Donald Trump: Wutausbruch um Mitternacht - US-Präsident tobt am Telefon nach Wahlpleite
Fünf Minuten nach einer wütenden Tirade gegen Fox News auf Truth Social griff Donald Trump zum Hörer - und rief genau dort an. In einem Monolog schob der US-Präsident jede Schuld an der historischen Wahlniederlage seiner Partei von sich.
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
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- Donald Trump irritiert mit Monolog gegen Mitternacht
- Donald Trump hatte "die größten zwei Jahre in der Geschichte der Präsidentschaft"
- Donald Trump packt Ausrede für Wahlniederlage aus
- Donald Trump tobt gegen Fox News
Was für eine Niederlage für Donald Trump. Die Demokraten haben bei den Midterm-Wahlen 2026 sowohl das Repräsentantenhaus als auch den Senat zurückerobert - eine blaue Welle, die Washington erschüttert. Doch wer auf eine demütige Reaktion des US-Präsidenten gehofft hatte, wurde in der Wahlnacht eines Besseren belehrt. Dabei hatte Donald Trump bereits vor der Wahl vor einem solchen Szenario mit möglichen drastischen Folgen gewarnt.
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Donald Trump irritiert mit Monolog gegen Mitternacht
Statt einer nüchternen Stellungnahme griff Donald Trump gegen Mitternacht zum Telefon und schaltete sich live bei Fox News zu - für einen 23-minütigen Monolog, den "The Daily Beast" als "bizarren Redeschwall" beschrieb. Bei den Moderatoren Bret Baier und Martha MacCallum spulte der Präsident sein gewohntes Repertoire ab: Lobpreisungen seiner Wirtschaftspolitik, seines Krieges im Iran und des Waffendeals mit Israel. Verantwortung für das Wahldesaster? Fehlanzeige.
Donald Trump hatte "die größten zwei Jahre in der Geschichte der Präsidentschaft"
Im Gespräch mit Baier und MacCallum zeigte sich Trump zunächst betont gelassen. "Glückwunsch an die Demokraten. Sie haben gute Arbeit geleistet", sagte der US-Präsident. Doch der versöhnliche Ton hielt nur Sekunden. "Aber ich sehe das nicht als Schlag gegen mich. Wir hatten die größten zwei Jahre in der Geschichte der Präsidentschaft", schob er unmittelbar hinterher.
Eine persönliche Mitschuld an der historischen Niederlage seiner Partei wies Trump damit kategorisch zurück. Stattdessen ratterte er seine vertrauten Erfolgsbehauptungen herunter: die angeblich beste Wirtschaftsleistung aller Zeiten, den Militäreinsatz im Iran und den jüngsten Rüstungsdeal mit Israel.
Dass die Wählerinnen und Wähler seine Bilanz offenkundig anders bewerteten als er selbst, schien Donald Trump nicht zu irritieren. Seine im Keller befindlichen Zustimmungswerte erwähnte Trump mit keinem Wort - die Schuld lag für ihn ganz woanders.
Donald Trump packt Ausrede für Wahlniederlage aus
Die Verantwortung für das Debakel schob Trump direkt auf die von ihm selbst unterstützten Kandidaten. "Sie haben die Menschen einfach nicht dazu inspiriert, wählen zu gehen", erklärte er. "Und ich stand nicht auf dem Stimmzettel. Hätte ich dort gestanden, wären sie gekommen." Auf Truth Social formulierte er es noch drastischer: Mit ihm als Kandidat hätte man "haushoch gewonnen".
Anschließend verlor sich der US-Präsident in ausschweifenden Schilderungen seiner Wahlkampfauftritte. Die Kundgebungen seien "die größten Rallys aller Zeiten" gewesen, mit Zehntausenden Menschen vor den Veranstaltungsorten, die auf riesigen Bildschirmen hätten zuschauen müssen, weil kein Platz mehr gewesen sei. Dass trotz dieser angeblich überwältigenden Begeisterung die republikanischen Kandidaten reihenweise verloren, brachte Trump nicht als Widerspruch zur Sprache. Einige Siege habe es schließlich gegeben - "keine schlechten Siege", wie er betonte.
Donald Trump tobt gegen Fox News
Noch bevor er bei Fox News anrief, hatte Donald Trump den Sender auf Truth Social heftig attackiert. Die Einschaltquoten seien um 27 Prozent eingebrochen, weil der Kanal zu viel Sendezeit den "Trump-verhassten Dumokraten" widme. Der Quotenverfall habe nichts mit ihm zu tun - Fox stelle sich vielmehr gegen ihn.
Besonders empörte sich der US-Präsident über Spenden der Fox Corporation an demokratische Organisationen und Politiker, darunter Hakeem Jeffries, Jamie Raskin und das Democratic Congressional Campaign Committee. "Kein Wunder, dass die Quoten von Fox News einbrechen", schrieb er.
Gleichzeitig prahlte Trump mit seinen eigenen Beliebtheitswerten: Eine CNN-Umfrage sehe ihn bei 99 Prozent Zustimmung unter Republikanern. Unter republikanischen Präsidenten liege er bei 53 Prozent - weit vor Ronald Reagan mit 18 und Abraham Lincoln mit 8 Prozent.
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rut/news.de
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