Donald Trump : Er schwärmt von autoritären Führern - "brillante Menschen"
Donald Trump hat sich am Rande der UN-Generalversammlung mit den Führern der Nahost-Region getroffen. Bei einer anschließenden Pressekonferenz kommt der US-Präsident aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus - das Netz reagiert empört.
Erstellt von Ines Fedder - Uhr
Suche
- Donald Trump sorgt mit bizarren Worten für Aufsehen
- Trump schwärmt von "Brillanz" – warum seine Worte über die Nahost-Führer für Kritik sorgen
- Hohn für Europa, Lob für den Nahen Osten – Trump zieht einen umstrittenen Vergleich
- "Versuch, ein Diktator zu werden" – heftige Reaktionen auf Trumps Auftritt bei der UN
US-Präsident Donald Trump (80) hat sich am Rande der UN-Generalversammlung mit den Führern der wichtigsten arabischen Staaten getroffen, um die Handelsbeziehungen zu stärken. Trump, der wenig später nicht nur neue Friedensverhandlungen mit dem Iran verkündete, kam dabei paradoxerweise aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. Seine Wortwahl bei einer anschließenden Pressekonferenz sorgt dabei im Netz für besonders viel Aufmerksamkeit.
Donald Trump: Bei diesen Worten werden Kritiker besonders aufmerksam
Der Politik-Journalist Aaron Rupar machte auf die skurrile Szene bei X noch einmal besonders aufmerksam. Er teilte Trumps kontroverse Wortwahl mit seiner Community.
compare and contrast how Trump talks about authoritarian leaders in the Middle East with how he talks about democratically elected ones in Europe and Canada pic.twitter.com/DCjqLqnbxU
— Aaron Rupar (@atrupar) September 22, 2026
Trump sitzt am Rednerpult, umringt von Nahost-Staatsmännern, und schmeichelt ihnen vielleicht mehr, als manch europäischen Vertreter:innen lieb ist. "Ich kenne diese Leute. Sie sind brillante Menschen. Hohe Energie, vielleicht manchmal zu viel Energie, oder?", sagt Trump, der sich sicher ist: "Wir könnten ihre Brillanz gebrauchen - ein Seitenhieb in Richtung westliche Vertreter:innen, die bei der UN-Generalversammlung die harte Seite der Trump-Regierung zu spüren bekamen.
Hohn und Spott für Europa und Kanada - Lobeshymne für den Nahen Osten
Journalist Aaron Rupar macht die Öffentlichkeit noch einmal auf den Kern des Vergleichs aufmerksam: "Vergleichen und kontrastieren Sie, wie Trump über autoritäre Führer im Nahen Osten spricht, mit der Art und Weise, wie er über demokratisch gewählte in Europa und Kanada spricht."
"Er versteckt seinen Versuch, ein Diktator zu werden", so die Vermutung eines X-Users, der mit seinem Kommentar vielen anderen aus der Seele spricht. Trump, umringt von autoritären Führern, reiht sich demnach nahtlos mit ein.
Unter all den autoritären Führern - Trump feiert sich als Friedensstifter
Bei dem Treffen nahmen Regierungschefs aus Jordanien, Syrien, dem Irak, Katar und der Türkei teil sowie Vertreter von Saudi-Arabien, Kuwait, dem Libanon, Ägypten und den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Vor der UN-Vollversammlung habe sich Trump hingegen erneut als Friedensstifter im Gaza-Krieg gefeiert. Genau vor einem Jahr seien am Rande der damaligen UN-Generaldebatte die ersten Schritte dafür getan worden, sagte Trump in der Generaldebatte. "Das hat alles verändert. Einige Wochen später haben wir den Gaza-Krieg beendet und Tausende Leben gerettet."
Weitere aktuelle Politik-Themen rund um Trump und Co. lesen Sie hier:
- Offene Blockade droht - Merz-Reformen auf dem Prüfstand
- Folgenreiche Entscheidung wegen ihr? US-Präsident mit historischem Bruch
- Geheimer Machtplan - Weidel-Partei mit dreister Forderung
- Nach CDU-Wahldebakel - jetzt reagiert die Altkanzlerin
- Flammen-Inferno über Moskau - Drohnen treffen Putins Öl-Schlagader
ife/sfx/news.de/dpa
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.