Martini-Sommer im Anflug?: Wetter dreht plötzlich auf – hier kann es frühlingshaft warm werden

Deutschland muss sich zunächst auf frostige Nächte und trübes Novemberwetter einstellen. Doch ausgerechnet zum Martinstag könnte eine überraschende Wetterwende für Temperaturen von bis zu 19 Grad sorgen. Wie sicher die Prognose für den Martini-Sommer ist und wo es besonders mild werden könnte.

Von news.de Redakteurin - Uhr

Dürfen wir uns auf einen Martini-Sommer freuen? (Foto) Suche
Dürfen wir uns auf einen Martini-Sommer freuen? Bild: AdobeStock / K1drock
  • In den kommenden Nächten droht bei klarem Himmel verbreitet leichter Frost
  • Ab Montag wird es von Westen und Südwesten her allmählich milder
  • Wetterdienst sagt Martini-Sommer voraus – im Südwesten werden bis zu 19 Grad erreicht

Noch steckt Deutschland mitten im klassischen November-Grau fest. Das Quecksilber klettert auf höchstens 11 Grad, in vielen Regionen bleibt es jedoch deutlich kühler. Nachts droht Frost. Wer jetzt schon auf den Frühling wartet, könnte bald überrascht werden: Ab der kommenden Woche deutet sich nämlich eine Wetterwende an. Ausgerechnet zum Martinstag am 11. November könnten die Temperaturen wieder auf bis zu 19 Grad steigen. Allerdings ist diese Prognose noch mit Unsicherheiten verbunden.

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Wetterdienst warnt vor frostigen Nächten in Deutschland

Am Mittwoch (04.11.2026) zeigt sich der Himmel vielerorts stark bewölkt, nur vereinzelt lockern die Wolken auf. Die Temperaturen erreichen höchstens 11 Grad. Dazu weht ein schwacher bis mäßiger Ostwind, der in exponierten Lagen und im Bergland kräftiger ausfallen kann.

Besonders unangenehm wird es nach Sonnenuntergang. In den kommenden Nächten fallen die Temperaturen verbreitet in den einstelligen Bereich, bei klarem Himmel kann es Frost geben. Diplom-Meteorologe Dominik Jung rechnet sogar mit Tiefstwerten von bis zu minus 5 Grad. "Wo es nachts aufklart, können die Temperaturen sogar auf bis zu minus 5 Grad sinken", sagte er gegenüber "Bild". Seine Empfehlung an alle Pendler: "Morgens ist mancherorts Scheibenkratzen angesagt!"

Auch tagsüber bleibt es zunächst wenig einladend. Am Donnerstag (05.11.2026) löst sich der Nebel nur zögerlich auf, danach zeigt sich stellenweise die Sonne. Die Höchstwerte liegen laut Deutschem Wetterdienst (DWD) bei 5 bis 10 Grad, in Nebelgebieten bleibt es mit etwa 3 Grad kühler. Am Freitag folgt ein ähnliches Muster: Vor allem vom Nordwesten bis in den Südosten kann es nach der Nebelauflösung freundliche Abschnitte geben. Je nach Sonnenschein steigen die Temperaturen auf 2 bis 10 Grad.

Wochenende bleibt trüb – ab Sonntag kündigt sich Wetterwechsel an

Auch am Samstag und Sonntag bleibt das Novemberwetter vielerorts grau. Im Norden hält sich häufig Hochnebel, in der Mitte gibt es zeitweise freundlichere Abschnitte. Im Süden und Südwesten können Wolken und gebietsweise leichter Regen das Wetter bestimmen. Die Höchstwerte liegen am Samstag zwischen 3 und 11 Grad, am Sonntag zwischen 4 und 11 Grad.

In der Nacht zum Montag deutet sich dann eine Veränderung an: Von Westen her kann Regen aufziehen. Der Wind dreht auf südliche Richtungen und frischt zeitweise auf. Der DWD erwartet zum Wochenwechsel unbeständigeres, zugleich aber milderes Wetter. Meteorologe Dominik Jung rechnet ebenfalls mit einem deutlichen Temperaturanstieg: "Am Dienstag rauschen von Südwesten Wolken mit teils kräftigen Regengüssen heran, am Oberrhein kann es sogar bis zu 16 Grad mild werden", prognostiziert er.

Martini-Sommer in Sicht: Bis zu 19 Grad am 11. November?

Ab Montag kommt Bewegung in die festgefahrene Wetterlage. Ein Hochdruckgebiet über Südeuropa könnte mildere Luft nach Deutschland lenken. Zunächst profitiert davon vor allem der Südwesten: Am südlichen Oberrhein sind laut DWD bis zu 13 Grad möglich. In Freiburg könnten die Temperaturen nach Angaben von "The Weather Channel" sogar auf 15 Grad steigen.

Am Dienstag breitet sich die mildere Luft voraussichtlich weiter nach Norden aus. In der Süd- und Westhälfte sind dann verbreitet zweistellige Höchstwerte möglich. Im Nordosten könnte es dagegen deutlich kühler bleiben. Für Teile Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns werden stellenweise nur 4 Grad vorhergesagt.

Pünktlich zum Martinstag am 11. November könnte die Wärme ihren Höhepunkt erreichen. "The Weather Channel" hält im Südwesten bis zu 19 Grad für möglich, in weiten Teilen Deutschlands könnten die Temperaturen um 14 Grad liegen. Der Haken: Die Prognose ist noch unsicher. Der DWD erwartet für den Zeitraum vom 11. bis 13. November zwar zunächst milde, zugleich aber unbeständige Bedingungen und weist ausdrücklich auf eine hohe Vorhersageunsicherheit hin.

Was steckt hinter dem Martini-Sommer?

Ungewöhnlich milde Tage rund um den 11. November sind kein völlig neues Phänomen. Meteorologen bezeichnen eine solche mögliche Wetterlage als Martini-Sommer. Sie wird zu den sogenannten meteorologischen Singularitäten gezählt – Wettererscheinungen, die sich zu bestimmten Zeiten im Jahresverlauf mit erhöhter Wahrscheinlichkeit zeigen können.

Häufig baut sich in der ersten Novemberhälfte ein kräftiges Hochdruckgebiet über Mittel- und Osteuropa auf. An dessen Westflanke kann milde Luft aus Südeuropa oder dem Mittelmeerraum nach Norden strömen. So entstehen mitunter ungewöhnlich warme Novembertage. Eine Garantie für einen spätherbstlichen Wärmeschub gibt es allerdings nicht.
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Passend dazu kennt der Volksmund die Bauernregel: "Bringt Allerheiligen einen Winter, so bringt Martini einen Sommer." Ob sie in diesem Jahr zutrifft, wird sich erst in den kommenden Tagen zeigen. Und wer bereits auf weiße Weihnachten hofft, muss sich ohnehin gedulden. Meteorologe Jung stellt klar: "Für Schnee gibt's keine Garantie!"

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