Donald Trump und das Oval Office: Sein Wahn kennt keine Grenzen - doch hier lässt "The Don" Gnade walten

Donald Trump kennt kein Halten, wenn es darum geht, im altehrwürdigen Weißen Haus seine persönlichen Spuren zu hinterlassen. Bei einem "besonderen Ort" zieht der umbauwütige US-Präsident jedoch überraschend eine Grenze.

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Donald Trump tobt sich im Weißen Haus mit seinen Umbauprojekten aus - doch das Oval Office will der US-Präsident wie einen Schatz hüten und nicht antasten. (Foto) Suche
Donald Trump tobt sich im Weißen Haus mit seinen Umbauprojekten aus - doch das Oval Office will der US-Präsident wie einen Schatz hüten und nicht antasten. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin
  • Donald Trump im Bau-Fieber: Das Weiße Haus muss dran glauben
  • US-Präsident in Gefahr? Secret Service will Oval Office abreißen lassen
  • Plötzlich stellt sich Trump quer - deshalb will er das Präsidentenbüro verschonen

Wer zum US-Präsidenten gewählt wird, hinterlässt unweigerlich seine Spuren in der Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika - Donald Trump gibt sich jedoch nicht damit zufrieden, als 45. und 47. Präsident in die Historie eingegangen zu sein. Seit seiner zweiten Vereidigung im Januar 2025 kennt der Republikaner kein Halten und vergreift sich immer wieder an der historischen Bausubstanz in Washington, um das Gebäude nach seinem eigenen Geschmack umzugestalten.

Donald Trump im Umbau-Fieber: Im Weißen Haus bleibt kein Stein auf dem anderen

Der Ostflügel des Weißen Hauses wurde bereits dem Erdboden gleichgemacht, um Donald Trumps Traum von einem opulenten Ballsaal samt Bunker zu verwirklichen. Auch der pittoreske Rosengarten, den die früheren First Ladies Ellen Wilson und Jacqueline Kennedy mit viel Liebe zum Detail gestalteten, musste unter Donald Trump einer Decke aus Pflastersteinen weichen. Doch so rigoros der Republikaner in Sachen Umbauarbeiten auch ist: Ein bestimmter Bereich im Weißen Haus ist für Donald Trump tabu.

Trotz Donald Trumps Abriss-Wut: Dieser Bereich darf nicht verändert werden

Das behauptet der US-Präsident laut "Time Magazine" zumindest selbst: Das Oval Office, in dem Donald Trump seiner täglichen Arbeit nachgeht und das er bereits mit Unmengen von Blattgold nach seinem eigenen Geschmack verziert hat, ist dem Republikaner so heilig, das eine umfangreiche Sanierung nicht zur Debatte steht. Dabei wurde Trump bereits nahegelegt, das Präsidentenbüro abzureißen und neu zu bauen. Der Secret Service habe ihm nahegelegt, das legendäre Oval Office einzustampfen und durch einen sichereren Neubau zu ersetzen. "Ich sagte: 'Von wegen, ihr könnt kein neues bauen. Das ist ein besonderer Ort'", so Trump in dem Interview.

Secret Service drängt auf Neubau des Oval Office, doch Donald Trump stellt sich quer

Die Personenschützer hätten offenbar schon bei früheren Amtsinhabern auf einen Neubau gedrängt – bislang ohne Erfolg. Der Grund für die Sicherheitsbedenken: Zwar sind die großen Fenster des Büros kugelsicher, doch die exponierte Lage an der Außenseite des Westflügels macht den Raum anfällig für Angriffe mit schweren Waffen wie etwa Raketen. Der Secret Service hat sich zu dem Vorgang bisher nicht geäußert.

Donald Trump klammert sich trotz Sicherheitsbedenken an historisches Präsidentenbüro

Seinen heutigen Standort verdankt das Oval Office Präsident Franklin D. Roosevelt, der es in die südöstliche Ecke des Westflügels verlegen ließ. Dort befindet sich auch der Kabinettssaal. Der ikonische Raum verfügt über vier Zugänge: Durch die Osttür gelangt man in den Rosengarten, die Westtür führt zu einem privaten Arbeitszimmer samt Bad und Speisesaal. Über die beiden nördlichen Türen erreicht man den Hauptkorridor des Westflügels beziehungsweise das Vorzimmer des Präsidentensekretärs.

Trump selbst hat das Büro im Zuge seiner weitreichenden Umgestaltungen des Weißen Hauses mit goldenen Elementen neu ausstatten lassen und es als "das einschüchterndste Büro des Landes" bezeichnet. Gleichzeitig lässt er einen neuen Ballsaal errichten – ebenfalls mit Verweis auf Sicherheitsaspekte.

Donald Trump überrascht mit Denkmalschutz-Idee für das Oval Office

Doch Trump will noch weiter gehen: Im Gespräch mit dem "Time Magazine" brachte er die Idee ins Spiel, das Oval Office offiziell als Nationaldenkmal registrieren zu lassen. Damit wäre der Raum dauerhaft vor Veränderungen oder gar einem Abriss geschützt – auch durch künftige Präsidenten. Der Haken an der Sache: Das Weiße Haus steht zwar bereits als Nationaldenkmal unter Schutz, doch der Kongress hat es ausdrücklich vom Denkmalschutzgesetz ausgenommen. Der Grund dafür ist durchaus pragmatisch – jeder neue Präsident soll die Möglichkeit haben, bauliche Anpassungen an seiner Residenz vorzunehmen. Ob eine gesonderte Unterschutzstellung des Oval Office auf diesem Weg überhaupt rechtlich möglich wäre, bleibt offen.

Abriss ja, Denkmalschutz nein? Donald Trump lässt Experten staunen

Fachleute betrachten Donald Trumps plötzliche Begeisterung für den Denkmalschutz mit einer gewissen Verwunderung. Schließlich hat der Präsident bei seinen bisherigen Umbauten wenig Rücksicht auf historische Substanz genommen. Dass ausgerechnet jetzt das eigene Büro unter Schutz gestellt werden soll, stößt auf Kopfschütteln. "Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass der Präsident andeutet, er könnte das Anwesen durch eine Denkmalschutzausweisung schützen, nachdem er diese bisher ignoriert hat", kommentierte Greg Werkheiser, Mitgründer der auf Kulturerbe spezialisierten Kanzlei Cultural Heritage Partners, gegenüber der "Washington Post".

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