Donald Trump: US-Präsident machtlos - Trump bekommt Albtraum-Nachricht serviert

Wenn selbst Fox News den Demokraten bis zu 240 Sitze im Repräsentantenhaus vorhersagt, wissen die Republikaner, dass es ernst wird. Wenige Tage vor den US-Zwischenwahlen bekommt Donald Trump eine Albtraum-Nachricht präsentiert.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Fox News hatte keine guten Nachricnten für US-Präsident Donald Trump. (Foto) Suche
Fox News hatte keine guten Nachricnten für US-Präsident Donald Trump. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Donald Trump bekommt Albtraum-Nachrichten von Fox News serviert
  • Donald Trumps Partei könnte verheerendes Ergebnis einfahren
  • Donald Trump könnte Erdrutsch-Sieg der Demokraten sehen

Wenige Tage vor den US-Zwischenwahlen verdichten sich die Anzeichen für eine herbe Niederlage der Republikaner im Repräsentantenhaus - und die Hiobsbotschaften kommen ausgerechnet aus dem eigenen Lager. Selbst Fox News, lange Zeit der verlässlichste mediale Verbündete von Donald Trump, prognostiziert in seinen aktuellen Power Rankings, dass die Demokraten die Kammer übernehmen werden.

Um das zu verhindern, ist Donald Trump aktuell auf großer Wahlkampftour - sorgt dabei allerdings immer wieder für krude Schlagzeilen. Einen Protestler beschimpfte er wüst, an anderer Stelle wartete er mit einem makaberen Bomben-Witz auf.

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Donald Trump bekommt Albtraum-Nachrichten von Fox News serviert

Derzeit verfügen die Republikaner im Repräsentantenhaus über 218 Sitze, die Demokraten über 214. Hinzu kommen ein unabhängiger Abgeordneter und zwei vakante Sitze. Doch laut den jüngsten Einschätzungen mehrerer Prognoseinstitute dürfte sich dieses Kräfteverhältnis dramatisch verschieben. Mehr als ein Dutzend Rennen haben sich zuletzt zugunsten der Demokraten bewegt - eine Entwicklung, die sowohl Fox News als auch der renommierte Cook Political Report bestätigen. Es sind Albtraum-Nachrichten für Donald Trump.

Donald Trumps Partei könnte verheerendes Ergebnis einfahren

Die Fox News Power Rankings zeichnen ein verheerendes Bild für die Regierungspartei: Den Demokraten werden zwischen 223 und 240 Sitze zugetraut - im besten Fall also eine komfortable Mehrheit. Auf republikanischer Seite werden derzeit 195 Sitze eingeordnet; an einem guten Wahlabend könnten es bis zu 212 werden. Das wären sechs Mandate weniger als für eine Mehrheit nötig.

Noch deutlicher formuliert es der Cook Political Report, der bereits vergangene Woche erklärte, der Weg der Republikaner zum Machterhalt im Repräsentantenhaus habe sich "praktisch in Luft aufgelöst". Insgesamt stuft die Prognoseagentur 220 Sitze als sicher, wahrscheinlich oder tendenziell demokratisch ein. Analystin Erin Covey verwies darauf, dass die Demokraten im günstigsten Fall sogar mehr Sitze erringen könnten als bei ihren erfolgreichen Übernahmen der Kammer 2006 und 2018.

Donald Trump könnte Erdrutsch-Sieg der Demokraten sehen

Nicht nur konservative Medien schlagen Alarm - auch bei CNN fallen die Prognosen vernichtend aus. Chefanalyst Harry Enten spricht offen von einem bevorstehenden Erdrutsch zugunsten der Demokraten. "Die Midterms stehen unmittelbar bevor, und ich habe Hunderte, nein Tausende von Umfragen und Datenpunkte durchforstet", so Enten. "Und wissen Sie, was die Zahlen mir sagen? Sie sagen mir, dass wir auf eine klare Abfuhr zusteuern."

Konkret liegen die Demokraten beim sogenannten Congressional Ballot - dem Durchschnitt der Umfragen zur Parteipräferenz bei der Kongresswahl - mit zehn Prozentpunkten vorn. Die Wahrscheinlichkeit eines "Blowouts" - definiert als mindestens 230 Sitze für eine Partei - beziffert Enten auf 71 Prozent. Dabei entfallen 69 Prozentpunkte auf einen demokratischen und zwei auf einen republikanischen Erdrutschsieg. Selbst der Neuzuschnitt der Wahlkreise, der den Republikanern strukturelle Vorteile verschafft, könne einen solchen Vorsprung nicht mehr ausgleichen, so Enten. Für Republikaner bleibe angesichts dieser Datenlage nur noch Bangen.

Demokratische Mehrheit mit eingebautem Konfliktpotenzial

Doch selbst ein triumphaler Wahlabend für die Demokraten brächte nicht nur Grund zum Feiern. Der politische Berater und Fox-News-Kommentator Rémy Numa warnte, dass auch rund 212 republikanische Sitze ausreichen könnten, um der künftigen demokratischen Führung im Repräsentantenhaus das Leben schwer zu machen. Die neue Vorsitzende oder der neue Vorsitzende des Repräsentantenhauses müsste einen schwierigen Balanceakt zwischen dem moderaten Flügel und der progressiven Linken der Partei bewältigen.

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