Ansage. In seinem Newsletter bei DEFIANCE.org schrieb er am Donnerstag: "Barack Obama brauchte nur einen einzigen Witz, um den Präsidenten der Vereinigten Staaten dazu zu bringen, die Midterm-Chancen seiner eigenen Partei zu sabotieren."
Taylor, der sich 2018 als anonymer Verfasser eines aufsehenerregenden Trump-kritischen Gastbeitrags in der "New York Times" entpuppte, bezeichnete Trumps Reaktion als das "schlimmste, selbstzerstörerischste Schlussplädoyer in der Geschichte amerikanischer Wahlen". Obamas eigentliche Botschaft sei gewesen, dass der amtierende Präsident seinen Palast renoviere, während sich die Amerikaner keine Lebensmittel mehr leisten könnten. Doch Trump habe es einfach nicht auf sich beruhen lassen können.
Trump verteidigt Gold, Marmor und seinen Mega-Ballsaal
Laut Taylor setzte Trumps Gegenoffensive noch am Samstagabend ein, als er Obama auf Truth Social attackierte. Am Montag legte er auf dem Rollfeld nach und bezeichnete seinen Vorgänger als "lausigen Präsidenten". Der eigentliche Höhepunkt folgte jedoch bei einer Wahlkampfveranstaltung in Mississippi, die ursprünglich einem gefährdeten republikanischen Senatssitz gewidmet war.
Dort widmete Trump rund zehn Minuten der Verteidigung seiner Renovierungen – inklusive Goldverzierungen, Marmor, Hubschrauberlandeplatz und Ballsaal. "Es ist kein Geld. Es sind Peanuts", erklärte der Präsident. "Wir haben den großartigsten Ballsaal gebaut, den man je gesehen hat... Und ich würde versuchen, das einem Typen wie Obama zu erklären, aber er würde es nicht verstehen."
Taylor berichtete, er sei gerade bei CNN im Studio gewesen, als der Sender einen Zusammenschnitt dieser Aussagen ausstrahlte – die anwesenden Kommentatoren hätten ihr Lachen kaum zurückhalten können.
5.000-Dollar-Schecks und Hamburger: Trump liefert weitere Angriffsfläche
Doch damit nicht genug der politischen Eigentore. Taylor verwies auch auf Trumps Prahlerei, man mache "ein verdammtes Vermögen" mit Öl –während die Amerikaner angesichts hoher Benzinpreise immer tiefer in die Tasche greifen müssen.
Besonders brisant: Bei einem Auftritt in Corpus Christi schlug Trump seinen Anhängern vor, die versprochenen 5.000-Dollar-Schecks doch in Mar-a-Lago auszugeben. Nur um dann selbst nachzuschieben, dass man dort "für 5.000 Dollar höchstens einen Hamburger und vielleicht ein kleines Dessert" bekomme.
"Marie Antoinette dürfte aus dem Grab heraus gelächelt haben", kommentierte Taylor trocken. Innerhalb weniger Tage seien Trumps Äußerungen "von selbstzerstörerisch über Selbstzerstörung bis hin zur vollständigen politischen Selbstverbrennung" eskaliert.
Obama setzt nach: "Gesamtstaatliche Reaktion" – aber nicht auf die Inflation
Der Ex-Präsident wusste offenbar genau, was er angerichtet hatte. Bei einer Kundgebung in Atlanta am Mittwoch legte Obama nach und verspottete die Regierung dafür, eine "gesamtstaatliche Reaktion auf diesen Witz" mobilisiert zu haben – "nicht auf die Inflation, sondern auf diesen Witz".
Trump tappt in Obama-Falle: US-Präsident droht Midterm-Desaster laut Ex-Stabschef
"Der ehemalige Präsident wusste, dass er den amtierenden in eine Falle gelockt hatte", schrieb Taylor in seinem Newsletter. Seine Bilanz der vergangenen Tage fiel vernichtend aus: "Letzte Woche endete damit, dass Obama einen Witz machte. Diese Woche hat Trump ihn so schlecht aufgenommen, wie man es sich nur vorstellen kann. Und nächste Woche werden die Wähler das letzte Wort haben."
Am kommenden Dienstag wird sich zeigen, ob diese Prognose zutrifft.
Auch diese Trump-News sind einen Blick wert:
- Trump tobt nach Niederlage – diese Wut-Explosion lässt aufhorchen
- Trump prahlt mit Hirn-Test - nächster Peinlich-Auftritt sorgt für Wirbel
- Nicht Donald, sondern Melania – Putin wollte Trump-Ehefrau unbedingt
- Fauxpas vor laufender Kamera – Trump blamiert sich mit Make-up-Panne
- "Tiere werden frittiert" - Trump blamiert sich mit Gaga-Behauptung
sba/news.de/stg
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.