Donald Trump und Wladimir Putin: "Dafür braucht man einen Psychiater!" Ex-Berater legt Geheim-Deal-Plan offen

Der frühere Trump-Berater John Bolton schlägt Alarm: Der US-Präsident könnte die Ukraine an Putin verkaufen – im Tausch gegen russische Hilfe im Iran-Konflikt. Für Trumps Strategie brauche man "einen Psychiater", so Bolton im ZDF.

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John R. Bolton (re.) kennt als ehemaliger Sicherheitsberater im Weißen Haus Donald Trump in- und auswendig. (Foto) Suche
John R. Bolton (re.) kennt als ehemaliger Sicherheitsberater im Weißen Haus Donald Trump in- und auswendig. Bild: picture alliance/dpa | Bernd von Jutrczenka

Der Ende Februar 2026 von US-Präsident Donald Trump vom Zaun gebrochene Iran-Krieg ist derzeit in aller Mund - auch im ZDF war der Nahost-Konflikt am Donnerstagabend bei "Maybrit Illner" Thema. Zu Wort kam dabei ein Mann, der Donald Trump wie kein Zweiter aus nächster Nähe kennt: Die Rede ist von John R. Bolton, seines Zeichens früherer Nationaler Sicherheitsberater unter Donald Trump im Weißen Haus.

Ex-Berater von Donald Trump warnt vor "Stillhalte-Abkommen" mit Wladimir Putin

In der ZFD-Sendung schlug der Ex-Sicherheitsberater von Donald Trump Alarm: John Robert Bolton warnte eindringlich vor einem möglichen Stillhalte-Abkommen zwischen dem US-Präsidenten und Wladimir Putin. Ein solcher Deal könnte verheerende Folgen für die Ukraine haben, gab Bolton einer Zusammenfassung von "Focus online" zufolge zu bedenken.

Hat Donald Trump einen Militär-Deal mit Putin? Ex-Berater ist alarmiert

In einem aufgezeichneten Interview mit Maybrit Illner, das in der mit dem Titel "Krieg im Iran – grenzenlose Bedrohung?" versehenen ZDF-Sendung vom 12. März 2026 ausgestrahlt wurde, äußerte Bolton seine Befürchtung, dass die USA ihre militärische Aufklärungsunterstützung für die Ukraine beenden könnten. "Es könnte deshalb zu einem militärischen Deal zwischen Trump und Putin kommen", erklärte der Republikaner. "Das würde der Ukraine nachhaltig schaden."

Bolton, der von April 2018 bis September 2019 als Nationaler Sicherheitsberater im Weißen Haus diente, sieht die Existenz der Ukraine durch einen solchen Handel akut bedroht. Sollten die Amerikaner ihre Hilfe zurückziehen, wäre dies nach seiner Einschätzung das Ende des Landes.

Geheime Abmachung zwischen Putin und Trump könnte der Ukraine den Todesstoß versetzen

Der befürchtete Deal zwischen Trump und Putin folgt einer simplen Logik: Russland würde seine Unterstützung für den Iran einstellen, wenn die USA im Gegenzug ihre Hilfe für die Ukraine beenden. Konkret geht es dabei um die militärische Aufklärungsarbeit beider Großmächte für ihre jeweiligen Verbündeten. "Dass Russland dem Iran hilft, ist eine gravierende Sache", betonte Bolton. Genau diese Konstellation könnte Putin als Verhandlungsmasse nutzen. Der russische Präsident könnte zusätzlich damit drohen, dem Iran verstärkt militärische Drohnen zu liefern. Für die Ukraine wäre ein solches Abkommen nach Boltons Einschätzung existenzbedrohend. Im aktuellen Konflikt zwischen den USA und Israel auf der einen sowie dem Iran auf der anderen Seite drohen die Ukrainer zu den großen Verlierern zu werden.

"Trump liebt Deals": Früherer Berater verrät, wie der US-Präsident die Ukraine für den Iran-Krieg im Stich lassen könnte

Bolton kennt seinen ehemaligen Chef genau. Der Sicherheitsexperte ist überzeugt, dass Trump für solche Vereinbarungen empfänglich ist. "Trump liebt Deals", erklärte er im Interview. Genau darauf könnte der Kreml-Chef setzen. Hinzu kommt innenpolitischer Druck in den USA. Die steigenden Benzinpreise verärgern die amerikanische Bevölkerung. Trump erwägt bereits, die Ölsanktionen gegen Russland zu lockern. Im November stehen die Zwischenwahlen an – Außenpolitik wird damit schnell zur Innenpolitik. Der Krieg im Iran müsse daher rasch und erfolgreich beendet werden, so die Einschätzung. Unter diesem Zeitdruck könnte ein schneller Deal mit Putin für Trump attraktiv erscheinen – ungeachtet der Konsequenzen für die Ukraine.

"Ich bin mir nicht sicher, ob Trump selbst weiß, was er da tut"

John R. Bolton äußerte im Gespräch mit Maybrit Illner zudem massive Zweifel an der strategischen Kompetenz seines ehemaligen Chefs. "Es ist mir nicht klar, was Trump da tut", sagte der Sicherheitsexperte. Er habe bereits vor Jahren vergeblich versucht, den US-Präsidenten von der Notwendigkeit eines militärischen Eingreifens gegen das iranische Atomprogramm zu überzeugen. "Ich habe es damals nicht geschafft." Besonders kritisiert Bolton die mangelnde Vorbereitung auf den aktuellen Konflikt. "Donald Trump hätte es dem Volk zwingend erklären müssen", mahnte er. Stattdessen habe der Präsident es vorgezogen, weder das amerikanische Volk noch den Kongress oder die Verbündeten auf den Krieg vorzubereiten. Auf die Frage nach Trumps überraschendem Hang zum Militärischen antwortete Bolton trocken: "Den Grund dafür festzustellen, braucht man einen Psychiater."

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