Bundeswehr-General schlägt Alarm: Putin-Angriff schon vor 2029? Deutschland muss "kampfbereit" sein
Ein hochrangiger Bundeswehr-General warnt vor einer wachsenden Bedrohung durch Russland. Nach Einschätzung der Nato-Geheimdienste könnte Moskau bereits vor Ende des Jahrzehnts in der Lage sein, ein Bündnisland anzugreifen.
Erstellt von Anika Bube - Uhr
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- Generalleutnant Christian Freuding warnt vor möglicher russischer Bedrohung für Nato-Staaten
- Nato-Geheimdienste sehen Russland bis 2029 als potenziell angriffsbereit
- Bundeswehr fordert schnellere Aufrüstung und höhere Einsatzbereitschaft
Generalleutnant Christian Freuding, Chef der deutschen Armee,hat auf der ILA-Luftfahrtmesse in Berlin eindringlich vor einer wachsenden russischen Bedrohung gewarnt. "Wir müssen vorbereitet sein. Wir müssen kampfbereit sein", erklärte Freuding gegenüber "Politico".
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Bundeswehr-General warnt: Putin könnte Nato schon vor 2029 angreifen
Nach Einschätzung des Generals könnte Russland bereits vor Ende des Jahrzehnts in der Lage sein, Nato-Territorium anzugreifen. Deutschland müsse sich daher auf einen möglichen Angriff bis 2029 oder sogar früher einstellen. Trotz des andauernden Krieges in der Ukraine und erheblicher russischer Verluste bestehe die Gefahr, dass Moskau noch vor diesem Zeitpunkt handeln könnte.
Nato-Geheimdienste sehen Russland bis 2029 als Bedrohung
Der Zeitrahmen bis 2029 ist keine rein deutsche Prognose. "2029 ist kein deutscher Zeitplan. Es ist eine von der Nato vereinbarte Geheimdiensteinschätzung", betonte Freuding. Sämtliche 32 Bündnispartner seien sich einig, dass Russland bis dahin über die Fähigkeit verfügen könnte, ein Nato-Mitgliedsland anzugreifen.
Diese Warnung erfolgt trotz der massiven Verluste, die Moskau im Ukraine-Krieg erlitten hat. Nach ukrainischen Angaben verzeichnete Russland bereits über 1,3 Millionen Opfer sowie den Verlust enormer Mengen an militärischer Ausrüstung. Europäische Verteidigungsexperten warnen dennoch, dass Russland seine militärische Stärke innerhalb weniger Jahre wieder aufbauen könnte.
Bundeswehr fordert schnelleres Tempo bei Aufrüstung
Die Dringlichkeit der Lage prägt auch die deutsche Debatte über Waffenbeschaffung und Kapazitäten der Rüstungsindustrie. Freuding erklärte, Berlin habe bereits "viel" unternommen, um Beschaffungsprozesse zu beschleunigen. Auch die Industrie habe ihre Produktionskapazitäten hochgefahren.
Dennoch warnte der General davor, sich ausschließlich auf langfristige Waffenprogramme zu verlassen, deren Entwicklung und Einführung Jahre dauern könne. "Tempo ist jetzt entscheidend", sagte Freuding. Deutschland könne es sich nicht leisten, nur auf Systeme zu setzen, die erst in ferner Zukunft einsatzbereit sein werden.
Für bestimmte Waffensysteme, die sich noch in der Entwicklung befinden, fordert Freuding überbrückende Maßnahmen. Diese sollen die Kluft zwischen dem aktuellen Bestand der Bundeswehr und der für den Ernstfall benötigten Ausrüstung schließen.
"Wir müssen unsere Fähigkeiten für den 'Kampf heute Nacht' jeden Tag verbessern", erklärte der Armeechef. Mit dieser Formulierung verwies er auf die neue Ausrichtung der Bundeswehr als Streitkraft mit hoher Einsatzbereitschaft. Ziel ist es, potenzielle russische Aggression wirksam abzuschrecken. Die Armee könne nicht warten, bis langfristige Programme abgeschlossen seien.
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bua/gom/news.de/stg
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