Trump-News der Woche: Bizarre Machtdemonstration und Desaster im Briefing-Room

Was für eine Woche für Donald Trump: Der US-Präsident sorgt mit einer ungewöhnlichen Ozean-Idee für Spott und mit seinem Russland-Kurs für politischen Streit. Auch seine Aussagen zum Iran-Krieg und der erste Auftritt seiner neuen Pressesprecherin schlagen Wellen. Die wichtigsten Trump-News der vergangenen Tage im Überblick.

Von news.de Redakteurin - Uhr

Donald Trump sorgt mit umstrittenen Entscheidungen, provokanten Aussagen und ungewöhnlichen Ankündigungen immer wieder für Schlagzeilen. (Foto) Suche
Donald Trump sorgt mit umstrittenen Entscheidungen, provokanten Aussagen und ungewöhnlichen Ankündigungen immer wieder für Schlagzeilen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Donald Trump bringt "Trump Ocean" als möglichen Namen für den Atlantik oder Pazifik ins Spiel
  • Ein Diesel-Abkommen mit Russland stößt bei mehreren US-Senatoren auf scharfe Kritik
  • Die neue Pressesprecherin Katie Zacharia gerät nach einem kurzen ersten Briefing in die Schlagzeilen

Ungewöhnliche Ankündigungen, Streit um den Iran-Krieg und Kritik aus den eigenen Reihen: Donald Trump sorgte auch diese Woche erneut für Schlagzeilen. Während seine Idee, einen Ozean umzubenennen, für Spott sorgt, stößt ein Diesel-Abkommen mit Russland auch bei republikanischen Politikern auf Widerstand. Zudem steht die neue Pressesprecherin des Weißen Hauses nach ihrem ersten Briefing in der Kritik. Ein Überblick.

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Größenwahn auf der Weltkarte: Plant Donald Trump die Umbenennung von Atlantik und Pazifik?

Donald Trump greift nach den Weltmeeren: Bei einer Kundgebung in Clarksville im Bundesstaat Tennessee schockierte der US-Präsident seine Anhänger mit der Ankündigung, noch vor dem Ende seiner Amtszeit einen der großen Ozeane umbenennen zu wollen. Als mögliche Namen brachte der 80-Jährige "Trump Ocean" oder "Ocean of the Americas" ins Spiel. Es wäre keineswegs sein erster Eingriff in die Landkarte: Bereits im Januar 2025 ließ er den Golf von Mexiko per Erlass in "Gulf of America" umtaufen und machte aus dem Ontariosee auf US-Karten "Lake America". Während Trump Flüsse wie den Hudson River verschont, stellen Experten klar, dass US-Namensänderungen international keineswegs verbindlich sind.

Bizarre Machtdemonstration: Trumps umstrittene Ansage zum Ende des Iran-Kriegs

Mit einer überraschenden Aussage zum Konflikt im Nahen Osten hat der US-Präsident für Verwirrung und Entrüstung gesorgt. Vor laufenden Kameras erklärte Trump in Bezug auf den seit Ende Februar 2026 andauernden Iran-Krieg: "Sobald ich will, dass er endet, wird er enden." Während er das iranische Militär als weitgehend zerschlagen beschrieb, löste der Satz auf der Plattform X eine Welle der Empörung aus. Kritiker warfen ihm vor, seinen früheren Versprechen gegen endlose Kriege zu widersprechen und den Konflikt womöglich vorsätzlich in die Länge zu ziehen. Obwohl Washington und Teheran im Juni Verhandlungen aufnahmen, stockt der diplomatische Prozess um die strategisch wichtige Straße von Hormus weiterhin massiv.

Rebellion im eigenen Lager: Der Putin-Diesel-Deal spaltet die Republikaner und sorgt für Fox-News-Eklat

Trumps Kursschwenk gegenüber Russland sorgt für einen historischen Riss im konservativen Lager. Der US-Präsident hat trotz laufender Sanktionen ein Abkommen über den Import von 500 Millionen Tonnen russischem Diesel mit Kremlchef Wladimir Putin vereinbart. Sieben US-Senatoren beider Parteien verurteilten den Deal in einem gemeinsamen Brief als gesetzeswidrig und warnten vor einer direkten Finanzierung von Putins Krieg gegen die Ukraine. Auch im konservativen Haussender Fox News brach offene Rebellion aus: Moderator Brian Kilmeade bezeichnete den Kurs vor laufender Kamera als "größten Fehler" und nannte Putin den "modernen Hitler unserer Generation". Er geriet daraufhin in einen hitzigen Schlagabtausch mit seiner Co-Moderatorin Rachel Campos-Duffy, die Trumps Vorgehen verteidigte. Fachleute bezweifeln zudem, dass der Import die US-Treibstoffpreise überhaupt spürbar senken kann.

Desaster im Briefing-Room: Trumps neue Pressesprecherin vergeigt TV-Debüt nach 14 Minuten

Ein denkwürdiger Auftritt im Weißen Haus endete in einer Blamage: Katie Zacharia, die neue Pressesprecherin und Nachfolgerin von Karoline Leavitt, legte bei ihrer ersten Pressekonferenz ein folgenschweres Debüt hin. Nach nur sechs Minuten hölzern abgelesener Statements verlor sie bei Fragen der Journalisten völlig den Faden. Auf die Frage nach der Vereinbarkeit von Job und Familie passierte ihr ein peinlicher Fauxpas: "Mein Präsident – Entschuldigung, mein Ehemann – ist hier draußen", stammelte sie unter dem Gelächter der Anwesenden. Zacharia beendete die Pressekonferenz fluchtartig nach nur 14 Minuten, woraufhin der TV-Sender MSNBC die Übertragung vorzeitig abbrach. Während Kritiker sie als "wandelnde Katastrophe" bezeichneten, lobte Trump ihren Auftritt demonstrativ als Glanzleistung.

Rätselraten um Trumps Kiefer und bizarre Auftritte bei Wahlkampf-Rede

Neben politischen Entscheidungen gerät zunehmend auch das körperliche Auftreten des US-Präsidenten in den Fokus. Bei einem Wahlkampfauftritt in Tennessee fiel Trump durch wiederholte, merkwürdige seitliche Kieferbewegungen auf. Der bekannte Psychologe Dr. John Paul Garrison analysierte das Verhalten in einem YouTube-Video als "emotional dysreguliert" und "fast manisch" und brachte mögliche neurologische Ursachen oder Stimulanzien ins Spiel. Zudem testete Trump die Loyalität seiner Anhänger mit der provokanten Aussage: "Ich könnte die dümmsten Sachen sagen und ihr klatscht" – worauf das Publikum tatsächlich jubelte. Das Weiße Haus schwieg zu den Spekulationen, während Trump selbst betont, nach einer Untersuchung im Walter-Reed-Militärkrankenhaus kerngesund und voll amttauglich zu sein.

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