Karen Schachnasarow: "Gibt uns das moralische Recht" - Putin-Filmemacher droht mit Atomschlag
Erneut gibt es eine unglaubliche Drohung gegen den Westen im russischen Staatsfernsehen. Der Filmemacher Karen Schachnasarow hält den Einsatz von Atomwaffen im Ukraine-Krieg in einem bestimmten Fall für gerechtfertigt.
Von news.de-Redakteur Martin Gottschling - Uhr
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- Russischer Filmemacher droht im Staatsfernsehen mit einem möglichen Atomschlag
- Laut Karen Schachnasarow hätte Moskau das "moralische Recht" zum Einsatz von Nuklearwaffen, wenn der Westen einen Krieg beginne
- Putin-Unterstützer wirft dem Westen vor, einen "Vorwand" für die militärische Konfrontation mit Russland zu benötigen
Der Krieg gegen die Ukraine wird im russischen Staatsfernsehen weiterhin auch mit einer angeblichen Bedrohung durch den Westen gerechtfertigt. Dabei sind es Wladimir Putins Top-Propagandisten selbst, die in den vergangenen Monaten immer wieder den Einsatz von Atomwaffen ins Spiel brachten. In einer neuen Ausgabe der Talkshow von Moderator Wladimir Solowjow drohte nun ein dem Kreml nahestehender Filmemacher erneut mit einem möglichen Nuklearschlag.
Russischer Filmproduzent Karen Schachnasarow warnt vor einem möglichen Atomschlag
Karen Schachnasarow, Generaldirektor der russischen Filmgesellschaft Mosfilm, warnte vor der anhaltenden Unterstützung des Westens für die Ukraine. Er sagte laut einer Übersetzung des Kanals "Russian Media Monitor": "Ich habe das Gefühl, der Westen und Europa glauben an ihren Sieg. Wir sagen ständig, wir werden gewinnen, aber ich würde lieber weniger reden und mehr dafür tun, denn ich denke, man sollte erst gewinnen und dann reden." Seiner Meinung nach setze der Westen derzeit jedoch vor allem auf Unruhen in Russland statt auf einen Triumph in einem klassischen militärischen Konflikt. "Sie rüsten nicht auf, um Krieg zu führen, nicht diese Art von Krieg. Sie sind ja nicht dumm", so Schachnasarow weiter. "Sie verstehen, dass ein Krieg, den sie beginnen, uns das moralische Recht gibt, einen Atomschlag durchzuführen."
Laut Putin-Unterstützer braucht der Westen "Vorwand" für militärische Konfrontation mit Russland
Der Filmemacher warf dem Westen vor, einen "Vorwand" für eine direkte militärische Konfrontation zu benötigen: "Wenn es so weitergeht, spekulieren sie darauf, dass die Lage so destabilisiert wird, dass hier alle möglichen Katastrophen im Inland ihren Lauf nehmen. Dann werden sie ihre Streitkräfte brauchen, nur um zu intervenieren – das wird ihr Vorwand sein." Beweise für seine Aussagen lieferte Schachnasarow nicht. In der Talkrunde erhielt er Zustimmung von Solowjow. Der Moderator behauptete in der Propaganda-Sendung ebenfalls, der Westen wolle in Russland "eine Situation wie nach dem Zweiten Weltkrieg", als es zur Revolution kam. "Ja, und einen Bürgerkrieg, um das zu erreichen", pflichtete ihm Schachnasarow bei.
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gom/sba/news.de
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