Insa-Umfrage aktuell: Schwarz-rot kassiert Dämpfer zum Jahresbeginn - trotz Hoffnungsschimmer für Merz
Die schwarz-rote Koalition startet mit einem Alarmsignal ins neue Jahr: Nur noch 39 Prozent der Wähler stehen einer aktuellen Insa-Umfrage zufolge hinter dem Regierungsbündnis, während die AfD mit 26 Prozent an der Spitze der Wählergunst verharrt.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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Deutschland ist ins Jahr 2026 gestartet, das mehrere Weichenstellungen verheißt - in acht Bundesländern finden in den kommenden Monaten insgesamt fünf Landtags- und drei Kommunalwahlen statt. Für die schwarz-rote Koalition beginnt das politische Jahr mit einem Dämpfer, wie einer aktuellen Umfrage zu entnehmen ist.
Sonntagsfrage aktuell: AfD verharrt in Umfrage auf Spitzenplatz vor CDU und CSU
Die AfD behauptet sich den Umfrageergebnissen zufolge zum Jahresbeginn 2026 als stärkste politische Kraft in Deutschland. Im aktuellen Insa-Sonntagstrend, dem die "Bild" einen eigenen Beitrag gewidmet hat, erreicht die Partei unverändert 26 Prozent der Wählerstimmen. CDU und CSU können hingegen leicht zulegen. Die Union verbessert sich um einen Prozentpunkt und kommt nun auf 25 Prozent. Die Befragung wurde zwischen dem 30. Dezember 2025 und dem 2. Januar 2026 durchgeführt.
Friedrich Merz' Regierung in der Umfrageklemme trotz leichtem Zuwachs in der Wählergunst
Für die regierende schwarz-rote Koalition sieht die Lage weiterhin angespannt aus. Mit der SPD bei 14 Prozent erreicht das Regierungsbündnis zusammen lediglich 39 Prozent. Das entspricht einem Minus von sechs Punkten gegenüber dem Wahlergebnis der Bundestagswahl 2025. Bei den übrigen Parteien zeigt sich ein gemischtes Bild. Die Sozialdemokraten verharren bei 14 Prozent und können keine Dynamik entwickeln. Die Grünen müssen zum Jahresauftakt einen Rückgang hinnehmen. Sie büßen einen Prozentpunkt ein und landen bei 11 Prozent. Damit liegen sie gleichauf mit der Linken, die ihren Wert stabil halten kann. Unterhalb der Fünf-Prozent-Hürde bewegen sich weiterhin das BSW und die FDP. Beide Parteien stagnieren bei jeweils 4 Prozent. Die sonstigen Parteien kommen zusammengenommen auf 5 Prozent.
Schwarz-Rot-Grün als einzige realistische Mehrheitsoption
Die Hürde für eine parlamentarische Mehrheit liegt derzeit niedriger als üblich. Insa-Chef Hermann Binkert erläutert gegenüber "Bild": "13 Prozent der Wählerstimmen entfallen auf Parteien, die an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Parlamentarische Mehrheiten sind bereits mit 44 Prozent möglich." Von dieser Marke ist die Regierungskoalition mit 39 Prozent jedoch deutlich entfernt. Auch ein linkes Bündnis aus SPD, Grünen und Linken würde mit zusammen 36 Prozent scheitern. Rechnerisch möglich wäre eine Koalition aus Union und AfD mit 51 Prozent – politisch schließen CDU und CSU dies jedoch aus. Als einzig realistisches Regierungsbündnis bliebe damit Schwarz-Rot-Grün mit gemeinsam 50 Prozent.
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loc/news.de/stg
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