Donald Trump: Verstörendes Foto aufgetaucht - Trump-Sprecherin in Erklärungsnot

Trumps neue Pressesprecherin, Beni Rae Harmony, sorgt für mächtig Ärger. Der Grund: Ein verstörendes Foto zeigt die Mitarbeiterin des Weißen Hauses mit Gewehr und Anti-Biden-Shirt. Das Weiße Haus ist in Erklärungsnot. Die Hintergründe.

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Trumps Pressesprecherin macht mit einem Waffenfoto Schlagzeilen. Der US-Präsident ist abermals in Erklärungsnot. (Foto) Suche
Trumps Pressesprecherin macht mit einem Waffenfoto Schlagzeilen. Der US-Präsident ist abermals in Erklärungsnot. Bild: picture alliance/dpa/AP/Evan Vucci
  • Donald Trumps Pressesprecherin sorgt mit umstrittenem Waffenfoto für Empörung
  • Altes Instagram-Bild zeigt Harmony mit Gewehr und Anti-Biden-Shirt
  • Rechtsanalystin Marcy Wheeler fordert Ermittlungen und zieht Vergleich zu James Comey
  • Vom rechtskonservativen TV-Sender direkt ins Weiße Haus – und schon der erste Skandal

Kaum einen Tag nach ihrer stolzen Verkündung, als stellvertretende Pressesprecherin und Sprecherin des Weißen Hauses angeheuert worden zu sein, sieht sich Beni Rae Harmony bereits mit massiver Kritik konfrontiert. Der Grund: ein Foto aus dem Jahr 2021, das am Samstag in den sozialen Medien erneut die Runde machte und die Trump-Mitarbeiterin mit einem Gewehr in der Hand und einem T-Shirt mit der Aufschrift "F -- JOE BIDEN" zeigt.

Das Bild, auf dem Harmony einen bedrohlichen Gesichtsausdruck zur Schau trägt, löste nicht nur Empörung aus – es wirft auch eine brisante Frage auf: Warum ermittelt das Justizministerium gegen Ex-FBI-Chef James Comey wegen eines als Drohung interpretierten Social-Media-Posts, während eine Person mit einem deutlich provokativeren Foto nun im Weißen Haus arbeitet?

Ein Foto aus dem Wahlkampf in Virginia fällt Donald Trumps Pressesprecherin auf die Füße

Ursprünglich stammt die Aufnahme aus dem Umfeld des ehemaligen republikanischen Kongresskandidaten Jarome Bell aus Virginia. Dieser hatte das Bild 2021 auf Instagram veröffentlicht und dazu geschrieben: "Meine Direktorin für Öffentlichkeitsarbeit @beniraeharmony ist eine Bestie. So rollen wir." Harmony fungierte damals offenbar als Kommunikationsverantwortliche in Bells Wahlkampfteam.

Wie "Raw Story" unter Berufung auf "Daily Beast" berichtet, soll Harmonys offizieller Instagram-Account den Beitrag mit einem "Like" versehen haben – was darauf hindeutet, dass sie sich keineswegs von der Darstellung distanzierte.

Das Überwachungskonto "PatriotTakes", das rechtsextreme Aktivitäten dokumentiert, teilte das Bild auf der Plattform X, woraufhin eine Welle der Entrüstung losbrach.

Misst Trumps Justizministerium mit zweierlei Maß?

Besonders scharf fiel die Reaktion der Rechtsanalystin Marcy Wheeler aus, die auf ihrem Blog "emptywheel" bekannt ist. Sie richtete sich auf X direkt an Generalstaatsanwalt Todd Blanche: "Werden Sie @BeniRaeHarmony wegen der Drohung mit 8646 strafrechtlich verfolgen? Wenn nicht, warum nicht?" Wheeler spielte damit auf die laufenden Ermittlungen gegen den früheren FBI-Direktor James Comey an, der ein Foto von Muscheln gepostet hatte, die die Zahl "8647" bildeten.

Journalist John Harwood bezeichnete Harmony schlicht als "Müll". Die ehemalige Tennisprofi und politische Kommentatorin Martina Navratilova kommentierte das Foto mit einem sarkastischen "Stilvoll". Der Kolumnist Michael J. Stern von "USA Today" schrieb auf Bluesky vom "White-Trash-Weißen-Haus".

Beni Rae Harmony - vom rechten Fernsehen ins Weiße Haus

Vor ihrem Wechsel in die Regierungszentrale verbrachte Harmony das vergangene Jahr als Reporterin bei "Real America's Voice" – jenem rechtskonservativen Sender, der unter anderem Steve Bannons Wochentags-Sendung sowie "The Charlie Kirk Show" ausstrahlt. Die Nähe zu diesen Figuren der amerikanischen Rechten ist also keineswegs neu.

Zuvor arbeitete Harmony bei einem Fernsehsender im Raum Springfield, Illinois. Dort endete ihre Tätigkeit allerdings unfreiwillig: Der Sender suspendierte sie, nachdem sie eigenmächtig eine nicht im Skript vorgesehene Hommage an Charlie Kirk während einer Live-Sendung nach dessen Ermordung gehalten hatte.

Mit ihrer Ernennung zur stellvertretenden Pressesprecherin rückt Harmony nun von der rechten Medienlandschaft direkt an eines der wichtigsten Sprachrohre der US-Regierung – und hat bereits zu Beginn ihrer Laufbahn, ähnlich wie Donald Trump, der bereits zahlreiche Einträge in seiner Skandal-Akte führt, bereits für den ersten Aufreger gesorgt.

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