Wladimir Solowjow: "Wir müssen eskalieren" - Putin-Propagandist fordert Angriffe auf Europa

Aus Russland kommen erneut scharfe Drohungen gegenüber dem Westen. Putins Top-Propagandist Wladimir Solowjow fordert unverhohlen Angriffe auf Europa. Laut dem Moderator sind unter anderem Waffenfabriken "legitime Ziele".

Von news.de-Redakteur - Uhr

Wladimir Solowjow droht erneut dem Westen. (Foto) Suche
Wladimir Solowjow droht erneut dem Westen. Bild: picture alliance / dpa | Alexander Shcherbak/Tass/Host Ph
  • Wladimir Solowjow ruft im russischen Staatsfernsehen zu weiterer Eskalation auf
  • Putin-Propagandist will ukrainische Führung ausschalten und europäische Waffenfabriken angreifen
  • Aussagen des Moderators sorgen für Spott im Netz

Wladimir Solowjow gilt als einer der größten Scharfmacher im Ukraine-Krieg. Der russische Moderator fiel in den vergangenen Monaten schon häufiger durch alarmierende Drohungen gegenüber Kiew und dem Westen auf. Schon mehrfach forderte er die Ausweitung des Krieges auf europäischem Boden und sprach sich für Angriffe gegen Nato-Staaten aus, bei denen auch Atomwaffen eingesetzt werden könnten.Nun legte der Putin-Unterstützer mit weiteren besorgniserregenden Aussagen nach.

Wladimir Solowjow spricht neue Drohungen gegen die Ukraine und Europa aus

In einer aktuellen Propaganda-Sendung, von der der ehemalige Berater des ukrainischen Innenministers, Anton Geraschtschenko, einen Ausschnitt auf X (vormals Twitter) teilte, erhob Solowjow eine unverhohlene Forderung nach einer Eskalation des Krieges:

  • "Wir müssen eskalieren - und zwar mit aller Härte. Wir müssen die militärische und politische Führung der Ukraine ausschalten. Wir müssen Fabriken in Europa und im Vereinigten Königreich zerstören, in denen Waffen hergestellt werden, mit denen unsere friedlichen Städte angegriffen werden. Wir müssen die Transportmittel zerstören, mit denen diese Waffen befördert werden, Flugzeuge abschießen und Schiffe versenken. Vor allem aber müssen wir die Fabriken und die Entwickler angreifen. Sie müssen wissen, dass sie aus unserer Sicht legitime Ziele sind. Wir wollen nicht, dass sie Angst haben. Wir wollen, dass sie verschwinden."

Putin-Propagandist fordert Eskalation durch Angriffe auf Waffenfabriken, Flugzeuge und Schiffe

Solowjow spielte damit auf die anhaltenden ukrainischen Luftangriffe auf Ziele tief in Russland an, die für Wladimir Putins Kriegsmaschinerie eine wichtige Rolle spielen. In den vergangenen Monaten wurden beispielsweise immer wieder Rüstungsfabriken und Öldepots von Kiew ins Visier genommen. Dass Moskau seinerseits eine Invasion startete und weiterhin durch Angriffe auf die kritische Energieinfrastruktur die Zivilbevölkerung in der Ukraine leiden lässt, verschwieg Solowjow bei seinen Ausführungen.

Solowjow im Netz verspottet

Einige Kommentatoren auf X (vormals Twitter) können die erneute Eskalationsdrohung des Kreml-Propagandisten nicht ernst nehmen und kritisieren seine Aussagen scharf. Sie schreiben dazu unter anderem:

  • "Redet der Typ immer noch? Muss doch anstrengend sein, vier Jahre lang jeden Tag nur Unsinn zu reden, obwohl man weiß, dass ihm niemand zuhört."
  • "Seit 2022 eskaliert er jeden Abend im Fernsehen auf brutale Weise. Inzwischen ist es schon die Titelmelodie der Sendung."
  • "Die einzige Möglichkeit, die Situation weiter zu eskalieren, wäre, wenn Solowjow eine Uniform anzieht und an die Front geht."
  • "Gegen wie viele Länder genau will Russland eigentlich gleichzeitig verlieren?"

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