Donald Trump: Wutausbruch nach Staatsbesuch – er wettert im Grunde gegen sich selbst

US-Präsident Donald Trump hat den chinesischen Staatschef Xi Jinping empfangen - allerdings ohne spektakuläre Berichterstattung. Trumps selbst befeuerter Medien-Bann forderte seine Konsequenzen. Und Trump? Er wütet natürlich im Netz.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Kein Grund zum Feiern - Donald Trump (80) wettert nach dem Bruch mit den Medien nun gegen CNN und Co. (Foto) Suche
Kein Grund zum Feiern - Donald Trump (80) wettert nach dem Bruch mit den Medien nun gegen CNN und Co. Bild: picture alliance/dpa/AP/Alex Brandon
  • US-Präsident sperrt Medien kurz vor chinesischem Staatsbesuch aus
  • Erst meckern, dann noch mehr hetzen - Donald Trump mal wieder mit Fake-News-Vorwürfen
  • US-Präsident schadet sich selbst: Er nimmt sich das, was er am meisten liebt - Aufmerksamkeit

Was passiert, wenn man die wichtigsten Medien des Landes einfach aussperrt? Das musste US-Präsident Donald Trump nun am eigenen Leib erfahren. Der amerikanische Staatschef hatte - laut Gerüchten auf Anraten seiner Assistentin - den größten Medienhäusern wie CNN und MSNBC den Zugang zum Weißen Haus verweigert.

Historischer Reinfall beim Staatsbesuch von XI Jinping in den USA

Nun zeigt sich: Der gänzlich unüberlegte Schachzug des US-Präsidenten kam zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Denn eines der laut Trump "schönsten und größten Ereignisse" der letzten Jahre, der Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten XI Jinping, musste ohne große Presse auskommen. Trumps eigener ins Leben gestampfter TV-Sender versagte bereits im Vorfeld und sorgte mit etlichen Ton- und Video-Pannen für internationales Gelächter.

Ein historischer Reinfall für den US-Präsidenten, der sich in letzter Zeit ganz offenbar vermehrt von Gefühlsausbrüchen und Emotionen leiten ließ. Wie es ist, wenn man seinen emotionalen Ballast nicht unter Kontrolle hat, zeigt sich nur wenig später auf Trumps Social-Media-Plattform "Truth Social". Hier zog der US-Präsident noch einmal gehörig vom Leder.

Donald Trump wettert gegen CNN und Co. bei "Truth Social" - schon wieder

CNN und MSNBC hätten kaum noch Einschaltquoten, seien natürlich unglaubwürdig und würden schlichtweg nur negativ über einen Mann berichten, der die Wahl mit einer "überwältigenden Mehrheit" gewonnen habe - kleiner Hinweis, Trump spricht hier einmal wieder von sich selbst. Der Besuch des chinesischen Staatsoberhauptes sei "wie geschaffen fürs Fernsehen" - dabei vergisst Trump offenbar, dass er selbst mit dem beispiellosen Medienbann eine historische Lanze gebrochen hatte. Einschränkung der Pressefreiheit in einem solchen Maße, das ist selbst für "King Trump" ein autokratischer Hebel zu viel.

Darum hat sich der US-Präsident mit dem Medien-Bann nur selbst geschadet

Was folgt, sind die üblichen Fake-News-Vorwürfe bei "Truth Social" - und ein US-Präsident, der sich selbst das Wichtigste genommen hat: die mediale Aufmerksamkeit. Während ein US-Richter derweilen entschieden hat, dass Trumps Medienbann wieder aufgehoben werden müsse, verliert der US-Präsident nicht nur an Durchsetzungskraft, sondern auch an Glaubwürdigkeit. 

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