Donald Trump: Kalkulierter Geld-Plan aufgedeckt - darum sucht er wirklich Putins Nähe

Erst Friedensverhandlungen, Sanktionen und Druck und nun erneut auf Kuschelkurs mit Wladimir Putin. Donald Trump soll laut Insidern ein ganz bestimmtes Ziel verfolgen - und das ist rund 20 Milliarden Dollar schwer. Die Hintergründe.

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Donald Trump (80) soll laut seinem Biografen sein Vermögen auf 20 Milliarden Dollar steigern wollen. Dafür suche er die Nähe von Wladimir Putin. (Foto) Suche
Donald Trump (80) soll laut seinem Biografen sein Vermögen auf 20 Milliarden Dollar steigern wollen. Dafür suche er die Nähe von Wladimir Putin. Bild: picture alliance/dpa/AP/Charlie Riedel
  • Donald Trump laut Insidern angeblich an milliardenschwerem Putin-Geschäft interessiert
  • Geschäfte mit dem Kreml - darum soll Trump die Sanktionen aufgehoben haben
  • Geldgier wichtiger als Frieden? Trump-Biograf mit starker Behauptung
  • So reagiert das Weiße Haus auf die Geldvorwürfe

Donald Trump fährt abermals Zickzack-Kurs und mischt damit die globale Weltpolitik erneut auf. Nicht etwa durch neue Zölle - damit könne man inzwischen rechnen. Ausgerechnet die erneute Nähe zu Russland-Machthaber Wladimir Putin verwundert dann doch. Laut Michael Wolff, der einst gleich mehrere Bücher über Donald Trump schrieb und sich als Bestseller-Autor einen Namen machte, gibt es dafür einen bestimmten Grund.

Donald Trump verfolgt konkretes Geld-Ziel laut Insider

Der 80-jährige US-Präsident verfolgt laut seinem langjährigen Biografen Michael Wolff ein konkretes Ziel, das nichts mit Politik zu tun hat: Er will sein persönliches Vermögen auf 20 Milliarden Dollar steigern. Das behauptet Wolff in der neuesten Ausgabe seines Substacks "Howl" und beruft sich dabei auf Insider aus dem Weißen Haus, wie der "Daily Beast" berichtet.

"Die Zahl, die Leute im Weißen Haus nennen, mit gebührender Überlegung und resignierter Akzeptanz – Trump ist eben Trump –, die er erreichen will, ist 20 Milliarden Dollar", schreibt Wolff. Darüber hinaus wolle der Präsident Geschäfte einfädeln, die seiner Familie nach der Rückkehr nach Mar-a-Lago jährlich 100 Millionen Dollar einbringen sollen.

Selbst Vertraute im Weißen Haus halten diese Summe laut dem "Daily Beast"-Bericht für jenseits jeder realistischen Erwartung. Doch Trump habe bereits Milliarden während seiner zweiten Amtszeit eingenommen.

Donald Trump scheffelte Milliarden durch Krypto – allein in einem Jahr

Die Zahlen sind bereits jetzt beeindruckend: Trumps im Juni 2025 veröffentlichte Vermögenserklärung wies allein aus Kryptowährungsgeschäften persönliche Einnahmen von über 1,4 Milliarden Dollar aus. Den größten Anteil machten dabei Lizenzgebühren von mehr als 635 Millionen Dollar für sogenannte "Celebration Coins" sowie Erlöse von über 525 Millionen Dollar aus Token-Verkäufen von World Liberty Financial aus – einem Krypto-Unternehmen, das Trump gemeinsam mit seinen Söhnen gegründet hatte.

Eine Analyse der "New York Times" bezifferte Trumps Gesamteinnahmen im Jahr 2025 auf mindestens 2,2 Milliarden Dollar. "Forbes" schätzte im September vergangenen Jahres sogar, dass der Präsident seit seinem Wahlsieg 2024 rund 2,7 Milliarden Dollar reicher geworden sei.

Trumps Geldgier als Schlüssel zur Putin-Connection

Wolffs zentrale These: Hinter Trumps Annäherung an den russischen Machthaber Wladimir Putin stecken keine geopolitischen Überlegungen, sondern schlicht finanzielle Interessen. Der Biograf zeichnet eine Verbindung nach, die bis in die Mitte der 1990er-Jahre zurückreicht. Damals sei Trump von etablierten Finanzinstitutionen ausgeschlossen gewesen und habe "fortlaufend Anstrengungen unternommen, sowohl erfolgreiche als auch erfolglose, um ein Stück vom Putin-Geschäft abzubekommen", so Wolff.

Der Zugang zu Wladimir Putin habe stets den Zugang zu "unreguliertem und unbeschränktem Reichtum" bedeutet, schreibt der Autor. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem anschließenden Ausverkauf russischer Vermögenswerte habe sich Putin als eine Art oberster Bankier und bedeutender Anteilseigner einer Parallelwirtschaft etabliert. Trump strebe seit Jahrzehnten danach, an diesem System teilzuhaben.

"Präsident sein ist nett, aber Oligarch sein ist für immer"

Mit diesem Satz bringt Wolff seine Analyse auf den Punkt. Putin habe seit seiner Machtübernahme 1999 die Kontrolle über die nach dem Sowjet-Zusammenbruch entstandene neue Wirtschaft zu seiner wichtigsten politischen Aufgabe gemacht – und sei dabei äußerst effektiv vorgegangen. Er fungiere als Regulierer und Torwächter eines Systems, in dem enormer Reichtum ohne die üblichen Beschränkungen fließe.

Dass Trump vergangenen Freitag entgegen bisheriger geopolitischer Strategie Sanktionen gegen russisches Öl aufhob, passt für Wolff ins Bild. Viele Beobachter werteten den Schritt als Annäherung an den Kreml-Chef. Die Präsidentschaft habe Trump zwar Zugang zu "anderen irregulären finanziellen Möglichkeiten" verschafft, schreibt Wolff, doch keine Gelegenheit erscheine ihm so verlockend wie das Geld, das er in einer "Partnerschaft auf Augenhöhe mit Wladimir Putin" verdienen könnte – "und auch nicht so auf Augenhöhe".

Das Weiße Haus kontert mit der üblichen Schärfe auf die Trump-Vorwürfe

Auf Anfrage des "Daily Beast" reagierte Sprecher Davis Ingle mit einer Attacke gegen den Biografen. Er bezeichnete Wolff als "professionellen Dreckskerl und Serienlügner", dessen Verstand durch eine "schwere und unheilbare Krankheit namens Trump-Derangement-Syndrom" völlig verzerrt worden sei.

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