Donald Trump: US-Präsident muss Rede stoppen - und donnert dann wegen Epstein los

Ein Protestler im Pro-Trump-Outfit schleuste sich in eine Wahlkampfveranstaltung des US-Präsidenten ein und konfrontierte ihn mit seiner Epstein-Verbindung. Das konnte Donald Trump nicht auf sich sitzen lassen und donnerte los.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Donald Trump wurde wieder einmal während seiner Rede gestört. (Foto) Suche
Donald Trump wurde wieder einmal während seiner Rede gestört. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Donald Trump muss Rede stoppen wegen Protestierenden - und donnert dann los
  • Donald Trump tobt wegen Epstein-Behauptung - Comedian schürt Trump-Wut
  • Donald Trump hat "Epstein aus Mar-a-Lago geworfen"

Bei einer Wahlkampfveranstaltung des US-Präsidenten in Chillicothe (US-Bundesstaat Ohio) kam es zum nächsten Eklat. Während Donald Trump gerade eine Anekdote über den republikanischen Senator Jon Husted zum Besten gab, wurde er abrupt unterbrochen. Zuletzt sorgte Donald Trump bei seinen Wahlkampfveranstaltungen regelmäßig für Schlagzeilen. Einen Protestler beschimpfte er wüst, an anderer Stelle wartete er mit einem Bomben-Witz auf.

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Donald Trump muss Rede stoppen wegen Protestierenden - und donnert dann los

Während Donald Trump eine kleine Atempause am Mikrofon einlegte, nutzte ein Zwischenrufer seine Chance und donnerte von der Tribüne aus in den Saal: "Trump ist mit dem Jeffrey-Epstein-Flugzeug geflogen!" Videos beim Netzwerk X dokumentieren den Vorfall.

Die Sicherheitskräfte zerrten den Störer umgehend aus der Halle, während das Publikum mit Buhrufen reagierte. Doch Donald Trump ließ sich sichtlich aus der Fassung bringen - und wartete mit einem donnernden Monolog über seine Verbindung zu Jeffrey Epstein auf.

Donald Trump tobt wegen Epstein-Behauptung - Comedian schürt Trump-Wut

Dabei behauptete Trump erneut, er sei "vollständig entlastet" worden. Veröffentlichte Regierungsdokumente zeigen aber auch: Trump saß zwischen 1993 und 1996 mindestens achtmal in Epsteins berüchtigtem Privatjet, der wegen des mutmaßlichen Transports von Missbrauchsopfern den Spitznamen "Lolita Express" trägt. Trumps Name erscheint in mehr als 5.300 Epstein-Dokumenten, wie die "New York Times" berichtete.

Hinter der Protestaktion steckt Rob Potylo, ein politischer Aktivist und Comedy-Musiker, der unter dem Künstlernamen "Robby Roadsteamer" bekannt ist. Normalerweise tritt er im Giraffenkostüm auf und veröffentlicht Anti-Trump-Parodiesongs auf YouTube - dieses Mal tarnte er sich mit einer Pro-Trump-Mütze, um in die Veranstaltung zu gelangen. Auf Instagram und X teilte Potylo anschließend Videos seiner Aktion.

Donald Trump hat "Epstein aus Mar-a-Lago geworfen"

Nachdem der Störer abgeführt worden war, griff Trump dessen Epstein-Bemerkung auf der Bühne auf.

  • "Ich habe Jeffrey Epstein vor etwa 20 Jahren aus dem Club geworfen, weil ich ihn für einen Spinner hielt", erklärte der Präsident. "Das war eine großartige Tat von mir, muss ich sagen."

Anschließend versuchte Trump, Epstein dem politischen Gegner zuzuordnen:

  • "Er ist nie mit mir aufgetaucht. Wisst ihr, mit wem er aufgetaucht ist? Mit lauter Freunden der Demokraten. Er war ein Demokrat."
  • Was Trump dabei unerwähnt ließ: Er selbst war von 2001 bis September 2009 als Demokrat registriert - also genau in jenem Zeitraum, den er als Beleg für Epsteins politische Zugehörigkeit anführte.

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