Donald Trump: US-Präsident jammert erst öffentlich - und schimpft sich dann in Rage

Ausgerechnet Fox News soll schuld sein, wenn republikanische Kandidaten ins Straucheln geraten - zumindest in der Welt von Donald Trump. Der US-Präsident jammerte jetzt einmal mehr über die angeblich fehlende Unterstützung.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Donald Trump jammert einmal mehr über fehlende Unterstützung von Fox News. (Foto) Suche
Donald Trump jammert einmal mehr über fehlende Unterstützung von Fox News. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Donald Trump schimpft sich wegen Fox News in Rage
  • Donald Trump entsetzt mit Eklat bei Rede
  • Trump-Kandidat plötzlich bemerkenswert distanziert
  • Donald Trump und sein kompliziertes Verhältnis zu Fox

Donald Trump hat sich erneut seinen Lieblingssender Fox News vorgeknöpft. Auf Truth Social warf der US-Präsident dem Netzwerk vor, republikanischen Kandidaten massiv zu schaden. Es war nicht der einzige Trump-Ausbruch des Tages. In einer weiteren Nachricht wütete "The Don" nach einem Dinner im Weißen Haus gegen den Fernsehmoderator Bill Maher.

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Donald Trump schimpft sich wegen Fox News in Rage

"Fox News verwendet viel zu viel Zeit darauf, die Gegner der Kandidaten der Republikanischen Partei zu zeigen, Menschen, die unser Land lieben und großartige Politikansätze und Ideen haben", schrieb Trump. Diese "amerikanischen Patrioten" würden von den Medien regelrecht "ausgeblendet", und Fox tue wenig dagegen, so der US-Präsident weiter. Genau das sei der einzige Grund, warum das Rennen überhaupt knapp sei – "falls es tatsächlich knapp ist".

Donald Trump entsetzt mit Eklat bei Rede

Der Hintergrund des Wutausbruchs dürfte allerdings kaum ein Geheimnis sein. Am selben Tag war Donald Trump in Port Huron (US-Bundesstaat Michigan) zugegen, um dort bei einer Kundgebung für den republikanischen Senatskandidaten Mike Rogers Stimmung zu machen. Rogers liefert sich ein äußerst knappes Duell mit dem Demokraten Abdul El-Sayed um einen Sitz im US-Senat. Trump entsetzte während seiner Rede mit einer rassistischen Attacke gegen El-Sayed.

Bereits zuvor hatte der US-Präsident auf Truth Social eine Wahlempfehlung für Rogers ausgesprochen und El-Sayed scharf attackiert. Seine Botschaft an die Wähler in Michigan war unmissverständlich. Dass Fox News aus Trumps Sicht zu wenig für solche Kandidaten tue, passt ins Bild seiner Frustration.

Trump-Kandidat plötzlich bemerkenswert distanziert

Doch nicht nur Trump hatte einen aufreibenden Tag - auch sein Schützling Rogers geriet unter Druck. Bei "Meet the Press" auf NBC konfrontierte Moderatorin Kristen Welker ihn mit seinen eigenen Äußerungen aus dem Jahr 2012, in denen er eine Zusammenarbeit mit "moderaten" Vertretern der Muslimbruderschaft befürwortet hatte. Pikant: Rogers hatte zuvor seinen Kontrahenten El-Sayed wegen dessen angeblicher Verbindungen zu genau dieser Organisation angegriffen.

Zusätzlich unangenehm wurde es, als Rogers einer Antwort auf die Frage auswich, ob er sich selbst als Trump-Republikaner betrachte - eine bemerkenswerte Distanzierung angesichts der offensiven Unterstützung durch Trump.

Donald Trump und sein kompliziertes Verhältnis zu Fox

Die Trump-Tirade ist dabei alles andere als ein Einzelfall. Trump hat eine lange Geschichte der Auseinandersetzungen mit dem konservativen Sender, obwohl dieser weithin als ihm nahestehend gilt. Immer wieder beschwert er sich darüber, dass Fox demokratischen Politikern eine Plattform biete und Umfrageergebnisse verbreite, die ihm nicht gefallen.

Das Muster ist stets dasselbe: Sobald Wahlen enger werden als erwartet, sucht Donald Trump die Schuld nicht bei den eigenen Kandidaten oder deren Kampagnen - sondern bei der aus seiner Sicht mangelhaften medialen Unterstützung durch jenen Sender, den er in besseren Zeiten als verlässlichen Verbündeten betrachtet.

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