Donald Trump: Wutausbruch hinter verschlossenen Türen - US-Präsident vergisst sich

Insider schildern der "New York Times", was sich kurz vor den US-Zwischenwahlen hinter den Türen des Weißen Hauses abspielt. Mit Donald Trumps Gelassenheit soll es vorbei sein. Der US-Präsident reagiere immer aggressiver auf Kritik.

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Donald Trump soll hinter verschlossenen Türen zu Wutausbrüchen neigen. (Foto) Suche
Donald Trump soll hinter verschlossenen Türen zu Wutausbrüchen neigen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein
  • Donald Trump reagiert aggressiv auf Kritik laut Bericht
  • Donald Trump: Verhalten gibt Anlass zur Sorge
  • Donald Trump kann in Tirade nicht an sich halten
  • Eigene Kandidaten fürchten den Trump-Effekt

Wenige Tage vor den US-Zwischenwahlen zeichnet die "New York Times" ein beunruhigendes Bild aus dem Inneren des Weißen Hauses. Demnach hat sich das Verhalten von Donald Trump hinter verschlossenen Türen so stark verändert, dass selbst enge Vertraute alarmiert sind. Es ist nicht die einzige Schlagzeile rund um den US-Präsidenten. Zuletzt sorgte er mit seinen Wahlkampfauftritten für Aufsehen. Einen Protestler beschimpfte er wüst, an anderer Stelle wartete er mit einem Bomben-Witz auf.

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Donald Trump reagiert aggressiv auf Kritik laut Bericht

Für den Bericht sprach die Zeitung mit 16 aktuellen und ehemaligen Regierungsbeamten sowie Verbündeten des US-Präsidenten, denen Anonymität zugesichert wurde. Sie schildern eine düstere Stimmung in der Machtzentrale: Donald Trump verkleinere seinen Kreis an Vertrauenspersonen zusehends, reagiere aggressiv auf Kritiker und ignoriere Umfragen, die seine sinkende Beliebtheit dokumentieren.

Donald Trump: Verhalten gibt Anlass zur Sorge

Laut dem Bericht verbringt Trump immer mehr Zeit mit einer kleinen Gruppe bedingungsloser Gefolgsleute. Seine Assistentin Natalie Harp hat sich mittlerweile im privaten Speisezimmer neben dem Oval Office eingerichtet - jenem Raum, in dem der US-Präsident fernsieht und ausgedruckte Nachrichtenartikel durchgeht.

Regelmäßig schaut zudem Bill Pulte, Direktor der Federal Housing Finance Agency, in Trumps Kabine an Bord der Air Force One vorbei. Im Gepäck hat er Memes und Poster - darunter eines von Senator Jon Husted aus Ohio, dessen Kehrseite Trump offenbar bewundert habe. Ein Regierungsbeamter verglich Pulte mit einem Hofnarren.

Auch der Medienkonsum des US-Präsidenten gibt Insidern Anlass zur Sorge: Seine Informationsdiät bestehe überwiegend aus schmeichelhafter Berichterstattung und von künstlicher Intelligenz generierten Inhalten, die als "KI-Müll" bezeichnet wurden.

Donald Trump kann in Tirade nicht an sich halten

Während schmeichelhafte Berichte den US-Präsidenten der "New York Times" zufolge beruhigen, bringt ihn negative Berichterstattung nach wie vor in Rage. Zuletzt schaltete Trump die Sendung von Comedian Bill Maher ein, um den Auftritt seiner ehemaligen Pressesprecherin Karoline Leavitt zu verfolgen. Als Maher in seinem Monolog jedoch Trumps Verbindungen zu Jeffrey Epstein thematisierte, war es mit der Gelassenheit vorbei. An Bord der Air Force One diktierte der Präsident daraufhin Natalie Harp einen rund 1.300 Wörter langen Beitrag für Truth Social, in dem er Maher attackierte: "Du bist nicht bahnbrechend, du bist ein Verlierer!"

Auch gegenüber Verbündeten zeigt sich Trump zunehmend konkurrenzorientiert. Er prahle mit seinen Zuschauerzahlen bei Kundgebungen und weise darauf hin, dass Vizepräsident J.D. Vance deutlich weniger Menschen anziehe.

Eigene Kandidaten fürchten den Trump-Effekt

Die Nervosität beschränkt sich demnach keineswegs auf das Weiße Haus selbst. Zahlreiche republikanische Kandidaten in umkämpften Wahlkreisen bemühen sich angeblich aktiv darum, Abstand zum US-Präsidenten zu gewinnen. Parteiinterne Berater und externe Unterstützergruppen haben Trumps engste Mitarbeiter hinter vorgehaltener Hand gewarnt, dass seine Auftritte in umkämpften Bundesstaaten den eigenen Leuten mehr schaden als nützen könnten.

Trump jedoch wische diese Bedenken beiseite. Stattdessen treibt er seine Strategie voran, die Kongresswahlen zu einer Abstimmung über seine eigene Person zu machen - ein Kurs, der bei vielen Parteifreunden für Kopfschütteln sorgt. Im Umfeld des US-Präsidenten bereiten sich Berater demnach auf das Worst-Case-Szenario vor. Dem Bericht der "New York Times" zufolge rechnen viele damit, dass die Republikaner mindestens das Repräsentantenhaus verlieren werden.

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