Donald Trump: Wut-Ausbruch mitten in der Nacht – plötzlich spricht Trump von Entführung
Mitten in der Nacht platzt Donald Trump der Kragen: Kurz vor den Midterms erhebt der US-Präsident wilde Wahlbetrugs-Vorwürfe und spekuliert sogar über eine Entführung. Im Zentrum des Streits steht ein mysteriöser Kandidat aus Alaska.
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster - Uhr
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- Trump veröffentlicht explosiven Wut-Post kurz vor den Midterms
- Darin verbreitet Trump wilde Entführungs-Theorie zu Alaska-Kandidat
- Trump wittert Wahlbetrug und attackiert Demokraten
Mitten in der Nacht vor den entscheidenden Midterm-Wahlen hat US-Präsident Donald Trump (80) auf Truth Social einen Wutanfall in Großbuchstaben hingelegt. Um 1:12 Uhr Ortszeit attackierte er den mutmaßlichen Scheinkandidaten Dan J. Sullivan, der im Senatsrennen von Alaska denselben Nachnamen trägt wie der republikanische Amtsinhaber Dan S. Sullivan.
Trump platzt der Kragen: Scheinkandidaten-Chaos in Alaska bedroht republikanische Senatsmehrheit
"Der falsche Alaska-Kandidat Danial J. Sullivan Jr. ist verschollen! Er ist komplett verschwunden, weg! Niemand konnte ihn finden", tobte Trump. Dann legte er nach: "Vielleicht wurde er von den korrupten Dumokraten-Anwälten entführt'??? Die haben Todesangst, wegen Wahlbetrug strafrechtlich verfolgt zu werden!!!"
Der Ausraster kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt: Aktuelle Umfragen sehen die Demokratin Mary Peltola mit sechs Prozentpunkten Vorsprung vor Senator Sullivan – ein Ergebnis, das die republikanische Senatsmehrheit ernsthaft gefährden könnte.
Ein Grundschullehrer als Phantom-Kandidat
Hinter dem Namen Dan J. Sullivan verbirgt sich dem "Daily Beast" zufolge ein ehemaliger Grundschullehrer aus der Kleinstadt Petersburg, Alaska. Der Vorwurf: Er sei gezielt als Spoiler-Kandidat rekrutiert worden, um Wähler zu verwirren – schließlich stehen beide Sullivans nebeneinander auf dem Stimmzettel. Ursprünglich trat er als Republikaner an, wird nun jedoch ohne Parteizugehörigkeit gelistet.
Er selbst wies jede Verbindung zu den Demokraten entschieden zurück. Gegenüber der Associated Press erklärte er im Juni, er habe "null, keine, keinerlei" Kontakte zu Peltolas Team oder der Demokratischen Partei gehabt. Laut "CBS News" ist der Mann inzwischen aus seinem Heimatort verschwunden, nachdem Trumps Justizministerium strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet hatte. Im Rahmen dieser Untersuchung wurden bereits Vorladungen an mehrere demokratische Funktionäre zugestellt.
Demokratin Peltola führt in Alaska – und Trumps Klage scheitert vor Gericht
Eine am Montag veröffentlichte AtlasIntel-Umfrage zeigt Peltola mit 50 zu 44 Prozent deutlich vor dem amtierenden Senator. Der Scheinkandidat Dan J. Sullivan kommt demnach auf gerade einmal 0,6 Prozent – genug allerdings, um in einem knappen Rennen den Unterschied zu machen.
Parallel versuchte die Trump-Regierung auf juristischem Weg, die Zertifizierung des Wahlergebnisses in Alaska im Falle einer Sullivan-Niederlage zu blockieren. Am Sonntag wies Bundesrichterin Sharon Gleason diese Klage jedoch ab. Die Pläne der Regierung, in eine Staatswahl einzugreifen, seien "undurchführbar", da viele Wähler bereits abgestimmt hätten. Zudem liefere die Regierung "keinen praktikablen Plan", wie Stimmzettel für Daniel J. Sullivan gesondert behandelt werden könnten, ohne das Wahlgeheimnis zu verletzen.
Peltolas Team feiert Niederlage für Trump-Regierung
Peltolas Wahlkampfteam begrüßte die Entscheidung als Erfolg für die Demokratie. In einer Stellungnahme erklärte die Kampagne, das Urteil sei ein "Sieg für die Demokratie und eine deutliche Botschaft an Donald Trump und die Republikaner im Senat: Niemand, egal wie mächtig, kann freie und faire Wahlen verwerfen, nur weil ihm das Ergebnis nicht passt."
Auch Alaskas republikanischer Gouverneur Mike Dunleavy hatte eine eigene Untersuchung gefordert. Der Streit um den zweiten Dan Sullivan dürfte damit auch am Wahltag für Gesprächsstoff sorgen.
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