Spionage: Israels Botschafter fordert nach Iran-Anklage Konsequenzen
Eine Anklage der Bundesanwaltschaft im Zusammenhang mit dem Iran sorgt für Aufsehen. Israels Botschafter spricht von einer "erschreckenden Dimension des Staatsterrors".
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Nach der Anklage der Bundesanwaltschaft gegen einen Mann, der im Auftrag des Irans Juden und Freunde Israels in Deutschland für Mord- und Brandanschläge ausgespäht haben soll, fordert Israels Botschafter Ron Prosor Konsequenzen. "Der iranische Terror bedroht längst nicht mehr nur den Nahen Osten, sondern auch die Sicherheit in Deutschland und Europa", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Das verlangt eine harte Antwort aus Berlin, die international koordiniert werden sollte."
Die Anklage war am Donnerstag bekanntgeworden. Die Karlsruher Behörde wirft einem Dänen mit afghanischen Wurzeln geheimdienstliche Agententätigkeit vor. Mitangeklagt ist ein mutmaßlicher Komplize, der dem verdächtigten Spion seine Unterstützung für eine mögliche Anschlagsvorbereitung zugesagt haben soll. Unter den Ausgespähten waren den Angaben zufolge der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, sowie der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Volker Beck.
Dies verdeutliche "die erschreckende Dimension des Staatsterrors der Mullahs", sagte Prosor. "Hier wurden keine Israelis ins Visier genommen, sondern gezielt deutsche Staatsbürger aus der Mitte der deutschen Zivilgesellschaft."
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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