Donald Trump als "Orangefarbene Plage": US-Präsident entblättert und vergoldet der Lächerlichkeit preisgegeben

Donald Trump liebt es, sich mit Gold zu verewigen - das Kunstwerk des US-Präsidenten, das nun im Europaparlament enthüllt würde, dürfte "The Don" jedoch kaum erfreuen. Die kontroverse Statue gibt de 80-Jährigen der Lächerlichkeit preis.

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Ein unbekleideter, vergoldeter Donald Trump mit Golfschläger thront ab sofort zwischen den Gebäuden des Europaparlaments in Straßburg - das Kunstwerk trägt den Titel "Orangefarbene Plage". (Foto) Suche
Ein unbekleideter, vergoldeter Donald Trump mit Golfschläger thront ab sofort zwischen den Gebäuden des Europaparlaments in Straßburg - das Kunstwerk trägt den Titel "Orangefarbene Plage". Bild: picture alliance/dpa/AP/Rebecca Blackwell
  • Donald Trump als goldene Statue im Europaparlament verewigt
  • US-Präsident unbekleidet, vergoldet und mit Golfschläger dargestellt
  • Trump-Plastik "Orangefarbene Plage" an prominentem Ort in Straßburg enthüllt

Seit Beginn seiner zweiten Amtszeit lässt Donald Trump keine Gelegenheit aus, sich zu verewigen - oft und gern unter Zuhilfenahme goldener Dekorationen im Weißen Haus. Nun wurde im Straßburger Europaparlament eine Statue des US-Präsidenten enthüllt, die zwar golden glänzt, dem 80-Jährigen jedoch kaum gefallen dürfte, gibt sie Donald Trump doch der Lächerlichkeit preis.

Donald Trump entblättert, vergoldet und mit Golfschläger als Statue in Straßburg

Mitten im geschäftigen Treiben des Europaparlaments in Straßburg steht seit dem 6. Oktober 2026 eine provokante Figur: Der dänische Bildhauer Jens Galschiøt hat seine satirische Skulptur "Orange Plague" – zu Deutsch "Orangefarbene Plage" – enthüllt. Das Werk, das auch den Beinamen "King of Injustice" trägt, stellt US-Präsident Donald Trump unbekleidet dar, wie er auf den Schultern eines Mannes thront und dabei einen überdimensionalen Golfschläger in der Hand hält.

Mitsamt Sockel misst die Statue etwa 2,5 Meter und ist laut Angaben des Künstlers mit 23-karätigem Gold überzogen. Bereits am 5. Oktober war das Kunstwerk angeliefert worden, blieb jedoch zunächst unter einem orangefarbenen Tuch verborgen.

Donald Trump mit Kunstwerk verspottet - der Ort garantiert maximale Aufmerksamkeit

Für die Präsentation hat Galschiøt einen Standort gewählt, der maximale Aufmerksamkeit garantiert: Die goldene Trump-Darstellung befindet sich an einem der meistfrequentierten Durchgangspunkte des Parlamentskomplexes, genau dort, wo zwei Gebäudeteile miteinander verbunden sind. Abgeordnete, Mitarbeiter und Besucher kommen an dem Werk kaum vorbei, ohne einen Blick darauf zu werfen. Wer die satirische Skulptur noch in Augenschein nehmen möchte, hat dafür einige Tage Zeit: Das Kunstwerk soll bis einschließlich Donnerstag (08.10.2026) an seinem prominenten Platz im Europaparlament stehen bleiben.

Linken-Abgeordneter verteidigt provokantes Trump-Kunstwerk im Europaparlament

Ermöglicht wurde die Ausstellung durch den dänischen Europaabgeordneten Per Clausen von der Linken, der Galschiøt offiziell ins Parlament eingeladen hatte. Gegenüber möglicher Kritik zeigte sich Clausen betont gelassen und teilte mit: "Wenn jemand so dünnhäutig ist, dass er es nicht erträgt, dass diese Skulptur im Europäischen Parlament ausgestellt wird, dann hat er auf der Weltbühne nichts zu suchen." Mit dieser klaren Ansage stellte der Abgeordnete sich demonstrativ hinter das satirische Werk und machte deutlich, dass er die künstlerische Auseinandersetzung mit dem US-Präsidenten für vollkommen legitim hält.

Donald Trump zum "König der Ungerechtigkeit" gekrönt in satirischem Kunstwerk

Neben der Skulptur hat Galschiøt Visitenkarten auslegen lassen, auf denen der dargestellte "König der Ungerechtigkeit" selbst zu Wort kommt: "Ich sitze auf dem Rücken eines Mannes. Er sinkt unter meiner Last. Ich werde alles tun, um ihm zu helfen. Außer von seinem Rücken zu steigen." Die Botschaft hinter dem vergoldeten Kunstwerk geht dabei über bloße Satire hinaus. Nach Aussage des dänischen Bildhauers zählt Trump zu den bedeutendsten Blockierern, wenn es um die Bewältigung der Klimakrise geht. Die "Orange Plague" versteht sich damit auch als politisches Statement gegen eine Politik, die nach Ansicht des Künstlers auf Kosten anderer betrieben wird.

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/kns/roj/news.de

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